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Deutschland spricht #D17

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BIERGARTEN
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Ich habe mit meiner Gesprächspartnerin, die nicht genannt werden will, was ich sehr gerne respektiere, an dieser Aktion teilgenommen und war sehr begeistert.

Wir sind sehr locker und unvoreingenommen und sehr unverkrampft an die Sache herangegangen.

Nach einer kurzen Vorstellung und dem Besorgen von Bier ging es auch bald los mit einer spannenden Diskussion mitten im Biergarten.

Warum machst du mit?

Hierbei führten wir unsere Gründe hierfür an.
Einigkeit herrschte sofort darüber, dass wir alle inzwischen viel zu wenig miteinander reden. Dies fanden wir beide schade.

Klar wurde dann in diesem Gespräch, dass es eine Kausalkette geben muss, die zur jeweiligen Meinung und damit durch unterschiedlichen Ausgangspunkten zu unterschiedlichen Endpositionen und aber auch zu unterschiedlichen Zwischenschritten zu unterschiedlichen Meinungen führt, denn keiner von uns ist dumm!

Großes Thema war die Homo-Ehe. Hier wurde ein Grundprinzip avisiert: Soll es die Ehe überhaupt geben?

Hier meldete ich mich und sagte: Ja, während meine Gesprächspartnerin dies verneint.

Damit ist klar:

Auf dem Weg zur Abschaffung der Ehe steht die Homo-Ehe im Blickfeld meiner Gesprächspartnerin, dass ihre Motivation gegen die Ehe allgemein zu sprechen daher rührt, dass sie die Privilegierung von heterosexuellen Paaren ablehne. Wenn ein Bündnis wie die Ehe staatlich gefördert wird, dann soll diese Förderung alle Paare einschließen, die in einer ehe-ähnlichen Partnerschaft zusammenleben, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung.
Ich hingegen habe mein Ziel ja schon erreicht und möchte meine lieb gewonnene Tradition nicht ändern.

Es gibt aber eine rote Linie, die beide nicht überschritten sehen wollen. Keine Ehe zwischen Geschwister oder eine Viel-Ehe.

Eine kurze Recherche ergab, dass in Deutschland 2005 29% der Kinder außerhalb der Ehe geboren worden sind. In anderen Ländern sah es zum Teilvollkommen unterschiedlich aus:
Island 66% außerhalb der Ehe

Griechenland 5% außerhalb der Ehe.

Vielleicht hat hier jemand aktuellere Zahlen?

Einig waren wir uns, dass der Euro eine Fehlgeburt ist. Viele Ländern hätten nicht Teil der Währungsunion werden sollen. Eine Währungsunion ohne Fiskalunion erscheint auch nicht logisch. Ich bin hier pragmatisch und will wieder zurück zur D-Mark, da je länger man wartet, desto teurer wird es, meine Gesprächspartnerin will den Euro reformieren und behalten.

Ein sehr schönes allgemeines Beispiel fanden wir auch zur Begriffsdefinition.
Während einer jetzt, zu Recht, sagen kann Bier und Wein sind unterschiedlich, das eine aus Gerste, das andere Getränk ist aus Trauben, kann der Gegenüber ebenfalls richtigerweise sagen, dass es bei beiden Getränken um alkoholische Getränke handelt.

Als Fazit legten wir fest:
Es ist möglich, sich zusammen zu setzen und miteinander zu sprechen.
Blickwinkel zu verstehen!

Aus unterschiedlichen Ecken kommend, finden sich trotzdem viele gemeinsame Gründe.
Querfront findet sich!

Für eine Fortsetzung könnte jeder eine Hausaufgabe machen und sich fragen:
Was ist zu konservieren?
Ein weitere schönes Thema könnte die Nationalhymne sein.

Also reden wir wieder endlich wieder miteinander!

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