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Nur wenige entscheiden sich für das "Teilzeit"-Elterngeld

28/01/2016 10:09 CET | Aktualisiert 28/01/2017 11:12 CET

Seit Mitte vergangenen Jahres ist es für Eltern möglich, das sogenannte Elterngeld Plus zu beziehen. Dieses soll es Eltern ermöglichen, Kind und Beruf besser zu vereinen. Vereinfacht gesagt können Eltern, die in Teilzeit weiter arbeiten, hiermit für einen längeren Zeitraum ein dafür jedoch im Vergleich zum gewöhnlichen Elterngeld geringeres Elterngeld beziehen.

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Entscheiden sich beide Elternteile dafür, zumindest für einige Zeit in Elternzeit zu gehen, erhält jeder von ihnen einen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen Elterngeld Plus-Monaten.

Die nun veröffentlichten Zahlen zum neuen Modell zeigen jedoch, dass das Interesse bislang noch gering ist. Bundesweit haben sich nur 13,8 Prozent der Elterngeld-Beziehenden, für die das neue Modell in Frage kommt, zumindest zeitweise für dessen Nutzung entschieden.

86 Prozent bevorzugen das klassische Elterngeld-Modell

Die übrigen rund 86 Prozent bevorzugen demnach das klassische Elterngeld-Modell. Doch es gibt klare Unterschiede je nach Bundesland, wie die Infografik von Statista zeigt.

Infografik: Nur wenige entscheiden sich für das

So haben in Thüringen 23,2 Prozent der Bezügler vom neuen Modell Gebrauch gemacht. In keinem anderen Bundesland waren es prozentual so viele. Allerdings: Insgesamt gab es im entsprechenden Berichtszeitraum hier auch nur 2821 Elterngeld-Bezieher, für die das Elterngeld Plus in Frage kam.

Deutlich mehr, über 8000, waren es in Niedersachsen. Von ihnen entschieden sich immerhin 18,2 Prozent zumindest monatsweise für das Elterngeld Plus, was den zweithöchsten Prozentsatz der Länder entspricht.

Das prozentual geringste Interesse gab es in Hamburg. Für den Stadtstaat werden nur 7,6 Prozent vermeldet. Doch auch in Bayern sind es nur 10,5 Prozent - von 17479 Bezugspersonen.

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