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Das ist perfide, entwürdigend und zerstört die Bedürfnisse der Kinder

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KITA
dpa
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Prolog - Ja, ich liebe meinen Beruf und darum kämpfe ich für bessere Rahmenbedingungen!

Eine Krippengruppe als Beispiel!

Der Gesetzgeber, bzw. der Träger stellt uns für zehn Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren zwei Vollzeit-Fachkräfte zur Verfügung (für andere Bundesländer noch weniger), die nicht nur 30 Urlaubstage, fünf Fortbildungstage, fünf Bildungsurlaubstage und im Schnitt (siehe Statistik der Krankenkassen) 25 Krankheitstage haben, sondern auch zehn Krankheitstage für die eigenen Kinder nehmen und in Elternzeit, Mutterschutz und Kur gehen können.

Das sind alleine 85 offizielle Fehltage und in dieser Zeit ist die Krippengruppe mit nur einer Fachkraft (sofern Sie unter der Belastung nicht erkrankt) besetzt!!!

Mehr zum Thema: "Überleben und irgendwann zerbrechen!" - so sieht der Arbeitsalltag in deutschen Kindergärten aus

Mit Verlaub lieber Gesetzgeber, bzw. Träger, aber das ist perfide, entwürdigend und zerstört vorsätzlich die Arbeitsmoral der Fachkräfte, die Bedürfnisse der Kinder und Eltern und sorgt für die irrtümliche Annahme, dass diese Realität den gesunden Maßstab bildet!

Was wir nebenbei noch leisten

Sie glauben, das war schon alles?! NEIN!!!

Zusätzlich fehlen wir dann, um die wöchentlichen Bildungsdokumentationen zu schreiben, Unfallanzeigen auszufüllen, Elterngespräche und Entwicklungsbögen vorzubereiten, Bestellungen für die Gruppe zu tätigen, ...

... Mitarbeitergespräche mit der Leitung zu führen, Projekte, Feste und Ausflüge zu planen, sich in Teamsitzungen zu engagieren, Protokolle zu schreiben, Sonderämter wie etwa Sicherheitsbeauftragter oder Ersthelfer auszufüllen und Fachliteratur zu lesen.

Ach ja, natürlich führen wir noch Erstgespräch für die Eingewöhnung, helfen bei Personalnotstand (also täglich) in anderen Gruppen aus, trösten überforderte Kolleginnen, übernehmen die Küchenarbeit, säubern die Gruppenräume und reparieren Möbel.

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dpa

Immer wieder nutzen wir die Zeit, um mit Eltern zum zehnten Mal die allgemeinen Regeln zu besprechen, über zu viele oder zu wenige Ausflüge zu debattieren, Extrawünsche aufzunehmen oder das Thema Pünktlichkeit und kranke Kinder zu diskutieren.

Unser "entspanntes" Wochenende nutzen wir, um uns wieder einmal von den Krankheiten der Kinder und der benannten untragbaren Arbeitsbedingungen zu erholen. Darüber hinaus haben wir ebenfalls ein Privatleben, dessen Herausforderungen und Sorgen uns in der Arbeit mit den Kindern begleiten.

Ein Bildungs- und Erziehungsprodukt, das nicht umsetzbar ist

Epilog: Dafür, dass wir in Deutschland gerne betonen, dass Kinder unser wertvollstes GUT sind, grenzen die hierfür bereitgestellten Mittel der Gesetzgeber und Träger an Heuchelei, Betrug und Geringschätzung!

Mehr zum Thema: "Wir arbeiten Vollzeit und können trotzdem nicht davon leben" - Appell einer Erzieherin

Die ENTSCHEIDER handeln vorsätzlich und wissen sowohl, dass Sie den Eltern ein "Bildungs- und Erziehungsprodukt" verkaufen, dass nicht umsetzbar ist, als auch, dass sie den Fachkräften einer unzumutbaren Arbeitsatmosphäre aussetzen. Neben den enttäuschten Eltern und den ausgebrannten Fachkräften sind es die KINDER, die hierbei verloren gehen.

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Aber bitte, bauen Sie Straßen, retten Sie Banken, subventionieren Sie Flughäfen und Opernhäuser, erlassen Sie Großkonzernen Steuern, bereichern Sie sich durch Nebenleistungen, profitieren Sie von der Alkohol- und Zigarettensteuer und investieren Sie eifrig in bürokratische Abläufe, die keiner braucht!

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