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Stressabbau im Studium: Lerndruck gezielt ablassen

01/07/2015 17:03 CEST | Aktualisiert 01/07/2016 11:12 CEST
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Stress- Symptome rasch erkennen und Erschöpfung vermeiden

2007 suchten laut Statistiken deutschlandweit 66.000 Studenten psychologischen Rat, ein Jahr später waren es etwa 20 Prozent mehr. Diese Zahlen sind erschreckend und alarmierend zugleich. „Der Druck auf die Studenten habe zugenommen", sagt der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde. Versagensängste und Finanznöte führten zu steigendem Beratungsbedarf - gerade auch bei Studenten.

Stresssymptome kennen die meisten Menschen, aber ebenso oft werden die physiologischen Reaktionen des Körpers erst einmal ignoriert. Meist viel zu lange, bis sich Erschöpfung und Überforderung breit machen. Die Warnsignale des Körpers geben eine chemische Reaktion ab, der betroffene Mensch erlebt Stress- Symptome.

Stresshormone werden freigesetzt - der Körper sendet Alarm! Rasender Puls, Schweißausbrüche und eine schnelle Atmung sind oftmals die ersten Anzeichen für vermehrten Stress. Anstehende Referate, Klausuren oder Prüfungen in der Studienzeit, bringen Studenten in Stress- Situationen. Fast jeder 2. Student oder Prüfling leidet unter Zeitdruck, Angstzuständen, Panikattacken und Prüfungsdruck.

Leistungsdruck und Dauerstress im Studium verringern so massiv die geistige Energie und die persönlichen Leistungsfähigkeiten. Da bei Leistungsdruck und Dauerstress gerade im Studium der Mensch viel leisten muss, sind ausreichende Entspannungs- und Erholungsphasen zwingend erforderlich. Ausruhphasen, Entspannungszeiten und gezielte Pausen sollten deshalb immer fest mit eingeplant werden.

Dass ein chronischer Anspannungszustand langfristig ungesund ist, versteht sich wohl von selbst. Erschöpfung und Überforderung haben den Körper fest im Griff und es ist nicht immer einfach aus diesem Kreislauf wieder auszubrechen. Straffe Stundenpläne und wenig Freiräume, geltend oft als häufigste Ursache für die Stress Symptome während des Studiums.

Daher sollte immer folgendes beachten werden:

• Lernpausen fest einplanen

• An die frische Luft gehen

• Bewusst tief und langsam ein -und ausatmen

• Entspannungsmusik und/ oder Entspannungsübungen mit einfließen lassen

• Sport/Bewegung als Ausgleich und Stressabbau mit einplanen

• Gesunde Ernährung- viel frisches Obst und Gemüse, Nüsse zu sich nehmen

• Für ausreichend Schlaf sorgen

• Fachlichen Rat mit hinzuziehen

• Beratungsstellen nutzen

Wer diese Anregungen befolgt, kann bestimmt auf Dauer Stress Symptome abbauen und vielleicht sogar verhindern. Denn gerade in der Studium Zeit wird dem Körper viel abverlangt. Baut man rechtzeitig vor- wird die Prüfungszeit nicht nur zum „Stress-Alarm" sondern verhilft vielleicht sogar zur persönlichen Stärkung der eigenen Person. Denn eine bestandene Prüfung fördert das Selbstbewusstsein, macht Stolz und hinterlässt eine positive Spur.

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