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7 Gründe, warum Menschen, die viel verreisen, erfolgreicher sind

21/01/2016 16:07 CET | Aktualisiert 21/01/2017 11:12 CET
KNSY via Getty Images

Jeder von uns will erfolgreich sein. Manche schaffen es, andere nicht. Welche Faktoren wir brauchen, um Erfolg zu haben, ist eine viel diskutierte Frage.

Ausdauer, harte Arbeit, Konzentration und Motivation gehören zweifelsohne dazu. Doch kann Erfolg auch davon abhängen, ob man weiß, wann man sich eine Auszeit gönnen und in den Urlaub fahren sollte? Vieles deutet nämlich darauf hin, dass Menschen, die häufig verreisen, ziemlich erfolgreich sind.

Dafür gibt es sieben Gründe:

1. Die Angst vor Neuem steigert unseren Ehrgeiz.

Durch Reisen eignest du dir ganz natürlich bestimmte Fähigkeiten an und stärkst die eigene Persönlichkeit.

„Wer regelmäßig verreist, verlässt seine Komfortzone, entdeckt neue Welten und macht neue Erfahrungen. Wenn man sich unbekannten Situationen und Begegnungen stellt, entwickelt man wirksame Lösungsstrategien, die einem helfen, durchzuhalten und mit seiner Angst vor etwas Neuem besser umzugehen", so der klinische Psychologe und Experte für psychische Gesundheit Dr. Ben Michaelis.

Beim Reisen lernst du, die Initiative zu ergreifen und dich Herausforderungen zu stellen. Außerdem entwickelst du kreative Methoden, um dich an veränderte Umstände anzupassen, und setzt deine eigenen Ressourcen sinnvoll ein. Das braucht man auch, um beruflichen Erfolg zu haben. Außerdem fördert es neue Ideen und Kreativität.

2. Etwas Neues auszuprobieren kann den eigenen Horizont erweitern.

Viele von uns sitzen Tag für Tag am selben Schreibtisch im selben Büro am selben Computer. Es ist bequem. Doch manchmal können wir viel mehr lernen und besser nachdenken, wenn wir unsere gewohnte Umgebung verlassen und etwas Neues ausprobieren.

Vielleicht kommen wir mit neuen Ideen zurück. Es ist in allen Bereichen unseres Lebens hilfreich, offen für Veränderungen zu sein.

3. Du siehst alles wieder im Gesamtkontext.

Wer sich keine Auszeit von der Arbeit nimmt, verstrickt sich oft in alltägliche Sorgen und Probleme. Eine kleine Auszeit, selbst wenn es nur ein verlängertes Wochenende ist, erzeugt eine psychologische Distanz und man erkennt besser, worauf es wirklich ankommt.

„Wenn man etwas Abstand bekommt, sieht man alles wieder mehr im Gesamtkontext. Man kann sich besser auf das konzentrieren, was man will und was man momentan hat. Außerdem traut man sich eher, ein Risiko einzugehen, um das zu bekommen, was man sich wünscht. Auch wenn es schön ist, im Urlaub komplett abzuschalten, sollte man sich dennoch einmal 15 Minuten lang die Zeit nehmen und sich überlegen, was einem am eigenen Arbeitsplatz wirklich wichtig ist, denn aus einer psychologischen Distanz heraus betrachtet wird man sich darüber viel besser klar", so der Neurocoach Josh Davis, Ph.D.

Wenn du dir wieder klar machst, worauf es einem im Beruf wirklich ankommt, setzt du auch deine Prioritäten besser.

4. Urlaub wirkt sich positiv auf unser allgemeines körperliches Befinden aus.

Angestauter Stress erhöht das Risiko für fast jede Krankheit. Und Krankheit hält uns auf Dauer vom Erreichen unserer persönlichen und beruflichen Ziele ab.

„Urlaub löst innerliche Anspannung und kurbelt den Stoffwechsel an. Wenn wir Urlaub machen, verbessert dies nicht nur unser allgemeines körperliches Befinden sondern es fördert auch unsere Kreativität. Wir haben Zeit zum Regenerieren und wir bekommen eine positivere Einstellung, was auf lange Sicht unsere Produktivität steigert", so die holistische Krankenpflegerin Jessie Gill.

Da draußen wartet eine wunderschöne Welt nur darauf, entdeckt zu werden.

5. Durch Netzwerken gewinnt man an Einfluss und Respekt.

Sharon Schweitzer berichtete von dem CEO einer Unternehmensberatung, der für mehrere Jahre auf ein wichtiges Projekt nach Myanmar geschickt wurde. In Myanmar herrschte von 1962 bis 2011 eine Militärdiktatur. Deshalb ging der CEO anfangs davon aus, dass in der Kultur des Landes Prozesse mehr zählen würden als Menschen. Er fand jedoch sehr schnell heraus, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Im Laufe der Zeit pflegte der CEO äußerst wichtige Kontakte in Regierungs- und Unternehmenskreisen. Als sich einmal die Gelegenheit bot, stellte er nach einem Meeting einem thailändischen Zuckerexporteur mehrere hochkarätige Personen aus verschiedenen Staatsministerien des ganzen Landes vor.

Dieses Netzwerk führte für alle Beteiligten zum Erfolg. Dieser CEO ist ein Beispiel dafür, dass man auch ohne unfaire Tricks oder sogar Bestechung und Korruption wertvolle Kontakte knüpfen kann.

Ein anderer CEO sagte einst zu ihr: „Man muss meist mehrere Jahre lang in Beziehungen investieren, bevor man erwarten kann, dass irgendetwas unterzeichnet, abgeschlossen und geliefert wird."

6. Vorausschauende Planung sorgt für eine reibungslose Projektabwicklung.

In einem Interview mit Sharon Schweitzer erklärte Yuki Ochiai, der Vizekonsul Japans in Houston, warum es bei japanischen Vorstandssitzungen so gut wie nie zu Unstimmigkeiten kommt: Der Grund dafür sind vorausschauende Planung und Konsensbildung - oder das japanische Konzept Nemawashi.

Der Begriff Nemawashi kommt eigentlich aus dem Bereich Gartenbau und bezeichnet die Wichtigkeit des Zuschneidens und Umpflanzens von Bäumen zur Verhinderung von Schockzuständen.

Auf den Geschäftsbereich übertragen bedeutet Nemawashi laut Ochiai, dass ein Projekt oder eine Idee in einer Reihe von Vorbesprechungen den Kollegen vorgestellt wird, die auch am Abschlussmeeting oder an der Verhandlung teilnehmen.

Dies bietet die Gelegenheit, mögliche Bedenken zu äußern. Nur dann können Probleme besprochen, bereinigt und gelöst werden. Dadurch gelangt man zu einem einvernehmlichen Ergebnis und vermeidet, dass es bei Meetings zu Unterbrechungen, Uneinigkeiten oder Gesichtsverlusten kommt.

Bei ihrer letzten Reise nach Tokio fiel Schweitzer auf, dass alle japanischen Geschäftsmänner die gleiche Kleidung tragen. Mit ihren dunklen Anzügen, weißen Hemden, dezenten Krawatten, schwarzen Schuhen und Schultertaschen aus Leder sind sie „ein klassisches Beispiel für Gruppenharmonie in Japan", so Schweitzer.

7. Reisen eröffnet neue Sichtweisen.

„Immer, wenn ich von einer Reise zurückkomme, habe ich etwas dazugelernt und mein Wissen darüber erweitert, wie die Welt wirklich funktioniert. Es gibt auf der Welt so viele Möglichkeiten, sich einzubringen und etwas zu lernen und man kommt überall so leicht hin", so Jason Ma, Chief Mentor bei ThreeEQ - einer Firma, die Erfolgs-Coachings für CEOs und Führungskräfte anbietet.

Er fährt fort: „Meine Familie steht für mich an erster Stelle, aber ich muss auch sagen, dass ich besonders gut nachdenken und mich erholen kann, wenn ich verreise und ganz für mich allein bin. Ich finde auch, dass es Beziehungen gut tut, weil man sich dann gegenseitig wieder vermisst", sagt Jason Ma.

Dieser Artikel ist zuerst bei "YourTango" erschienen.

Dieser Blog ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

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