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Der emotionale Brief eines Babys, das alleine schlafen lernen soll

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BABY SCHLAFTRAINING
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Dieser Blog erschien zuerst bei Alternative-Mama.com

Liebe Mama, ich bin verwirrt.

Ich bin es gewohnt, in deinen weichen, warmen Armen einzuschlafen. Jede Nacht kuschle ich mich an dich. Nah genug, um deinen Herzschlag zu hören, nah genug, um deinen süßen Duft zu riechen. Ich schaue in dein schönes Gesicht während ich sanft in den Schlaf übergleite, sicher in deiner liebenden Umarmung.

Wenn ich mit einem knurrenden Magen oder kalten Füßen aufwache, oder deshalb, weil ich mich nach einer Umarmung sehne, dann kümmerst du dich um mich und schon bald schlafe ich wieder tief und fest.

Aber diese Woche war es anders.

Jeder Abend diese Woche lief so ab: Du hast mich in meine Wiege gelegt, mich zugedeckt und mir einen Kuss gegeben. Dann hast du das Licht ausgemacht und bist gegangen.

Zuerst war ich verwirrt, ich fragte mich, wo du wohl hingegangen bist. Doch dann hatte ich Angst und rief nach dir, aber du kamst nicht. Ich war so traurig, Mama. Ich brauchte dich so sehr. So ein starkes Gefühl habe ich noch nie verspürt. Wo bist du hingegangen?

Dann kamst du endlich zurück! Ich war so glücklich und erleichtert, dass du wieder da warst! Ich dachte, du hättest mich für immer verlassen. Ich habe meine Arme nach dir ausgestreckt, aber du hast mich nicht auf den Arm genommen. Du hast mich nicht einmal angesehen!

Du hast mich mit deinen weichen warmen Armen nur wieder hingelegt, sagtest "schhhhh, es ist Zeit zu schlafen", und gingst wieder.

Mehr zum Thema: Was mit Kindern passiert, die nicht alleine schlafen lernen

Nach etlichen Nächten gab ich auf

Nachdem ich eine Weile geweint hatte, hörte ich auf. Mein Hals tat mir so weh. Mein Kopf pochte und mein Bauch schmerzte. Aber am schlimmsten schmerzte mir das Herz. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum du nicht kamst.

Nach etlichen Nächten gab ich auf. Du kommst nicht, wenn ich weine, und wenn du dann doch endlich kommst, dann schaust du mich nicht einmal an. Du nimmst meinen kleinen, zitternden Körper auch nicht in den Arm. Das Weinen tat zu sehr weh, ich hielt nicht lange durch.

Tagsüber bist du für mich da, aber nachts lässt du mich allein

Ich verstehe das nicht, Mama. Wenn ich tagsüber hinfalle und mir den Kopf stoße, dann nimmst du mich hoch und küsst die Stelle, bis es wieder besser wird.

Wenn ich hungrig bin, dann fütterst du mich. Wenn ich zu dir krabbele und kuscheln möchte, dann liest du meine Gedanken und nimmst mich in den Arm, überschüttest mich mit Küssen und sagst mir, dass ich etwas ganz Besonderes bin und dass du mich liebst. Wenn ich dich brauche, dann bist du sofort da.

Aber nachts, wenn es dunkel und still ist, und mein Nachtlicht seltsame Schatten an die Wand wirft, dann verschwindest du. Ich sehe, dass du müde bist, Mama, aber ich liebe dich so sehr. Ich will einfach nur bei dir sein, das ist alles.

Jetzt bin ich nachts ruhig, aber ich vermisse dich trotzdem.

Mehr zum Thema: "Wer sein Kind im eigenen Bett schlafen lässt, spart sich später die Nachhilfe"

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Dieser Blog erschien zuerst auf alternative-mama.com und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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