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Bedürfnis(bindungs)orientierte Erziehung und Fremdbetreuung (passen nicht zusammen)

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Provokativer Titel? Finde ich nicht. Attachment parenting und Fremdbetreuung, wie kann das zusammenpassen? Ja es kann, wenn man will. Es kann alles, wenn man will. Aber eigentlich ist die Frage nicht, ob es passen KANN. Überschriften sind halt irreführend.

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Ich habe bisher noch nichts darüber gelesen, und eigentlich nur Artikel, die ebenfalls nur von einem Blickwinkel aus betrachtet wurden. Auch renommierte Autoren wie Jesper Juul sind teilweise sehr vielseitig interpretierbar, wie ich finde.

Deshalb ist er wohl inzwischen auch so beliebt. Viele fühlen sich sehr bestätigt von ihm. Sein Leitbild ist aber eine positive Wende in der Erziehungskultur, die ich schlussendlich sehr begrüße.

Bedürfnisorientierte Konzepte. Konzepte. Konzepte. Ich will nicht nach Konzept leben. Ob mein Kind das will!? Manche finden's ja auch im Schützenverein kuschelig.

Attachment Parenting, zu Deutsch 'Bindungsorientierte Erziehung' (auch: 'bedürfnisorientierte Erziehung'). Das ist die neue Generation Eltern. Jeder definiert es anders für sich, handhabt es so, wie es für ihn möglich ist. Nobody's perfect!

Moment mal. Es wird von bedürfnisorientierten Einrichtungen geredet. Davon scheint es inzwischen auch etliche zu geben. Tagesmütter haben es da etwas leichter bei einem Betreuungsschlüssel von 1:5 (Normalfall) oder etwa doch nicht?

Sind wir mal ehrlich, wer kann sich gleichzeitig über Stunden hinweg um die individuellen Bedürfnisse von fünf Kindern kümmern? Raucht einem da nicht der Kopf? Oder werden einfach viele Dinge übergangen ...

Sind Krippe und Kindergarten notwendig?

Ich stehe jetzt schon, mit zwei Kindern unter 3, an den Grenzen meiner Kapazitäten. Ehrlich gesagt, kann ich selbst bei 'nur' zwei Kleinkindern nicht immer alle Bedürfnisse erfüllen. Wie kann ich das dann von anderen erwarten? Und das dann auch noch gleichwertig oder besser zu tun?

Um jedem Kind wirklich gerecht zu werden, und damit eine Erzieherin eine echte Bezugsperson sein/werden könnte, müsste der Betreuungsschlüssel 1:4 sein. Besser noch 1:3, im allerbesten Fall 1:2. Vorausgesetzt, man kann einschätzen, ob das Kind sicher gebunden ist (nach der aktuellen Bindungstheorie). Also undenkbar.

Wie kann dann diese Art der Betreuung im Volksmunde die bessere Wahl sein? Ist es nicht so, dass der Kindergarten oder die Krippe als notwendig angesehen werden in der Gesellschaft? Ich denke schon. Unabhängig von dem 'ich muss', das einige verspüren.

Für viele ist es tatsächlich nur ein Kompromiss, denn die Miete zahlt sich nicht von allein. Ein Gehalt reicht nicht zum Leben. Das Kind ist unausgelastet zuhause. Man hätte sonst keine sozialen Kontakte für das Kind/die Kinder.

Ja, durchaus brauchen Kinder Kontakte. Aber ob der Kindergarten der richtige Ort dafür ist? Bisher das einzige Argument, welches nicht ganz unwahr ist. Aber sicher nicht täglich, zur gleichen Zeit.

Und dann die ganzen Tätigkeiten dort. Ausflüge. Basteln. Singkreise. Freies Spielen. Die ganzen Freunde dort. Steiner. Montessori rauf und runter. Ja, wer denkt da denn etwas Schlechtes, wenn das Kind lächelnd, zufrieden, sogar todmüde wieder nach Hause kommt. Das Kind geht doch freiwillig!

Moment mal. Lügen wir uns da etwa selbst in die Tasche? Wozu braucht man dann eine Eingewöhnung? Wieso muss ein Kind Trennung 'lernen'? Muss es das? Nur wenn es dazu bereit ist, heißt es. Das nennt sich auch bedürfnisorientiert. Ich verstehe unter bedürfnisorientiert etwas anderes.

Dazu ein Gedanke von Stephanie S:

Ich bin Erzieherin, mein Partner auch und wir betreuen unsere Tochter, fast vier, überzeugt selbst. Aus meiner Sicht ist es in einer Großgruppe unmöglich, einem Kind genügend Raum zur individuellen Selbstbestimmung zu geben.

Der Gruppenkontext, die Menge an Kindern, die Rahmenbedingungen erfordern oft starre Regelwerke. Kinder haben in diesem Rahmen oft kaum Möglichkeit, gemeinsam die Bedürfnisse des Anderen mit den eigenen abzugleichen, sich und den Anderen in einer natürlichen Situation kennen zu lernen.

Außerdem kommen die individuellen Bedürfnisse oft zu Gunsten der Gruppe zu kurz. Sie müssen sich vor allem gegebenen Regeln unterordnen. Hinzu kommt die Menge an Menschen, der sie im oft sehr begrenzten Gruppenraum schlecht aus dem Weg gehen können.

Es entstehen unnötige Konflikte (ganz banal oft aus Platzmangel und schlechter Begleitung der Konfliktbewältigung und der Tatsache sich nicht entziehen zu können).

Kinder werden in der Fremdbetreuung oft viel häufiger kritisiert. Und das ist ein für mich entscheidender Punkt. Vor allem, wenn man sich mit der Bildung des Selbst und einer gesunden Ich- Identität auseinandersetzt.

Das Selbstbild des Kindes

Vor allem in den ersten drei Lebensjahren, aber auch darüber hinaus, bildet sich das Selbstbild eines kleinen Menschen, welches den Grundstein bildet. Erfahre ich im Alltag über einen langen Zeitraum überwiegend Maßregelungen, Bevormundungen, übertriebene Pädagogisierung, Kontrolle, dann prägt das meine Ich - Identität.

In der Gruppe finden aber diese Kontrollen von Außen viel öfter statt. (Das kann man den Erziehern gar nicht verübeln, denn sie müssen den Rahmen stärker bilden, sonst funktioniert der Gruppenalltag unter den gegebenen Bedingungen nicht).

Ich denke da immer wieder an Texte von Arno Gruen zum Beispiel 'Wider den Gehorsam' - Wie sich eine gesunde Empathie-Fähigkeit entwickelt. Oder die Ansätze von Alfie Cohn. Wer diese Aspekte verinnerlicht hat, muss zu dem Entschluss kommen, dass das den Gruppenanforderungen in der Kita-Fremdbetreuung widerspricht.

Ein wichtiger Punkt ist der Stress in konzentrierten Großgruppen und der ständige Verteidigungskampf unter den Gleichaltrigen. Da in den Einrichtungen nicht Einzelnen etwas ganz persönlich gegeben ist, oder wenn überhaupt dann wenig, gelten immer allgemeingültige Regeln.

Jedes Spielzeug muss geteilt werden. Jede Situation ist in irgendeiner Form ungeschützt, es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten. Und dann die mangelnde Aufmerksamkeit von Bindungspersonen (Erwachsenen).

Kinder müssen sich ständig an neue Sozialräume gewöhnen

Kinder brauchen Zuwendung, Körperkontakt, Kuscheleinheiten, das Gefühl gesehen zu werden, sich geborgen fühlen. In einer Großgruppe kann dieses Grundbedürfnis nicht hinreichend befriedigt werden!

Was ich zudem überhaupt nicht als bedürfnisorientiert empfinde, ist der Stress, der entsteht, wenn Kinder sich ständig an neue Sozialräume und wechselnde Bindungspersonen gewöhnen müssen. Dieses ständige Entwurzeln und sich auf neue Sozialräume einlassen, in einer Lebensphase in der Kontinuität so wichtig ist, um sich mit dem gegeben sozialen Raum auseinanderzusetzen.

Kita-Kinder müssen ständig umswitchen. Morgens in der Familie, in der sie sich an den Eltern /Geschwistern orientieren, dann die Kita, eventuell der Frühdienst, dann die Kita-Gruppe (Erzieher, Kinder ...), dann eventuell der Spätdienst, wieder neue Personen, an denen sie sich orientieren müssen und dann wieder die Familie.

Überspitzt gesagt, ein ständiges Hin und Her, wie soll denn da Verlass und Vertrauen entstehen? Urvertrauen entsteht doch, wenn ein Kind Situationen überblicken kann, sich sicher fühlt. Von der Abwesenheit der Mutter mal abgesehen.

Es kann nicht nach Bedarf gestillt werden, das Kind erfährt keine kontinuierliche Zuwendung der Mutter, es muss zu früh Verlusterfahrungen machen und erfährt früh: Auf die primäre Bindungsperson ist kein Verlass, die Bindung wird geschwächt. Dies sind lediglich meine Gedanken und Hypothesen zu dem Thema und es wird sicher viele Gegenargumente geben.

Untersuchungen von Kindern in Trennungssituationen

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Kinder reagieren bei Trennung mit Stresshormonen. Ansehen kann man es ihnen nicht immer. Deshalb ist es erstrebenswert, nur sicher-gebundene Kinder in Fremdbetreuung zu geben. Ja, das sage selbst ich!

Erwachsene berichten von positiven Erlebnissen mit ihren Eltern, von Bindungssituationen, in denen Sie Trost und liebevolle Fürsorge erfahren haben. Falls die Kindheitserlebnisse von Schmerz, Trennungen und Verlusten geprägt waren, können sie differenziert darüber berichten und erfüllen nach Anwendung linguistischer Auswertungsmethoden, die Kohärenzkriterien für den Dialog.

Nach den Ergebnissen einer speziellen Auswertungsmethode von Fonagy und Mitarbeitern, sind die Dialoge durch ein hohes Ausmaß an selbstreflexiver Fähigkeit über das eigene Schicksal und die eigenen Schilderungen gekennzeichnet.

Das bedeutet, bedürfnisorientierte Betreuung lohnt sich, für das spätere Leben und ist unerlässlich! Glücklicherweise sind viele Einrichtungen auf diesem Weg. Die Frage, ob das sein muss, bleibt offen.

"Trennung der Eltern ist ein immer häufigerer Risikofaktor, eine Belastung, die sicher gebundene Kinder dann normalerweise aushalten können, wenn sonst keine anderen Risikofaktoren vorhanden sind. Aber wenn ein Kind unsicher gebunden ist, und dazu in Fremdbetreuung ohne Sekundärbindung kommt, und dann auch noch die Familie zerbricht, dann können diese drei Risikofaktoren zusammen Kinder wirklich überwältigen und ihr Risiko für spätere soziale und seelische Störungen stark erhöhen. Das kann aggressives, zerstörerisches Verhalten bedeuten, AD(H)S, - wohlgemerkt, mit drei Risikofaktoren, nicht einem sondern dreien - schlechte Schulleistungen, Schulschwänzen, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Selbstverletzungsverhalten, wenig Einfühlungsvermögen, Selbstwertverlust, Unglücklichsein, Depressionen." (Sir Richard Bowlby, Frankfurt 5.5.2007)

"Der chronische Stress durch wiederholte Trennung kann sich in subtilen Verhaltensänderungen äußern, aber die meisten Eltern und Betreuer bringen diese Veränderungen nicht mit der Fremdbetreuung in Zusammenhang und erkennen nicht, dass die Fremdbetreuung ein signifikanter Risikofaktor werden kann, welcher die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Kinder später emotionale Probleme entwickeln." (Sir Richard Bowlby, Bindung und Fremdbetreuung, Frankfurt, 2007)

Rattenexperiment

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Rattenexperiment - Bindung, Genetik, Neurobiologie und Trauma. S.41 Bindungsstörungen - Karl Heinz Brisch

Urnaturaen: Und da fängt es an. Ich werde als vorurteilbehaftet, negativ, provokativ und Hardliner betitelt. Betreibe Selbstbeweihräucherung. Diese betreibt man eher mit Gleichgesinnten, nicht so öffentlich, denn ich bediene hier ein Thema, welches schon alleine, nicht strittiger sein könnte. Und setze dem Ganzen noch einen Hut auf. Ich ernte dafür auch sehr viel Kritik und negatives Feedback.

Dabei habe ich nicht mal im Ansatz darüber geredet, wie ich persönlich (!) andere Wege werte. Ich habe andere Wege sogar eher ins Positive relativiert. Darauf wurde ich aufmerksam gemacht. Ich finde das stimmt sogar, wieso dieses 'Ich mache es so, Ihr so und das ist ok so'-Geschwätz. Ich bin ein Freund von Klartext.

Mit diesen Wespennestern werde ich, so oder so, nur eine Randgruppe ansprechen und ein eher unangenehmer Blogger sein, was diese Themen betrifft. Was man sagen muss ist, dieses Thema ist nicht nur mit Klartext zu bedienen, wenn man ein bisschen Empathie hat. Ja, die habe ich. Mir scheint es eher so, als vergessen diejenigen ihre Empathie mal schnell, die gerade in einer Eingewöhnung sind.

Thema 'das Kind darf traurig sein'. Dazu ein Gedanke: Immer wieder dieses 'das-Kind-darf-traurig-sein-Ding'. Das macht mich mittlerweile richtig wütend. Was für eine Aussage. Natürlich "darf" es das. Aber es MUSS es nicht und es WILL es nicht.

Wenn jetzt eine Mutter mit ihrem Kind schimpft weil es traurig ist, nachdem der Lego-Turm eingestürzt ist, dann ist es angebracht zu sagen: "Dein Kind darf doch darüber traurig sein." Aber immer als Ausrede für eine so unnötige Traurigkeit, die absichtlich herbeigeführt wird, und die zudem zu schweren Traumata führen kann, das lasse ich so einfach nicht gelten.

Die Fremdbetreuung

Denn es ist nur der Versuch, diesen Schmerz, den das Kind empfindet, für die Eltern schön zu färben. Würde ein Mann seiner Frau absichtlich seelischen Schmerz zufügen und ihr Weinen dann mit "sie darf traurig sein" kommentieren, dann wären sich alle einig, dass das völlig daneben ist.

Urnaturaen: Meine Wortwahl im ersten Beitrag zur Selbstbetreuung war einfach unpassend. Wurde anders verstanden, als ich hoffte. Auch ich muss meinen Schreibstil und meine Richtung finden. Ihr helft mir dabei. Mit Kritik und auch mit Bestärkung. Lasst uns ein bisschen Randgruppenkuscheln. Für die ist dieser Artikel. Ich weiß, dass ihr da draußen seid.

Die Beurteilung beziehungsweise Wertung entsteht schon mit dem Wort 'Fremdbetreuung' alleine dieses Wort stößt vielen sauer auf beziehungsweise man fühlt sich gleich aufs schärfste angegriffen.

Man sieht sich scheinbar auch genötigt zur Rechtfertigung (durch solche Artikel), genauso wie selbst betreuende Mütter, ja ständig raushängen lassen müssen, dass sie ihre Kinder nicht in eine Kita/Kiga oder zur Tagesmutter geben. Ist das nur ein Onlinephänomen? Mal davon abgesehen, dass dieses Wort 'Fremdbetreuung' auch in Fachliteratur benutzt wird, es heißt nunmal so.

Die Realität sieht ganz anders aus, wenn ich mich so in meinem Umfeld umschaue und in dem Anderer. Man wird wohl eher beäugt und kritisiert, wenn man seine Kinder nicht 'fremdbetreuen' lässt. Diese Übermutter. Wie schön, dass wir uns das leisten können.

Hört man da nicht einen kleinen O-Ton? Ja, wie machen die das bloß. Diese alleinerziehenden, ohne Kindergarten. Hartz IV? Hotel Ehemann? Nein, es ist ganz einfach ein sparsames Leben, vielleicht sogar mit Verzicht. Den andere nicht üben wollen. Gut, wir ja scheinbar schon.

Wo ist das Problem? Wo ist überhaupt das Problem, wenn ich mich nicht gut dabei fühle, dass meine Kinder den halben, oder sogar den ganzen Tag außer Haus sind? Und dabei sind ja nur die Sicht und die Gefühle der Eltern berücksichtigt.

Wo bleiben die Gefühle der Kinder?

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Stehen die an zweiter Stelle? Wie kann ein Kind im Alter von 12 Monaten äußern, was es möchte? Es fügt sich wohl einfach den Umständen. Bindet sich an die Person, die zum Binden da ist. Die Erzieherin.

Mama muss wieder arbeiten oder etwas für sich tun. Nach dem ganzen Mutterknast. Schließlich geht es dann beiden gut. Bedürfnisorientiert heißt ja auch, einen guten Weg für alle finden, nicht nur für das Kind.

Dazu ein Gedanke von Stephanie S: Ich finde den Ansatz von Jesper Juul gut. Im Hinblick auf die Frage, welcher Typ Mensch soll mein Kind als Erwachsener mal werden, oder besser: Welche Eigenschaften festigen sich bereits bei einem Kind?

Ich wünsche mir, dass meine Tochter ihr sanftes und gleichzeitig selbstbestimmtes, offenes lebensbejahendes Wesen behält. Sie konkurriert kaum (oder sehr wenig) und sie betrachtet die Welt aus einer positiven Brille.

Die Welt als einen ihr zugewandten, sicheren Ort erlebt und optimistisch und mit großem Selbstvertrauen in die Welt hinausgeht. Ich denke, die Umstände im KiGa erschweren es den Kindern diese Unbeschwertheit, "Reinheit" zu bewahren.

Was nicht bedeutet, dass die Kinder alle pessimistischer sind. Jeder Mensch bringt ja auch noch individuelle Voraussetzungen und persönliche Ressourcen mit. Und die Haltung der Erzieher und die Qualität der Einrichtung spielt auch noch eine Rolle. Aber eins steht fest, Kita-Kinder müssen früher lernen zu funktionieren. Und das hinterlässt Spuren und ermüdet.

Ja, mir hat eine Freundin auch schon gesagt, ich könne mein Kind nicht immer beschützen. Nein das kann ich nicht, aber so lange es mir möglich ist, muss ich nichts künstlich konstruieren.

Und je mehr Schutz sie jetzt erfährt, desto stärker wird sie sein, wenn sie wirklich mal auf sich gestellt ist! Ich kenne diese Vorurteile, ich kenne diese Verteidigungen. Wir müssen aufhören uns rechtfertigen zu wollen. Wir wissen was wir tun.

Es ist und bleibt ein Fakt, dass die moderne Fremdbetreuung nicht für die Kinder gemacht wurde, sondern für die Erwachsenen. Wer seine Arbeit mehr liebt und braucht, als für seine Kinder greifbar zu sein, der lebt halt so, aber er kann nicht behaupten, er wählt den bedürfnisorientierten Weg.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Urnaturaen.

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