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7 Fehler, die du auf deiner Über-mich-Seite machst

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Die Sache ist die: Deine Über-mich-Seite ist das Herzstück deiner Website. Sie ist der Ort, an dem deine Website Persönlichkeit bekommt und du als Mensch hinter den Worten sichtbar wirst. Egal, ob du als Freiberufler arbeitest, ein eigenes Business hast oder „nur zum Spaß" bloggst - auf deiner „About"-Seite entscheidet sich, ob aus einem flüchtigen Websitebesucher ein begeisterter Leser, treuer Fan oder neuer Kunde wird.

Solltest du bisher keine bis nur wenige Gedanken an deine Über-mich-Seite verschwendet haben - hier ist deine Chance, das zu ändern. Trifft eine der folgenden Aussagen auf deine Über-mich-Seite zu? Dann solltest du dich dringend intensiver mit dem Thema auseinandersetzen.

1. Du erzählst eine langweilige Geschichte

„Hallo, ich heiße Mona. Ich bin 33 Jahre alt. In meiner Freizeit ... Nach meinem Studium ..." Gäähn. Wenn du vorhast, deine Leser in einen langen, tiefen Schlaf zu befördern, nur zu: Schreibe auf deiner „About"-Seite so, als würdest du einen trockenen Lebenslauf für deine Bewerbung zum Regale-Einräumen erstellen. Alternativ kannst du auch deine gesamte Lebensgeschichte ausbreiten. Am besten chronologisch und vollständig (lasse ja nicht das Zertifikat für den Schreibmaschinenkurs aus dem Jahre 1996 aus!). Mal im Ernst: Deine Über-mich-Seite ist mehr als nur die harten Fakten deiner Biographie. Deine Leser haben eine unterhaltsame Geschichte aus deinem Leben verdient.

2. Du erzählst keine Geschichte

Auch das gibt es: „Hey, ich bin Antonia und arbeite als Fotografin. Hier kannst du mich buchen. Tschüssi." Geschichten erzeugen Emotionen und Emotionen schaffen Beziehung. Wenn du auf deiner „About"-Seite keine Geschichte über dich erzählst, werden deine Leser folglich auch keine Beziehung zu dir aufbauen können.

3. Du bist Superwoman

Wenn ich beim Lesen deiner Über-mich-Seite den Eindruck habe, dass du Superman, Spiderman und Batman in einer Person bist, nehme ich dir das nicht ab. Ich will nicht von perfekten, geradlinigen Roboter-Lebensläufen lesen (die setzen mich immer so unter Druck), sondern von Menschen! Menschen, die Erfahrungen gesammelt, Fehler gemacht und daraus eine Menge gelernt haben. Ich will von Menschen lesen, die verrückte Seiten haben und seltsame Eigenarten. Superhelden sind immer so unnahbar. Mit „echten" Menschen gehe ich hingegen gerne eine Beziehung ein.

4. Du lügst

Auf deine Über-mich-Seite gehört die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Selbstverständlich brauchst du dein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Doch hier und da etwas ausschmücken ist etwas anderes als grobe Übertreibungen oder gar Lügen. Erfinde keine Gastartikel, wenn es noch keine Gastartikel von dir gibt. Denke dir keine Testimonials aus, wenn du erst mit deinem Business gestartet bist. Lügen kommen immer heraus. Immer.

5. TMI

Deine Leser lieben Geschichten - lustige, spannende, traurige, motivierende. Wenn du aber zu sehr auf die Tränendrüse drückst, wird es unangenehm. Erkrankungen, Trennungen, Todesfälle, Insolvenz ... Sei sehr, sehr sparsam mit solchen Schicksalsschlägen oder lasse sie am besten ganz weg. Diese Art von Information könnte für deine Leser schnell „too much" sein. Für die meisten Blogs sind sie gar nicht erst relevant. Solltest du dich dennoch dafür entscheiden, solch sensiblen Details preiszugeben, dann frage dich bei jeder Information, die du teilst, welche Gefühle bei den Lesern dadurch hervorgerufen werden könnten. Unangenehme Gefühle möchtest du schließlich nicht erzeugen.

6. Du sendest Werbe- und Verkaufsbotschaften

Schon klar. Du möchtest auf deiner Website Leser zu Abonnenten, Kunden oder Käufern machen. Doch aufdringliche Werbe- und Verkaufsbotschaften sind auf deiner „About"-Seite eindeutig fehl am Platz. Setze auf deiner Über-mich-Seite lieber auf die Beziehungsebene und baue Vertrauen zu deinem Wunschkunden auf. Damit legst du eine solide Basis für eine zukünftige Zusammenarbeit.

7. Du schreibst nur über dich

„Ich ..." „Ich ..." „Ich ..." Wenn deine Über-mich-Seite so aussieht, ist dringender Überarbeitungssbedarf vorhanden! So hart es klingt: Die wenigsten Leser interessieren sich für dich, deinen Blog oder deine Produkte. Die meisten von ihnen treibt die Frage um, was sie von dir, deinem Blog oder deinen Produkten haben. Stelle deshalb nicht dich in den Fokus deiner Über-mich-Seite, sondern deinen Wunschkunden! Spreche ihn mit „du" (oder „Sie") an, stelle ihm hin und wieder eine Frage und verbinde Informationen, die du über dich teilst, mit dem Nutzen für deinen Wunschkunden.


Dieser Text erschien zuvor in leicht abgewandelter Form bei: Pinkbiz

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