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So kommen kleine Wohnzimmer groß raus!

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Das Wohnzimmer ist Kernstück eines jeden Zuhauses. Hier verbringen wir viel Zeit und machen es uns mit Familie und Freunden gemütlich. Seine Einrichtung verdient daher besondere Aufmerksamkeit. Nur, was tun, wenn der Raum so klein ist, dass kaum genug Platz zum Aufstellen von Couch, Tisch und Regalen bleibt? Mit diesen 10 Tipps holen Sie das Größtmögliche aus Ihrem kleinen Wohnzimmer heraus.

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1. Helle Farben
Bei der Gestaltung von Räumen stellt sich in der Regel zuerst die Frage nach der passenden Farbgestaltung. Das Wohnzimmer bietet sich eigentlich für Experimente mit satten, warmen Farben an, in kleinen Räumen sollten jedoch zugunsten eines freundlichen und ruhigen Gesamtbildes lieber helle und zurückhaltende Töne gewählt werden. Die Wände dieses Stockholmer Apartments sind in strahlendem Weiß gehalten. So ist es darin trotz Dachschräge nicht zu düster. Hellgraue Polstermöbel und ein Teppich in derselben Farbe erzeugen einen sanften Kontrast, ohne den Raum zu verdunkeln. Was natürlich nicht heißt, dass nicht mit Deko in kräftigen Farben Akzente gesetzt werden dürfen.

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2. Möbel- und Deko-Minimalismus
In ein Wohnzimmer gehört so einiges: Sofa, Sessel, Couchtisch, Bücherregal, Hifi-Schrank, und, und, und. All diese Möbel auf kleinem Raum unterzubringen, ist eine Herausforderung. Damit das Wohnzimmer nicht zugestellt wird und der Weg hindurch einem Parcours zu ähneln beginnt, sollte die Einrichtung auf das Nötigste reduziert werden. Sortieren Sie aus. Ein Umzug ist der ideale Anlass, sich von Ballast zu befreien. Je weniger es zu verstauen gibt, desto weniger Schränke und Regale brauchen Sie. Sparsam möbliert, wirken kleine Räume gleich viel luftiger. Auch bei der Deko sollten Sie sich zurückhalten. Einige ausgewählte und wohlplatzierte Stücke reichen.

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3. Sofa und Sessel
Wuchtige Möbel gehören nicht in kleine Zimmer. Anstelle einer ausladenden Sofalandschaft eignet sich eine schmale, mit Sesseln kombinierte Couch viel besser. Je nach Bedarf können Stühle oder leichte Sessel bequem hin und her geschoben werden. Falls gelegentlich Übernachtungsgäste kommen, sollten Sie auch darüber nachdenken, ob sich die Anschaffung eines Schlafsofas lohnt.

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4. Couchtisch = Hocker
Zwei in einem! Die Idee einer multifunktionalen Einrichtung ist so einfach wie praktisch - und sollte im gesamten Wohnzimmer Anwendung finden. Zum Beispiel mit einem Couchtisch, der zugleich als Hocker genutzt werden kann. Bei den Briten gehört der gepolsterte (und oft auch kapitonierte) Fußhocker oder Pouf zum festen Wohnzimmer-Inventar - so auch in diesem Londoner Townhouse. Glasplatten oder Tabletts schützen den Polsterstoff vor Verschmutzung.

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5. Flexibler Tisch
Eine frei im Raum stehende Couch verleiht dem Wohnzimmer nicht nur Tiefe, auf ihrer Rückseite kann zugleich ein Konsolentisch platziert werden. Als Ablage, Schreib- oder Esstisch erfüllt er mehrere Funktionen zugleich. Unter ihm lassen sich Hocker platzsparend verstauen. Und bei Besuch räumt man das ganze Ensemble einfach auf die andere Sofaseite, um dort gemütlich beisammensitzen zu können.

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6. Einbauschrank und hohe Regale
Wenn der Platz in der Breite begrenzt ist, muss nach oben ausgewichen werden. In diesem Beispiel wurde ein raumbreiter Einbauschrank in den Wohnraum integriert, der bis unter die Zimmerdecke jeden Zentimeter ausnutzt. Offene und mit Türen verschlossene Fächer wechseln sich ab. Hinter den Schrankfronten und in den Schubladen verschwindet alles, was nicht repräsentabel ist und unaufgeräumt aussehen würde. Gleichzeitig tritt das ganze Einbauelement optisch in den Hintergrund.

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7. Plexiglas-Möbel
Gut, Möbel aus Acrylharz sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Aber gerade in kleinen Zimmern wirken sie wahre Wunder. Ob in Form eines Stuhls (zum Beispiel: „Ghost-Chair", Kartell) oder als Couchtisch - die durchsichtigen und robusten Objekte passen in jedes Interior, ohne es zu dominieren. Die Herrschaft überlassen sie anderen Einrichtungsgegenständen, wie einer schönen Couch oder einem edlen Teppich.

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8. Wandaufhängung
Wenig lässt Räume so großzügig wirken wie ein bis in die Ecken sichtbarer Fußboden. Deshalb sollten Einrichtungsgegenstände, wo es sich anbietet, an der Wand befestigt werden. In einem kleinen Wohnzimmer wird ein voluminöser Hifi-Schrank überflüssig, wenn man den Fernseh-Flatscreen an einer Wandhalterung montiert. Wer eine Ablage für weiteres Zubehör benötigt, kann zusätzlich Regalbretter unterhalb des TV-Gerätes anbringen.

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9. Akzente setzen
In kleinen Wohnzimmern muss nicht auf Kunst verzichtet werden. Gemälde oder Drucke, die den Großteil einer Wand einnahmen, können einen Raum sogar größer erscheinen lassen. Besonders hohe Bilder strecken den Raum optisch und lassen ihn weniger gedrungen wirken.

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10. Spiegel
Kleine Räume haben oft kleine Fenster, weshalb es ihnen nicht selten an Tageslicht mangelt. Mit einem Wandspiegel zaubern Sie mehr Helligkeit in kleine Wohnzimmer. Am besten hängen Sie den Spiegel im rechten Winkel zum Fenster oder dem Fenster gegenüber auf. So lenkt er Licht in den ganzen Raum und vergrößert ihn optisch.

Dieser Artikel über 10 Einrichtungstipps für kleine Wohnzimmer wurde zuerst veröffentlicht auf Houzz.

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