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WM 2006: Medienerklärung des Awalts von Theo Zwanziger

21/10/2015 14:41 CEST | Aktualisiert 21/10/2016 11:12 CEST
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Im September 2015 erschien in der Huffington Post der Beitrag „Krankenakte Katar: ‚Krebsgeschwür' im System".

Durch die Klage Katars sei es notwendig geworden, so der Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz, der Dr. Theo Zwanziger in diesem Rechtsstreit vertritt, nochmals ausführlich die Positionen dieser deutlichen „Katar-Kritik" darzulegen und unter Beweis zu stellen.

In seiner Mail vom 19. Oktober 2015 nimmt der Anwalt aus Diez/Lahn nun Bezug auf die derzeitige Berichterstattung zur vermeintlichen Urheberschaft seines Mandanten Theo Zwanziger hinsichtlich der „Spiegel"-Veröffentlichungen. Da er sich derzeit in Urlaub befindet bat er Hans-Jörg Metz darum, die nachfolgende Medienerklärung abzugeben, die hier wortwörtlich übernommen wird:

„1. Im Anschluss an die Erklärung vom 18. Oktober 2015 weisen wir nochmals auf das schärfste die formulierten Verdächtigungen zurück und haben leider festzustellen, dass der DFB bezüglich der Spiegel-Berichterstattung zur Vergabe der WM 2006 wieder einmal statt sachliche Aufarbeitung dieses Vorganges zu betreiben mithilfe einiger bekannter Helfershelfer in den Medien Legenden strickt, die unseren Mandanten schädigen sollen.

2. Seit drei Jahren bittet Dr. Zwanziger den DFB-Präsidenten Niersbach seiner Pflicht zur Aufklärung nachzukommen, denn der großartige Verlauf der WM 2006 hat es nicht verdient, mit Spekulationen beschädigt zu werden. Soweit von Seiten des DFB dargestellt wird, dass seit Juni 2015 aufgeklärt werde, erscheint nicht unproblematisch, dass dies durch den Kontrollausschuss, der unter der Weisungsbefugnis des in der vorliegenden Sache beteiligten Präsidenten steht, erfolgen soll.

Soweit hiermit vorgeblich auch eine große Wirtschaftskanzlei beauftragt ist, sollte klargestellt werden, wann exakt die Beauftragung erfolgt ist, und welche Ergebnisse nach doch über 4 Monaten der Prüfung denn nun vorliegen. Insgesamt ist auffällig, dass Herr Dr. Zwanziger im Rahmen der angeblichen Ermittlungen zu keinem Zeitpunkt befragt wurde, obwohl er sie doch selbst angeregt hat.

3. Dr. Zwanziger hat in dem Interview mit dem Spiegel auch in Anwesenheit des weiteren Interviewpartners Professor Pieth auf die Frage nach ‚schwarzen Kassen' eine klare Antwort gegeben. Offensichtlich mit Blick auf die beabsichtigten Veröffentlichungen vom Folgetag wurde diese Passage nicht als Teil des Interviews verbreitet. Der Spiegel wurde zwischenzeitlich gebeten, die Veröffentlichung dieser Passage nachzuholen.

4. Mein Mandant wird nach Rückkehr aus seinem Urlaub alle ihm vorliegenden Erkenntnisse zusammenfassend darstellen und sodann auch durch eine eidesstattliche Versicherung dokumentieren, die dann im Zuge der weiteren Bearbeitung, durch wen auch immer, im erforderlichen Umfang Verwendung finden kann.

Herr Dr. Zwanziger sieht sich hierzu veranlasst, nachdem offensichtlich durch umfangreiche Legendenbildung zur Schädigung des Ansehens meines Mandanten von der Aufklärung des eigentlichen Sachverhaltes abgelenkt werden soll."

Theo Zwanziger hat seinen Anwalt autorisiert, für den Fall weiterer abträglicher Berichterstattung die Kenntnisse hinsichtlich des vom Spiegel behaupteten Sachverhaltes ggf. in einem Pressegespräch zu vermitteln.

Weitere Informationen:

Dr. Theo Zwanziger

So soll das Sommermärchen vom DFB gekauft worden sein, FOL. 17.10.15

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