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Wie Menschen den Fashion Revolution Day unterstützen

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SHOPPING STREET FASHION
pixelfit via Getty Images
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Zum Fashion Revolution Day am 24. April 2017 möchte die weltweite Kampagne Fashion Revolution erneut auf die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie hinweisen. Die sozialen Netzwerke werden an diesem Tag voller Fotos von Menschen sein, die ihre Kleidung auf links tragen und so das Label „Made in..." zeigen.

Es werden sich Menschen aus über 68 Ländern mit Events, Flashmobs, Workshops und einer weltweiten Selfie-Kampagne beteiligen. Mit prominenter Unterstützung von Musiker Thomas D, der auch zu Deutschlands Gesichtern der Nachhaltigkeit gehört, und den Designerinnen Anja &Sandra Umann von Umasan stellen alle den Modemarken die gleiche Frage: „Who made my clothes?"

„Fair kaufen" ist nur eine Seite des Themas - „Fair werten" die andere. Allein in Deutschland werden jährlich etwa eine Million Tonnen Gebrauchstextilien aussortiert. Abgelegte und aussortierte Kleidungsstücke sollten am Ende nicht einfach im Müll landen, sondern können in einem verantwortungsvollen Second Hand-Programm oder durch Textilrecycling noch weiter verwendet werden.

Das bundesweite Netzwerk FairWertung besteht aus über 100 gemeinnützigen Organisationen und setzt sich seit 1994 für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung ein.

Die teilnehmenden Organisationen verpflichten sich, gesammelte Textilien sinnvoll, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig weiterzuverwenden. FairWertung informiert über den Nutzen von Textilrecycling und klärt über den globalen Handel mit Gebrauchtkleidung auf. Der Verband fördert den Ausbau der Secondhand-Strukturen in Deutschland und engagiert sich für eine höhere Akzeptanz von Secondhand-Kleidung.

Der Dachverband hat als erste Organisation im Altkleidermarkt Standards für Kleidersammler entwickelt und nachhaltig umgesetzt: Gemeinnützige Altkleidersammler, die sich verpflichten, die Standards einzuhalten, dürfen mit dem Namen und Zeichen FairWertung für ihre Kleidersammlungen werben.

Die Textilien oder die Erlöse aus einem Verkauf werden für gemeinnützige oder soziale Zwecke eingesetzt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist dies eine wichtige Orientierungshilfe, wenn sie ihre aussortierten Textilien verantwortungsvoll und für einen guten Zweck spenden möchten.

Seit April 2017 stellt der Outdoor-Ausrüster VAUDE in allen 15 VAUDE Stores deutschlandweit Sammelboxen zur Verfügung.

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Copyright: VAUDE

Damit sollen die Kunden dazu ermuntert werden, abgelegte Kleidung für einen guten Zweck zu spenden, anstatt sie in die Mülltonne zu werfen. Mit Hilfe der Flyer, die direkt neben der Box ausliegen, kann sich der Kunde informieren, was mit seiner Kleiderspende geschieht.

Der Store-Betreiber leitet die gesammelte Kleidung an eine dem FairWertung-Dachverband angeschlossene Organisation weiter. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Textilien von VAUDE oder einem anderen Hersteller handelt.

Seit fünf Jahren arbeitet das Unternehmen mit dem Dachverband FairWertung e.V. zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation werden alle nicht mehr verkäuflichen Retouren und Muster direkt an Organisationen gespendet, die sich dem Verhaltenskodex des Dachverbands verpflichtet haben.

Weitere Informationen zu den Themen Reparatur, Upcycling und Restkultur:

Claudia Silber und Alexandra Hildebrandt: Circular Thinking 21.0: Wie wir die Welt wieder rund machen von Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2017.

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