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Was Unternehmen für die Dekarbonisierung der Wirtschaft brauchen

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Die weltweite Energienutzung muss sich von fossilen Brennstoffen verabschieden. Die Leidtragenden sind dabei die Förderländer von Öl, Gas und Kohle. Die Frage, wie eine mögliche Kompensation aussehen könnte, muss nach Dr. Sonja Peterson, seit 2010 Management Koordinatorin des Instituts für Weltwirtschaft und seit 2012 wissenschaftliche Geschäftsführerin am Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, deshalb in den Vordergrund rücken.

Dass bei den letzten Klimakonferenzen über Dekarbonisierung gesprochen wurde, sieht sie als echten Fortschritt: Nur wenn es tatsächlich Ziel der Verhandlungen ist, die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen und die weltweite Energie wirklich zu dekarbonisieren, kann über Möglichkeiten der Kompensation - beispielsweise durch Emissionsrechte, Technologietransfer oder Entwicklungshilfe, verhandelt werden.

Das Klimaproblem ist eines der zentralen Probleme der Menschheit. Mit Blick auf den G20-Gipfel in Hamburg und die COP23 in Bonn trifft sich die Otto Group gemeinsam mit Dr. Michael Otto (Aufsichtsratsvorsitzender, Otto Group), Andreas Engelhardt (Geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter, Schüco International KG), Bjørn Gulden (Vorsitzender geschäftsführender Direktor, PUMA SE), Christian Lewandowski (Vorstandsvorsitzender, Gegenbauer Holding SE & Co. KG), Volker Christmann (Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche ROCKWOOL), Dr. Monika Griefahn (Direktorin für Umwelt und Nachhaltigkeit, AIDA Cruises), Sabine Nallinger (Stiftung 2°, Vorständin) mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Für die Dekarbonisierung der Wirtschaft brauchen Unternehmen klare, nachhaltige und ambitionierte Rahmenbedingungen - diese Forderung erneuern die Förderer der Stiftung 2° anlässlich dieses Treffens, bei dem es unter anderem um die Lage der internationalen Klimaschutzpolitik, CO2 in der Wertschöpfungskette sowie Möglichkeiten für die Unterstützung der internationalen Entwicklungspolitik der Bundesregierung durch Unternehmen geht.

„Die G20-Staaten sind weiter gefordert, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und damit die Transformation der Wirtschaft aktiv voranzutreiben", sagt Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Präsidiumsvorsitzender der Stiftung 2°, vor dem Treffen am 22. Juni in Berlin. Die Unternehmen wollen und werden ihren Beitrag dazu leisten - allerdings benötigen sie dazu einen klaren und langfristig ausgestalteten politischen Rahmen.

„Nach der Ankündigung der USA, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten, ist es umso wichtiger, dass die anderen Nationen geschlossen vorangehen", bekräftigt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°.

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist sie nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken.

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