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Ohne Unterstützung des Privatsektors können die 17 UN SDGs nicht erreicht werden

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Fred De Noyelle /GODONG via Getty Images
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Die UN hat einen Fortschrittsbericht zu den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) vorgelegt, deren Ziele das umfangreiche Spektrum der Bedürfnisse von Mensch, Umwelt und Wirtschaft abdecken: von der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, Bildung und Gesundheit, Frieden, Gerechtigkeit, dem Kampf gegen Armut, über den Klima- und Artenschutz bis hin zu nachhaltigem Konsum und einer verantwortungsvollen Wirtschaft.

Die Daten, mit denen ein Status zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele vermittelt wird, stammen aus nationalen Statistiksystemen und wurden global oder regional konsolidiert. Fortschritte sind beispielsweise beim Ziel „Keine Armut" zu erkennen, wo sich die weltweite Armutsrate seit 2000 um die Hälfte verringert hat.

Dabei hilft auch die Austrian Development Agency (ADA), die mit zivilrechtlichen Organisationen, Regierungen und der Wirtschaft zusammenarbeitet und im Auftrag des österreichischen Bundes Entwicklungsprogramme und -projekte plant, finanziert und begleitet. „In gemeinsamen Projekten mit Unternehmen tragen wir dazu bei, den Privatsektor in unseren Partnerländern zu stärken, Projekte so zu gestalten, dass sie nachhaltig sind und die Lebensumstände der Menschen verbessern", sagt Martin Ledolter, seit Juli 2013 Geschäftsführer der ADA.

Der enorme Bedarf an Investitionen in wichtige Projekte in Entwicklungsländern kann nicht allein von der öffentlichen Hand gestemmt werden. Der Privatsektor ist der Schlüssel zum Erreichen der SDGs, betont auch Neven Mimica, der erste kroatische EU-Kommissar für Entwicklungszusammenarbeit.

Es sei deshalb eine wichtige Aufgabe, „eine starke Einbindung des Privatsektors sowie Allianzen mit mehreren Stakeholdern politisch zu unterstützen, zu formen und zu lenken."

Die Situation in Teilen Afrikas ist trotz kleiner positiver Fortschritte auch bei anderen Zielen immer noch sehr unbefriedigend. Der Bericht betont die Relevanz von guten und verfügbaren Daten bzw. modernen Statistiksystemen für eine konsequente Verfolgung der Nachhaltigkeitsziele.

Um die Datenanforderungen der SDGs erfüllen zu können, bräuchten Entwicklungsländer eine jährliche Unterstützung beim Ausbau ihrer Statistiksysteme in Höhe von 1 Billion US-Dollar - eine nachhaltige Aufgabe für die großen Technologieunternehmen.

Weitere Informationen:

Ausgangspunkt der im April 2017 von der Bundesregierung gegründeten Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 sind die Zielkonflikte zwischen legitimen Ansprüchen und Nachhaltigkeitszielen. Die Plattform dient als Forschungsverbund, Think-Tank und Dialogforum. Sie setzt sich aus 26 führenden Vertretern aus Wissenschaft und Gesellschaft zusammen.

Sie wird von einem breit besetzten Lenkungskreis gesteuert. Ihm gehören 26 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft an, die Empfehlungen und Handlungsoptionen erarbeiten werden, darunter die Innovationsforscherin Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Inhaberin des Lehrstuhls Innovations- und TechnologieManagement iTM am Karlsruher Institut für Technologie KIT und Leiterin des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.

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