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Steffi Henn: AUF EIN WORT

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Die Kraft der Bilder

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Foto und Copyright: Steffi Henn

Steffi Henn arbeitete 17 Jahre national und international vor der Foto- und Filmkamera (TV-Werbungsbereich) als Model und als professionelle Tänzerin. Der Wechsel hinter die Fotokamera erfolgte vor sechs Jahren - völlig ungeplant. Schnell wurde klar, dass der neue Weg auch der richtige für sie ist: Mit der positiven Resonanz auf ihre Arbeit stellten sich auch nachhaltige Erfolge ein. Mittlerweile ist Steffi Henn nicht nur aufgrund des Fotoprojekts AUF EIN WORT eine feste Größe in der Branche.

Gemeinsam mit Valerie Niehaus und ihrer Schauspielkollegin Christina Hecke rief Steffi Henn die Initiative AUF EIN WORT ins Leben, um einen wichtigen Beitrag zu mehr Gemeinschaft - Inspiration, Kommunikation, Öffnung und Vertiefung des Miteinanders - zu leisten.

Dabei gewinnt das WORT - das, was die Philosophin Hannah Arendt das an einem Menschen Flüchtigste und zugleich Größte genannt hat - besondere Bedeutung.

Steffi Henn liebt es, „die Essenz eines Menschen abzulichten": nicht das, was er selbst manchmal zu sein glaubt, sondern das Wesentliche, die ganz eigene Qualität, die jeden Einzelnen zu etwas ganz Besonderem macht.

Im Zeitalter von Facebook, in dem aus dem Menschenantlitz oft ein Face wird, ein Gesicht ohne Aura, gibt sie ihnen ihre Seele wieder und eine innere Strahlkraft, ohne die unsere Zukunft dunkel bleiben würde.

Ihre Fotos zeigen keine Menschen, die sich vordrängen und ihr Ego ausstellen, sondern das, was sie im Innersten ausmacht. Das Fotoprojekt ist zugleich ein nachhaltiger Gegenentwurf zur Selfisierung unserer Gesellschaft.
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Hier erzählt Steffi Henn ihre AUF EIN WORT-Geschichte:

„Als Valerie Niehaus auf mich zukam mit dem Wunsch, etwas Positives in die Welt zu tragen, Menschen daran zu erinnern, worum es wirklich geht im Leben, war mein Herz sofort entflammt.

Von Natur aus bin ich jemand, der nicht gerne ‚gegen' etwas ist, sondern bevorzugt ‚für' etwas einsteht.

Mit unserer Gemeinschaftsinitiative möchten wir nicht nur eine Gruppe erreichen, sondern jeden Menschen.

Wir sind geschockt, wenn von Kriegen, Attentaten, Katastrophen etc. in den Nachrichten berichtet wird.

Für mich ist alles Energie und passiert auch nur aufgrund von Energie - es kann deshalb nicht nur im Großen stattfinden, sondern fängt im Kleinen an, um groß zu werden. Und so entwickelte sich die Frage: Was wäre, wenn es tatsächlich einen Effekt für das Große haben würde, wie wir im Kleinen mit unseren Mitmenschen und uns selbst umgehen?

Da ist es egal, ob es Situationen im Straßenverkehr betrifft, den Nachbarn, der uns manchmal nervt, eine Kassiererin an der Supermarktkasse oder gar der eigene Partner oder die Partnerin.

Das Leben und der Alltag holt uns in die Verantwortung, die Dinge selbst zu verändern und selbst in die Hand zu nehmen.

Niemals sollte unterschätzt werden, was für ein Effekt jeder Einzelne, egal ob prominent oder nicht, in dieser Welt hat. Dazu möchte ich und wollen wir ermutigen.

Ich habe das Wort ‚Loslassen' gewählt, weil es für mich für so vieles im Leben steht und gleichermaßen auch eine wiederkehrende persönliche Aufgabe darstellt: Loslassen vom Alten, von Verletzungen, die uns eigentlich nur noch blockieren, von Ideen oder Bildern, die wir haben, wie wir oder jemand anderes oder eine Situation sein soll, von der Kontrolle, von Reaktionen - um sich im zweiten Schritt zuzulassen und somit auch das Außen.

Loslassen ist außerdem verbunden mit der Akzeptanz, die ebenfalls einen großen Stellenwert und Aufmerksamkeit in meinem Leben hat."

Weitere Informationen:

Über AUF EIN WORT


AUF EIN WORT: Gemeinschaftsinitiative von Valerie Niehaus


Warum ich die Gemeinschaftsinitiative AUF EIN WORT unterstütze