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Sonnige Aussichten: Warum die Zukunft jetzt beginnen muss

26/11/2015 18:31 CET | Aktualisiert 26/11/2016 11:12 CET
Rawpixel Ltd via Getty Images

Die wichtigste Energiequelle der Menschheit

Wenn Sonnenstrom in Zukunft die wichtigste Energiequelle der Menschheit wird, dann sollte die Zukunft so rasch wie möglich beginnen. Sagt der US-amerikanische Unternehmer, Investor und Erfinder Elon Musk.

Nach einem Bachelor-Abschluss in Wirtschaft und Physik, brach er sein Studium an der Stanford University ab und gründete das Internet-Unternehmen Zip2. Es folgte Gründung von X.com (später PayPal) und 2002 die Raumfahrtfirma SpaceX. Ein Jahr später stieg er beim Elektroauto-Hersteller Tesla Motors ein, dessen CEO er später wurde.

Mit SolarCity finanzierte er die größte Installations- und Finanzierungsfirma für Solarmodule für Privat- und Geschäftskunden.

Zuerst begann das Unternehmen mit dem Verkauf von Energiespeichersystemen, die in Zusammenarbeit mit Tesla Motors entstanden.

Alles, was Musk macht, ist nachhaltig miteinander verbunden: Über kurze oder längere Zeit hängen alle Unternehmen von ihm mit den anderen zusammen. Vor diesem Hintergrund muss auch SolarCity als Teil seiner „einheitlichen Feldtheorie" verstanden werden:

„Tesla produziert Batteriepacks, die SolarCity an Endkunden verkauft. SolarCity liefert die Solarmodule für die Tesla-Ladestationen, sodass Tesla den Fahrern kostenloses Aufladen anbieten kann." Zudem rüsten Model-S-Besitzer ihr Haus häufig mit Solarmodulen auf.

Auch Tesla und SpaceX sind miteinander vernetzt: Es erfolgt ein Wissenstransfer über Materialien, Fertigungsverfahren und Feinheiten des Betriebs von Fabriken, „in denen die beiden Unternehmen so viel in Eigenregie entwickeln und produzieren".

Sind mehr Elektroautos auf der Straße, lassen sich auch ihre Batterien als rollender Energiespeicher nutzen. Akkus können Strom tanken, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und in Zeiten der Knappheit wieder ins Netz einspeisen: „So würden sie helfen, die Schwankungen in der Produktion von Ökostrom aus Wind und Sonne auszugleichen." (FAZ, 28.2.2014)

Teslas Vertriebspartner in Deutschland ist der Ökostromanbieter LichtBlick. Die LichtBlick SE ist ein unabhängiges Energieversorgungsunternehmen und Marktführer im Bereich Ökostrom. Gegründet wurde es 1998 von Heiko von Tschischwitz, der davon überzeugt ist, dass die Energiebranche als erster traditioneller Wirtschaftszweig voll digitalisiert sein wird (vgl. WirtschaftsWoche 20/8.5.2015).

Der Stromverbrauch würde seiner Ansicht nach um weniger als zehn Prozent steigen, wenn alle Autos in Deutschland Elektroautos wären:

„Heute stammt der Strom immer noch zu 75 Prozent aus Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken. Der muss ersetzt werden. Zumal das Potenzial des Ökostroms riesig ist. In Zukunft haben wir regenerativen Strom im Überfluss. So viel, dass wir sogar damit werden heizen können."

Lichtblicke im Kleinen

Wo finden sich diese großen Ansätze im Kleinen? Und wie können die Kleinen, vor allem Kinder, ermutigt und bewegt werden, sich mit dem Großen zu beschäftigen? Wie wird Zukunft schon heute greifbar? Und wie hängt das Große mit dem Kleinen zusammen?

LichtBlick ist ein schönes Beispiel dafür: Einerseits kooperiert das Unternehmen mit den innovativsten Großunternehmen der Gegenwart, andererseits arbeiten auch viele kleine und mittlere deutsche Unternehmen mit ihm zusammen.

Dazu gehört auch die memo AG in Greußenheim. Der Ökoversender bezieht seit 2001 seinen Strom über die LichtBlick GmbH aus 100 Prozent regenerativen Energien. Dabei wird auf das zusätzliche "ok power"-Siegel geachtet, das garantiert, dass mindestens ein Drittel des erzeugten Stroms aus neuen Kraftwerkanlagen, die nicht älter als sechs Jahre sind, stammen.

„Durch den Bezug von Ökostrom können wir somit seitdem ca. 90 Prozent CO2-Emissionen einsparen", heißt es auf der Website.

Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang auch, wie das komplexe Thema Solarenergie für Kinder greifbar gemacht werden kann.

Elon Musk spricht immer wieder davon, dass auch Fahrspaß bei aller Nachhaltigkeit und die Freude an Physik eine wichtige Rolle spielen. Dieser Ansatz wird von memo für Kinder übersetzt: Es geht um „Spielspaß und Wissen", denen sich ebenfalls Schülerlabore der Helmholtz-Zentren widmen:

So werden hier Spiele zum Thema Physik zum Download angeboten, darunter ein Solarmobil-Rennen auf der Teststrecke des Schülerlabors Quantensprung.

Hier sind Solarzellen verteilt, die die Schüler einsammeln müssen, um Hindernisse zu überwinden. Zusätzliche Punkte (Sonnen) können eingesammelt werden, um den eigenen „High-Score" zu verbessern.

Im Sortiment der memo AG finden sich Solar-Spielzeugsets, die mit hochwertigen, kristallinen Solarzellen ausgestattet sind. Auch sie sollen dazu beitragen, das Technikverständnis der Kinder zu schulen und gleichzeitig die Feinmotorik zu trainieren.

Beliebt sind beispielsweise Solar-Konstruktionsbaukästen, Solar-Autos und -Rennwagen mit integrierter Solarzelle und Akku, Solar Acryl-Design-Hubschrauber, Solar-Leuchttürme, Solar-Häuser fürs Spielzimmer, aber auch eine Solar-Schildkröte, eine Solar-Grille und sogar eine Solar-Holzkirche.

Über Lernspiele, die in einem Minikoffer aus Recyclingkarton enthalten sind, lernen Kinder physikalische Gesetze kennen. Mit voll funktionsfähigen Minilaboren können Nachwuchschemiker pH-Wert, Nitratgehalt und Wasserhärte analysieren und die Ergebnisse im Wasserpass eintragen. In der Anleitung sind auch Umwelttipps enthalten.

Ein „Mini-Umweltkoffer" vermittelt wichtige ökologische Zusammenhänge: So können Experimente zur Bodenverschmutzung, zur Ozonbestimmung der Luft und zum Nitratgehalt des Wassers durchgeführt werden. Ein anderer Koffer enthält „Experimente mit Luftballons": 15 Spiele und Experimente widmen sich dem Thema Luft.

Die Website „Umwelt im Unterricht" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ist für Interessierte hier eine wichtige Ergänzung, denn es geht um die Frage „Wem gehört die Luft?" Am Beispiel des Klimawandels werden Schüler/innen zum vorausschauenden Denken und Tun befähigt.

Sie lernen, warum die Atmosphäre der Erde eine begrenzte und zu schützende Ressource ist. Mit Spielen zum Thema Luft soll vor allem die Wirkung des Treibhauseffekts gezeigt werden - und die Erkenntnis, dass die Lufthülle der Erde eng mit dem Klima verbunden ist.

Solche Lernspiele sollten im Zusammenhang gesehen werden, denn Politik, Wirtschaft und Bildung finden nicht im luftleeren Raum statt. Die memo AG bietet Lernspiele seit ca. 15 Jahren an. Sie sind fester Bestandteil des Sortiments "Spielzeug & Freizeit", „weil sie Bildung - ein Thema, das uns besonders am Herzen liegt - und Spaß miteinander verbinden", sagt Claudia Silber, die hier die Unternehmenskommunikation leitet.

Für die Nachhaltigkeitsexpertin ist Spielzeug mit Solarelementen hervorragend geeignet, „um Kindern das Thema alternative und regenerative Energien näher zu bringen. Auch hier findet sich wieder die Einheit zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Spaß am Lernen."

Damit schließt sich der Kreis zu Elon Musk, der immer auf der Suche nach herausragenden Ingenieuren war, die nicht nur gute Abschlüsse, sondern mit ihren Talenten auch schon Außergewöhnliches erreicht hatten, weil sie schon als Kinder mit Natur und Technik vertraut gemacht wurden.

Teil fürs Ganze

Nachhaltigkeit ist ohne Physik nicht denkbar. Sie hilft dabei, komplexe Zusammenhänge einfach zu verstehen. Das kann nicht früh genug vermittelt werden. Und es muss bei Kindern auch nicht gleich das komplexe Solar-Spielzeug sein.

In der Mechanik ist das klassische Beispiel der Spielzeugphysik der Kreisel. Für Claudia Silber ist der Holzkreisel bei memo, der aus FSC-zertifiziertem, naturbelassenem Buchenholz hergestellt ist, das nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, ihr persönlicher Favorit, weil er spielerisch greifbar macht, was uns bewegt. Die Freude am Ganzen.

Es gibt viele Ähnlichkeiten der beschriebenen Wissenszugänge zu Albert Einstein, der als Kind die für Jugendliche verfassten „Naturwissenschaftlichen Volksbücher" von Aaron Bernstein (1812-1884) verschlang. Diese Bücher, sagt der Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn, „sind voll von einfachen Experimenten, und der Autor geht munter über alle Fachgrenzen hinweg" (Der Spiegel 48/2015).

Ihnen verdankt er nicht nur sein Überblickswissen, sondern auch das Gefühl, dass alles mit allem zusammenhängt. Auf dieses Gefühl werden wir auch in Zukunft nicht verzichten können, weil es uns zum großen Ganzen führt.

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