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Schulen goes green: Energie-Effizienz auf dem Abi-Zeugnis

23/07/2017 20:42 CEST | Aktualisiert 23/07/2017 20:44 CEST
thelinke via Getty Images

Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017" verliehen. Damit wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt.

Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland. Die Stadt Essen, die als einzige europäische Stadt die Titel Kulturhauptstadt (2010) und Grüne Hauptstadt Europas trägt, startet 2017 in eine Grüne Dekade:

Der Emscherumbau wird 2020 abgeschlossen sein, im Jahr 2022 findet die Ergebnispräsentation der KlimaExpo.NRW statt, und im Dezember erhielt die Region den Zuschlag für die Internationale Gartenausstellung 2027.

Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden, um nachhaltige Prozesse und Entwicklungen anzustoßen, die dauerhaft die Lebensqualität der Stadt sichern und verbessern. Vereint sind rund 300 Projekte, die die Ruhr-Metropole grüner machen sollen.

In Essen können sich Schüler erstmals den Kurs „Energieeffizienz" für das Abitur anrechnen lassen. Politik und Wirtschaft unterstützen das Leuchtturmprojekt des Gymnasiums Essen-Überruhr (GEÜ), in dem bundesweites Potenzial gesehen wird, denn es geht darum, dass SchülerInnen und Lehrer gemeinsam Ideen entwickeln, was sie vor Ort für den Klima- und Umweltschutz tun können.

Es werden nicht nur die technischen Voraussetzungen für ein transparentes Energiemanagement in den Schulen geschaffen, „sondern durch begleitende Unterrichtseinheiten wichtiges Hintergrundwissen über das Thema Energieeffizienz an die Schülerinnen und Schüler vermittelt", sagt Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen.

Unterstützt wird das Projekt auch aus der Wirtschaft. Der Energiedienstleister ista stattet im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts „ista macht Schule" insgesamt fünf Essener Schulen mit modernster Technologie zum Messen von Energieverbräuchen aus. Diese werden ausgewertet und auf großformatigen Info-Screens in der Schule visualisiert. Die SchülerInnen bekommen so ein Gefühl für den Energieverbrauch in ihren Klassenräumen.

Mit dabei sind auch die Oberstufenschüler des GEÜ. Gemeinsam mit ihren Lehrern wollen sie in ihrem Schulgebäude Energie einsparen. Nach den Sommerferien startet der Projektkurs „GEÜ goes green". Besonders wichtig für die 22 Schüler ist, dass sie den Kurs in die Gesamtwertung der Abiturnote einbringen können. Schulleiterin Gabriele von Heymann spricht von einem großes Interesse der SchülerInnen am Thema Energieeffizienz, das mit dem Eintrag auf dem Abiturzeugnis honoriert werden soll.

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Dies ist ein gutes Beispiel für nachhaltige Bildung, die ihrem Wesen nach analog und mit dem Konzept des aktiven Lernens verbunden ist. Es zeigt, auf welche Weise man sie mit digitalen Medien und Methoden ergänzen und vertiefen kann. Der Umgang mit Digitalisierung in Schulen braucht schlüssige Unterrichtskonzepte und kreative Lernwelten, Anleitungen aus der Praxis, die viel wichtiger sind als die planlose Nutzung von Informationstechnologien.

Nachhaltige Bildung setzt entschlossenes Denken und Handeln voraus, zeigt das Warum, um das Wie zu erleichtern - Voraussetzungen für die Fähigkeit, sich im weiten Feld der Nachhaltigkeit auch später zurechtzufinden und an ihrer Gestaltung mitzuwirken. Dazu müssen Lernen, Wissen und Können schon früh eine Einheit bilden.

Weiterführende Informationen:

Thomas Zinnöcker: Nachhaltigkeit, Energiewende und Digitalisierung. In: CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Hg. von Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer. SpringerGabler, Berlin-Heidelberg 2017.

Alexandra Hildebrandt: Sonne, Wind und Wärme: Wie die Energiewende im Kleinen gelingen kann von Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2017.

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