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Neue Verfassung für ein besseres Europa: Wie die Europäische Jugend in Vorlage geht

19/03/2017 14:39 CET | Aktualisiert 19/03/2017 14:39 CET
Dylan Martinez / Reuters

Für dreieinhalb Tage versammelten sich in Strassburg 150 junge Europäerinnen und Europäer aus 38 Ländern zur European Youth Convention im Europäischen Parlament, um ihre Verfassung eines vereinten Europas zu erarbeiten - auf demokratische Weise.

„Wir müssen die Demokratie neu erfinden. Die Lösungen für all das gibt es bereits, aber sie sind den meisten Entscheidern noch nicht bekannt", sagte Prof. Fredmund Malik bereits 2012 dem „Handelsblatt".

In Strassburg nutzten die Jugendlichen die Malik Syntegrations Methode, einen hochgradig vernetzten Informationsaustausch, der gleiche Partizipation und optimale gemeinsame Meinungs- und Willensbildung ermöglichte. So entstand ein klares Konzept mit konkreten Vorstellungen, die Europa aus der Krise führen und stark für die aktuellen Herausforderungen machen sollen.

Die Europäische Union befindet sich in einer der größten Krisen seit ihrer Gründung - in einer Periode globaler Umwälzungen und weltweiter Unsicherheiten. Das wollten die 150 Jungendvertreter aus 38 Ländern so allerdings nicht hinnehmen:

„Der Europäische Jugendkonvent sagt klar: Liebe Entscheider von heute, wir wollen Veränderung! Die Jugend will die EU befähigen, aber ihre Politiker auch leichter zur Rechenschaft ziehen können", erläutert Jérôme Quéré, Vorsitzender der austragenden Organisation JEF Frankreich.

„Europa ist in einem schlechten Zustand, es befindet sich am Scheideweg" und „Die Jugend muss in Entscheidungsprozesse eingebunden werden!", fassten Céline Geissmann, Vizepräsidentin JEF France, und Carina Autengruber, Mitorganisatorinnen des Europäischen Jugendkonvents (EYC), zusammen.

Die EYC wollte nicht nur ein starkes Signal aussenden, sondern auch neue Wege aufzeigen, wie Politik (die nach Malik verstehen muss, „dass Probleme heute nicht mehr links oder rechts, sondern vielmehr komplex sind") gemacht werden kann. Hierfür nahmen die Organisatoren der EYC Kontakt mit dem Malik Institute St. Gallen auf, denn die Methode der Malik Syntegration® erfüllt maximal alle Ideale einer echten Demokratie.

Jérôme Quéré erklärt: „Die EU-Politik der letzten Jahre basiert auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner, was den Nationalismus gestärkt hat. Im Gegensatz dazu hat der EYC auf maximale Einbindung und Konsensbildung der Teilnehmenden gesetzt.

Dafür hatten wir uns mit dem Malik Institute zusammengetan, dessen Syntegrations-Methodik genau dafür entwickelt wurde. Die EYC-Mitglieder wurden so befähigt, eine Europäische Verfassung in nur dreieinhalb Tagen und mit starkem Teamgeist zu entwickeln."

Die jungen Europäerinnen und Europäer schrieben für ein besseres Europa eine neue Verfassung und machten sich zunutze, was Europas Stärke ausmacht: Vielfalt und die Fähigkeit, damit gemeinsam umzugehen. "United in diversity, we, the European citizens...", lauten deshalb die ersten Worte dieser neuen europäischen Verfassung.

Am Ende des Prozesses stand eine Abstimmung für die endgültige Entscheidung, die allerdings auf einem anderem Weg zustande kam als in der heutigen Parteiendemokratie üblich: Nicht durch mühsame Verhandlungsprozesse, die mit dem kleinsten Kompromiss enden, sondern durch Partizipations- und Kommunikationsprozesse für die größten gemeinsamen Überzeugungen.

„Die Vernetzung und die daraus, und nur daraus, entstehende Dynamik und Effektivität des Kommunikationsprozesses führt zu den besten Ergebnissen. Es darf nicht irgendeine Vernetzung sein, sondern es muss die richtige sein", sagt Prof. Dr. Fredmund Malik, der mit seinem Team den Prozess vor Ort persönlich begleitet hat.

Präsentiert wird die „Constitution for a better Europe" anlässlich des „March of Europe" am 25. März 2017. Vorab einsehbar ist diese Verfassung der Europäischen Jugend

ab 18. März auf www.youthconvention.eu

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