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Nachhaltige Arbeitgeber: Wo junge Menschen grüne Jobs finden

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Interview mit Marcus Noack

Marcus Noack, Jahrgang 1980, ist ein deutscher Entrepreneur und gehört zu Deutschlands Gesichtern der Nachhaltigkeit. Er betreibt unter anderem die Portale ABCTrips.com, JOBVERDE.de und Umwelthauptstadt.de. Nach einer Lehre zum Bürokaufmann, Berufserfahrung und Studium der Internationalen Betriebswirtschaft in Spanien und anschließender freiberuflicher Tätigkeit entschloss er sich aus Leidenschaft für den Unternehmerweg. Aktuell treibt er die Bekanntmachung von JOBVERDE.de voran.

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Foto und Copyright: Marcus Noack


Herr Noack, die Plattform JOBVERDE, die es seit 2011 gibt, ist aus dem Nachhaltigkeitsportal Umwelthauptstadt.de hervorgegangen. Was war der Grund dafür?

Wir hatten durch den Betrieb des Portals festgestellt, dass immer mehr Unternehmen Grüne Jobs ausschreiben, der Name JOBVERDE passt in diesem Kontext ja perfekt, denn verde bedeutet im Spanischen „grün".

Worin unterscheiden Sie sich von anderen Jobportalen?

JOBVERDE unterscheidet sich von allgemeinen Stellenbörsen zunächst einmal darin, dass auf der Plattform ausschließlich Grüne Jobs oder Stellenanzeigen von nachhaltigen Arbeitgebern veröffentlicht werden. Ansonsten ist das JOBVERDE-Netzwerk, die Technologie und Usability sowie die Markenbekanntheit hervorzuheben.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alle Jobsuchenden, die entweder einen Grünen fachlichen Background haben oder eine Affinität für Grüne oder nachhaltige Themen mitbringen.

Mehr zum Thema: Einrichten im Grünen: Warum draußen das gute Leben ist


Wie ist die bisherige Resonanz?

Sie ist von Beginn an gut: Wir stellen auf Bewerberseite ein stetig steigendes Interesse fest, und auch auf Arbeitgeberseite wächst der Bedarf, sich zu Grünen Themen zu positionieren.

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Was zeichnet Ihre Kooperationspartner aus?

Unsere Partner sind alle in Grünen Branchen angesiedelt oder Vorreiter und Experte in Sachen Nachhaltigkeit.

Wie schätzen Sie den Arbeitsmarkt im Bereich Nachhaltigkeit und CSR ein?

In Sachen CSR ist er leider immer noch sehr überschaubar. Viele Großunternehmen haben immer mal wieder CSR-Positionen ausgeschrieben, aber leider nicht in Masse, sondern nur sehr vereinzelt. Stellenanzeigen mit Nachhaltigkeitsbezug nehmen hingegen erfreulicherweise zu. Da immer mehr Hochschulen im Nachhaltigkeitsbereich ausbilden, wächst die Zahl der Absolventen mit entsprechendem Background. Die Wirtschaft sollte diese Kandidaten besonders berücksichtigen, da sie die Zukunft des Unternehmens in besonderer Weise garantieren.

Was sind derzeit hier die größten Herausforderungen?

Sicherlich die Arbeitgeber von dem Mehrwert einer Grünen Jobbörse zu überzeugen. Viele Arbeitgeber aus grünen Branchen wie den Erneuerbaren Energien oder mit starker nachhaltiger Ausrichtung schalten noch immer auf den großen Jobbörsen wie Monster oder Stepstone. Der preisliche Unterschied gegenüber JOBVERDE ist immens, die Qualität der Bewerber und oftmals auch die Quantität an Bewerbungen aber nicht. Die meisten Arbeitgeber berichten uns, dass sie über JOBVERDE absolut passende Kandidaten erhalten und auch die Menge absolut ausreichend ist, um eine hohe Qualität garantieren zu können.

Wie und wann kamen Sie mit dem Thema Nachhaltigkeit das erste Mal in Berührung?

Das war 2011. On the Job kamen wir erstmals mit dem Thema Recruitment in Kontakt. Seitdem haben wir uns kontinuierlich weiter gebildet und machen jeden Tag unsere Erfahrungen mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern, so dass wir zu echten Experten auf diesem Gebiet geworden sind.

Vielen Dank für das Gespräch.

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