BLOG

Menu for Change - mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel

30/09/2017 18:57 CEST | Aktualisiert 30/09/2017 18:57 CEST

"Wir müssen das Lebensmittelsystem ändern, um den Klimawandel abzumildern", sagte Slow-Food-Gründer Carlo Petrini kürzlich auf dem internationalen Slow-Food-Kongress in China vor 400 Delegierten. Deshalb wird sich Slow Food im Zuge der Kampagne "Menu for Change - mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel" über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg verstärkt mit dem Thema Klimawandel und Ernährung auseinandersetzen. Denn der Klimawandel ist eine Krise, die Anstrengungen aller Menschen erfordert. Der Motor des Wandels ist „die Summe unserer individuellen Handlungen", so Petrini.

Es ist weltweit die erste internationale Kommunikations- und Spendenkampagne der Bewegung, die Klimawandel und Ernährung miteinander in Beziehung setzt. Die landwirtschaftlichen Emissionen aus der Pflanzen- und Tierproduktion gehören zu den Hauptquellen der Treibhausgasemissionen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O):

Das industrielle Lebensmittelproduktionssystem ist einer der Hauptverursacher für die Erderwärmung, während zu ihren Opfern in erster Linie die bäuerliche Landwirtschaft und die handwerkliche Fischerei zählen.

Die Menschen in afrikanischen Ländern spüren die Erderwärmung besonders stark. Extrem veränderte Wetterlagen schaden Bauern, Hirten und indigenen Gemeinschaften und gefährden ihre Ernährungssicherheit. Das zwingt sie zur Flucht und Migration. Durch die Förderung der Agrarökologie, den Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Unterstützung von Erzeugern vor Ort setzt sich Slow Food sich in Afrika und weltweit aktiv dafür ein, nachhaltige Maßnahmen umzusetzen.

2017-09-29-1506693242-7169935-LutherSlowFood.JPG

„Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen." (Martin Luther)

Foto: Dr. Alexandra Hildebrandt

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und zählt über 85 lokale Gruppen. Insgesamt ist die Initiative in über 170 Ländern mit Projekten, Kampagnen und Veranstaltungen aktiv.

Mit der Kampagne "Menu for Change" soll gezeigt werden, was jeder Mensch täglich tun kann:

• in Kreisläufen denken und sich fragen, wie Ressourcen oder Produkte wieder- und weiterverwertet werden können statt zu früh auf dem Müllberg zu landen

• das richtige Transportmittel wählen, um Lebensmittel aus der Region zu erwerben (z. B. Fahrrad statt Auto)

• saisonale (Bio-)Erzeugnisse aus der Region kaufen

• tierische Produkte auf wenige Male pro Woche reduzieren und Fleisch aus bodengebundener Weidehaltung bevorzugen

• fleischlose Alternativgerichte wählen

• sich von der Plastikeinkaufstüte verabschieden

• mit der Ressource Wasser schonend umgehen

• „knubbeliges" Obst und Gemüse dem „genormten" vorziehen.

Wenn wir uns auf unsere eigenen (Gestaltungs-)Möglichkeiten konzentrieren, entwickeln wir nicht nur eine enorme Kraft in Bezug auf das, was wir hervorbringen könnten, sondern auch in Bezug auf die gesellschaftliche Rolle, die wir dabei spielen.

Weiterführende Informationen:

Claudia Silber und Alexandra Hildebrandt: Gut zu wissen... wie es grüner geht: Die wichtigsten Tipps für ein bewusstes Leben. Sowie: Circular Thinking 21.0: Wie wir die Welt wieder rund machen. Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2017.

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die HuffPost ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

id="huffPostGWW01"

z-index="999"

lang="de-DE"

units="m"

par="huffpost_widget"

geocode="52.52,13.38"

links="https://weather.com/de-DE/wetter/heute/l/$geocode?par=huffpost_widget">

googletag.pubads().setTargeting('[cnd=cld]').display('/7646/mobile_smart_us', [300, 251],'wxwidget-ad');