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Anfangen! So lässt sich die Vision einer ressourcenschonenden Gesellschaft verwirklichen

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RECYCLING RESSOURCES
Askold Romanov via Getty Images
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Was uns heute trägt

Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen gehört zu den wichtigsten Herausforderungen, die wir heute bewältigen müssen, wenn wir auch in Zukunft unsere Lebensqualität bewahren wollen. Der Grundsatz der Nachhaltigkeit - kluge Entscheidungen treffen, die unsere Lebensumstände verbessern, ohne unsere Zukunftschancen zu beeinträchtigen - ist mit Kreisläufen verbunden und beginnt zuerst im Kopf. Wissen und Gewissen sind dabei untrennbar miteinander verbunden.

Um das Leitziel der Bundesregierung zu erreichen, Vorreiter der Kreislaufwirtschaft zu werden, sollen knappe oder umweltbelastende Ressourcen durch besser verfügbare ersetzt und der Wiederverwertung und dem Recycling Vorrang gegeben werden vor dem Abbau neuer Rohstoffe: reduce - reuse - recycle.

Damit werden dem Immer-Mehr, Immer-Schneller und der Überschreitung der ökologischen Grenzen zahlreiche Möglichkeiten sinnvollen Tuns entgegengesetzt. Die Kindle Edition „Circular Thinking" präsentiert eine Vielzahl von Möglichkeiten, die zeigen, dass sich nachhaltige Kreisläufe an Vernunft, Klugheit und gesellschaftlichen Fundamenten messen lassen, die sich als „tragfähig" erweisen.

Doch was steckt genau hinter dem Schlagwort Ressourceneffizienz, und wie sehen Forscher und Experten das Thema? Darauf gibt das Buch "Ressourceneffizienz - Schlüsseltechnologien für Wirtschaft & Gesellschaft" vertiefende Antworten. Es enthält zahlreiche Beispiele aus dem Lebens- und Unternehmensalltag, die zeigen, dass die Chancen direkt vor und bei uns liegen. Herausgegeben wird die Serie von Fraunhofer-Präsident Professor Reimund Neugebauer im Fachverlag Springer Vieweg.

Für die Forscherinnen und Forscher bei Fraunhofer ist der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen oberstes Ziel bei allen Projekten. Zugleich haben sie die praktische Anwendbarkeit und die Wirtschaftlichkeit im Blick. Im Buch wird erläutert, welche Schlüsseltechnologien für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften entscheidend sind. Zudem werden zukunftsweisende Projekte wie rohstoffsparender Leichtbau, Nutzung erneuerbarer Energien in Kombikraftwerken oder klimaschonende Elektromobilität beschrieben.

„Zukunft braucht ganzheitliche Lösungen"

Das Fraunhofer ISI entwickelt selbst keine Technologien und untersucht vielmehr als Teil der Fraunhofer‐Gesellschaft, wie Innovationen entstehen, welche Akteure einzubinden sind und wie man sie fördert. Mit diesem Wissen werden Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt.

„Der globale Wettbewerb, kürzere Produktlebenszyklen, die höhere Komplexität von Technologien und von Innovationsprozessen zwingen Unternehmen, ihre Innovationsanstrengungen zu intensivieren", sagt die Innovationsforscherin Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI leitet.
Neben der Leitung des Fraunhofer ISI ist sie Inhaberin des Lehrstuhls Innovations- und TechnologieManagement am Institut für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation (ENTECHNON) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Weissenberger-Eibl war Mitglied des Expertendialogs der Bundeskanzlerin 2012, wo sie als Kernexpertin die Arbeitsgruppe Innovationskultur geleitet und die Kanzlerin zur zukünftigen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland beraten hat. Aus dem Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin entstand auch die Idee zum Internationalen Deutschlandforum (IDF), einem Format für den interdisziplinären Austausch über weltweit relevante Zukunftsfragen. Im Oktober 2012 wurde sie in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) berufen.

Die Bundesregierung hat sie zum 1. Mai 2014 für fünf Jahre in das Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bestellt. Vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2019 wird sie als Kuratoriumsmitglied die Karl Heinz Beckurts-Stiftung unterstützen.

Im Januar 2014 wurde sie von Dr. Frank-Walter Steinmeier für die Amtszeit von vier Jahren zum Mitglied des Deutsch-Chinesischen Dialogforums ernannt. Prof. Dr. oec. Weissenberger-Eibl ist Autorin zahlreicher Publikationen und Herausgeberin der Reihe "Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft" und als Gutachterin zahlreicher Institutionen tätig.

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Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl (Copyright: Franz Wamhof)

Das strategische Innovationsmanagement ist für sie ein wichtiger methodischer Ansatz, der hilft, die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens „nachhaltig zu gewährleisten und auszubauen". Ein weiterer zentraler Ansatzpunkt ihrer Arbeit ist das Management von kreativen Köpfen, denn Kreativität spielt eine wichtige Rolle im Innovationsprozess - insbesondere als „Rohstoff" für Ideen und daraus resultierende Innovationen.

Circular Thinking ist der Anfang von allem.

Weitere Informationen:

Reimund Neugebauer (Hg.): Ressourceneffizienz. Schlüsseltechnologien für Wirtschaft & Gesellschaft. Springer Vieweg, 2017.

Alexandra Hildebrandt, Claudia Silber: Circular Thinking 21.0. Wie wir die Welt wieder rund machen von Amazon Media EU S.à r.l. Kindle Edition 2017.

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