BLOG

Knotenpunkt NRW: Wie die Gesetze logistischer Netze hier funktionieren

04/04/2017 18:27 CEST | Aktualisiert 04/04/2017 18:27 CEST
Instagram

Die Zukunft der Logistikbranche

Logistik ist ein sehr komplexes gesamtwirtschaftliches System. Die Zukunft in der Branche wird nachhaltig, vernetzt und skalierbar sein: Lieferketten werden aufgrund intelligenter Fahrzeug-, Verkehrs- und Transporttechnologien vollständig miteinander kommunizieren.

Um die vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen, bedarf es interdisziplinärer Ansätze entlang der logistischen Wertschöpfungsketten sowie intelligenter Technologien, die dazu beitragen, das Güteraufkommen auf den Straßen zu verringern und damit die Umwelt zu schonen. Experten gehen davon aus, dass Logistikprozesse heute weltweit rund 14 Prozent der C02-Emissionen verursachen.

„Grüne Logistik" ist ein Megatrend. Damit verbunden ist die ganzheitliche Umgestaltung von Logistikstrategien, -abläufen und -strukturen, um Logistikprozesse ökologischer und ressourceneffizienter gestalten zu können. Für Unternehmen dies vor allem strategisch von Bedeutung, denn ihre Wettbewerbsfähigkeit hängt künftig verstärkt davon ab.

Eine Vielzahl wichtiger Knotenpunkte logistischer Netze liegt in Nordrhein-Westfalen. Der Duisburger Hafen ist der größte Binnenhafen der Welt. Auch die Contargo GmbH & Co. KG ist hier ansässig. Zum Kerngeschäft des Unternehmens gehört unter anderem der Transport im kombinierten Verkehr: Durch die Kombination der Lkw im Vor- und Nachlauf mit Bahn oder Binnenschiff im Hauptlauf lassen sich Güter und Waren zeitnah und bedarfsgerecht zustellen, ohne dabei auf die Kostenvorteile eines Massentransportmittels verzichten zu müssen. Durch diese Bündelungsfunktion kann die Emission je Ladeeinheit im Schnitt um bis zu 60 Prozent reduziert werden. Auf diese Weise erreicht Contargo einen möglichst geringen CO₂-Fußabdruck für Containertransporte.

Aufgrund steigender Umwelt- und Klimaschutzanforderungen in Gesellschaft und Wirtschaft verlangen immer mehr Verlader von ihren Transporteuren konkrete Angaben zu den CO₂-Emissionen.

Das Unternehmen gewann 2015 den Eco Performance Award, die führende europäische Auszeichnung für Nachhaltigkeit in der Transport- und Logistikbranche. Damit werden Vorreiter der Branche ausgezeichnet, die innovative und anwendungstaugliche Wege in Richtung Zukunft gehen. Neben dem ökonomischen Erfolg und dem Einsatz für den Umweltschutz wird auch das Engagement für die eigenen Mitarbeiter und die Gesellschaft geehrt. Der Preis wird von der von der DKV Euro Service und dessen Premiumpartner Knorr-Bremse und PTV Group sowie die Universität St.Gallen vergeben.

Kooperation 2.0

Seit über 80 Jahren ist DKV Euro Service einer der führenden Mobilitätsdienstleister für das Logistik- und Transportgewerbe. Von der bargeldlosen Unterwegsversorgung an über 65.000 markenübergreifenden Akzeptanzstellen bis hin zu Mautabrechnung und Mehrwertsteuer-rückerstattung bietet das Unternehmen ein entsprechendes Leistungsspektrum zur Optimierung und Steuerung von gewerblichen Fuhrparks in ganz Europa. Der DKV ist Teil der DKV MOBILITY SERVICES Group mit rund 900 Mitarbeitern.

Wenn es um die Vernetzung von Digitalisierung und Logistik geht, lohnt sich hier ein Blick auf Einzelmaßnahmen: So können Kunden entsprechende alternative Kraftstoffe mit den verschiedenen Tankkarten begleichen, CO₂-Emissionen auf einen Blick in unserem umfangreichen Analyse-Tool eReporting sehen oder gleich sämtliche CO₂-Emissionen einer Fahrt kompensieren. Über Apps können Stationen mit alternativen Kraftstoffen wie Strom, Autogas und Erdgas schnell ausfindig gemacht werden.

Seit März 2017 können DKV Kunden an allen 26 CleanCar-Standorten in Deutschland bargeldlos Autopflege-Leistungen abrechnen. Neben Fahrzeugwäschen bietet CleanCar an 13 Standorten auch günstigen Kraftstoff an.

Das Unternehmen gibt es 26 Mal in Deutschland und drei Mal in Österreich. Die Waschcenter sind mit selbst entwickelten Verfahrenstechniken ausgestattet und waschen jährlich über drei Millionen Autos. Zum drittem Mal in Folge wurde das Unternehmen Gesamtsieger beim Deutschen Fairness-Preis von „n-tv" sowie Service-Champion in Gold beim ServiceValue-Preis der „Welt" 2015 und 2016. CleanCar ist der erste Waschstraßenbetreiber, der in das DKV Versorgungsnetz aufgenommen wurde.

Der EffizienzCluster

Der DKV hat seinen Sitz in Ratingen, ebenfalls in NRW, wo auch die Forschung einen besonderen Stellenwert hat: So gehören mehr als 180 Unternehmen und über 20 wissenschaftliche Einrichtungen heute zum Netzwerk des EffizienzCluster LogistikRuhr.

Iniitiert wurde es vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Es ist das weltgrößte Logistik-Forschungsinstitut. Nachdem die Forschungsprojekte aus dem Spitzencluster-Wettbewerb (2010-2015) abgeschlossen sind, stellt das Netzwerk seine Expertise Unternehmen zur Verfügung, die an angewandter Forschung im Bereich Logistik interessiert sind und Innovationen systematisch planen und steuern wollen. Der EffizienzCluster versteht sich dabei als Knotenpunkt und Drehscheibe für nationale und internationale Forschungs- und Innovationsprojekte.

Auch das Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung ISI beschäftigt sich mit dem „System Mobilität" und den entsprechenden Rahmenbedingungen. Ziel ist es, die Anforderungen der Mobilität von morgen zu identifizieren, neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die negativen Folgen der immer knapper werdenden Ressourcen, des Klimawandels und des Umweltschutzes sowie der zunehmenden Feinstaub- und Lärmbelastung zu bewältigen.

„Aber auch der Wandel der Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur sowie ein insgesamt steigendes Mobilitätsbedürfnis von Wirtschaft und Gesellschaft fordern uns heute heraus. Aus diesen Gründen müssen wir unsere bestehenden Mobilitätsangebote radikal überdenken", sagt Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, die das Fraunhofer ISI leitet und sich hier auch mit dem Wissensmanagement in Logistiknetzwerken im Kontext der Grenzen der Selbststeuerung beschäftigt.

Themen wie nachhaltige Mobilität, Energienutzung, regenerative Energiegewinnung, Rohstoffnutzung sowie Demographie werden nach Ansicht der Innovationsforscherin an Relevanz zunehmen. Deshalb befasst sich die Forschungseinrichtung nicht nur mit den Möglichkeiten zur Reduktion von Klimagasemissionen, sondern auch mit Anpassungsstrategien im Verkehr.

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

Sponsored by Trentino