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#DisruptPopulism DemoDay: Ideen und Lösungen aus der Tech Community

07/05/2017 17:50 CEST | Aktualisiert 07/05/2017 17:50 CEST
Gabrielle Lurie / Reuters

Interview mit Thomas Schindler zum #DisruptPopulism DemoDay

Herr Schindler, was ist der #DisruptPopulism DemoDay? Und wer steckt dahinter?

Der #DisruptPopulism DemoDay möchte Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, einen Beitrag dafür zu leisten, dass der politische Diskurs innerhalb der deutschen Bevölkerung stärker ausdifferenziert stattfindet, mit potentiellen Partnern und Unterstützern verbinden.

Uns ist es wichtig, dass die Ziele der Initiativen politisch neutral sind und den Dialog anregen anstatt Position zu beziehen.

Dies kann sowohl auf technischer Ebene stattfinden, um #HateSpeech, #FakeNews oder #FilterBubbles zu begegnen, als auch auf direkter und sozialer Ebene.

Der DemoDay wurde von Angela Kreitenweis, freie Agentin für Innovationsprozesse, Ute Weiland, Geschäftsführerin von Deutschland Land der Ideen, Frank Wernecke, Geschäftsführer und Gründer von DRONEMASTERS, und Thomas Schindler, Geschäftsführer und Gründer von delodi.net initiiert.

Wir glauben an die Verbindung von unternehmerischem Denken und Handeln mit zivilgesellschaftlichem Engagement um einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.

Welche Ansätze gibt es, mit Tech Populismus zu begegnen?

Ein Ansatz könnte darin bestehen, die FilterBubbles, in denen wir uns alle befinden, wenn wir uns in den sozialen Medien bewegen, sichtbar zu machen und Wege zu zeigen, mit Menschen aus anderen Blasen in Kontakt zu treten. Ein anderer könnte darin bestehen, Bots zu nutzen, um durch kluge Fragen auf verbreitete Memes, FakeNews oder HateSpeech zu reagieren.

Nach welchen Kriterien wurden die Experten für den DemoDay ausgewählt?

Wir wählen die beteiligten Initiativen in erster Linie nach der politischen Neutralität ihrer Lösung aus und in zweiter Linie nach der erwarteten Menge an zu erreichenden Menschen.

Wie kann man sich beteiligen?

Als Initiative kann man sich beteiligen, indem man sich hier in unserem Bewerbungsformular schnell und unkompliziert anmeldet. Als Partner und Unterstützer reicht eine einfach Email.

Warum findet der DemoDay in Berlin statt?

Der DemoDay findet in Berlin statt, weil die Organisatoren in Berlin leben und arbeiten. Der Organisationsaufwand für die Durchführung in einer oder mehreren anderen Städten wäre zu hoch gewesen. Schließlich betreiben wir diese Initiative als freiwilliges zivilgesellschaftliches Engagement.

Was erwartet Interessierte an diesem Tag?

Es wird eine Reihe kurzer Impulse zum Thema Populismus und Demokratie im 21. Jahrhundert geben. Im Zentrum werden allerdings die Präsentationen der Initiativen stehen sowie die Möglichkeit für alle Partner und Unterstützer, sich intensiv mit den Initiativen auszutauschen, um Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu finden.

Natürlich wird der Tag bei einem - auch vegetarischen - Grill und Getränken auf der Spree-Terrasse des Radialsystems ausklingen.

Wo braucht es vorab noch Unterstützung?

Je mehr Initiativen und Unterstützer am DemoDay anwesend sein werden, desto erfolgreicher wird der Tag. Daher besteht die beste und wichtigste Möglichkeit uns zu unterstützen, darin, den DemoDay bei diese Zielgruppen noch bekannter zu machen.

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Was ist nach dem DemoDay geplant?

Nach dem DemoDay werden wir Mithilfe unseres Partners startnext und der geschaffenen Aufmerksamkeit alle Initiativen darin unterstützen, mittels Crowdfunding die notwendigen Ressourcen für die Durchführung ihres Vorhabens zu bekommen. Ausserdem werden wir laufend über den Fortschritt der Initiativen berichten.

Aktuell diskutieren wir, ob und wie wir nach der Bundestagswahl weitermachen werden und wollen, da die Diskussion um eine Politik im 21. Jahrhundert nicht mit der nächsten Wahl endet.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zur Person:

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Thomas Schindler (Copyright: Frank Nürnberger)

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