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Gemeinschaftsinitiative AUF EIN WORT: „Zu-trauen" von Ruth Spiller

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Ruth Spiller (Copyright: Steffi Henn)

„AUF EIN WORT" wurde von Valerie Niehaus gemeinsam mit der Fotografin Steffi Henn und Schauspielkollegin Christina Hecke ins Leben gerufen, um einen wichtigen Beitrag zu mehr Gemeinschaft zu leisten. Die Initiative richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die alle ein Teil davon sind.

Das aktuelle Video von der Biesalski-Schule stammt von Imka Film: Ina Maier, die sich begeistert und spontan durch einen Aufruf von Steffi Henn und Ruth Spiller dem Projekt angeschlossen hat.

In loser Folge werden hier die Beteiligten der Initiative vorgestellt. Heute: Ruth Spiller.

Zuerst war die leidenschaftliche Netzwerkerin Modeschülerin und nebenbei in Jugend-Medienprojekten tätig sowie in der "Mädchen in Medien"-Förderung. Danach machte sie eine Ausbildung als Mediengestalterin und war parallel im TV-Redaktionsbereich tätig. Immer wieder widmete sie sich freien Projekten. Später fokussierte sie sich auf Bildsprache, weil sie der unterschiedliche psychologische Wirkungsaspekt von Bildwirkung durch Farben, Stimmungen, Kontraste und Inhalt faszinierte und interessierte, was dazu führte, dass aus dieser Berufung in den letzten zehn Jahren auch ihr Beruf wurde.

Das Thema Storytelling und Bewegbild rückt immer mehr in den Mittelpunkt ihres Schaffens: „Mal humoristisch, mal Märchenhaft, mal emotional." Da sie eine Vielzahl eigener Ideen in den letzten Jahren gesammelt hat, die noch immer hochaktuell (und unerzählt) sind, ist für sie die Zeit reif für eine weitere persönliche „Weiterentwicklung".

Im Fokus frei schöpferischer Tätigkeit steht und stand bei ihr immer das Thema Gesellschaft und der einzelne Mensch in ihr, ebenso die Komplexität und Faszination des Zwischenmenschlichen.

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Interview mit Ruth Spiller

_ Frau Spiller, Welche Aufgaben haben Sie bei der Gemeinschaftsinitiative AUF EIN WORT ĂĽbernommen?

Ich übernahm zu Beginn die Kreativ Direction, als das Projekt gerade als Idee geboren war. Ich bin von Steffi Henn mit ins Team geholt worden, da sie wusste, dass ich einerseits gern frei kreativ tätig bin und andererseits auch im Aufbau großer freier Projekte bereits Erfahrung habe.

Ich war zu dem Zeitpunkt bereits auch mit anderen sozial-gesellschaftlichen Initiativen zu Gange und thematisch also auch gleich angefixt. Bei AUF EIN WORT habe ich Bildgestaltung, Bildbearbeitung, Logo-Branding und den Gestaltungsleitfaden ĂĽbernommen. Zudem bin ich auch gleich entfacht worden, mit weiteren Ideen zu unterstĂĽtzen.

_ Weshalb hat die Initiative für Sie persönlich eine so enorme Bedeutung?

Seit einigen Jahren beschäftigt mich intensiv das Thema Gesellschaft: Wie entwickelt sie sich? Wo entwickelt sie sich? Wo nicht oder in die falsche Richtung? Ich bin ebenfalls ein großer Freund des Denkens, der Philosophie, aber auch der Wissenschaft. So wie viele Menschen versuche auch ich meinen Platz in dieser Gesellschaft zu finden.

Durch meine starke Vielseitigkeit und meinem enormen und unstillbaren Wissensdurst versuche ich einen Weg zu finden, wie ich meine bereits erworbenen Talente und mein Know-how, sowie meine weiteren Interessen und meine positive Weiterentwicklung in die richtige Richtung lenken kann - so dass das Ganze bestenfalls einen groĂźen Mehrwert hat. Nicht nur fĂĽr mich, sondern auch fĂĽr andere.

_ Was gehört für Sie alles dazu?

Dinge, die ich ebenfalls liebe, wie schreiben oder große Leidenschaften wie der Film und die Darstellung zwischenmenschlicher Feinheiten und dabei im Idealfall anderen etwas mitgeben - neue Perspektiven beispielsweise. Eine neue positive Erfahrung oder eine nachhaltige Emotion, die arbeiten kann. Das ist zumindest der Platz, der sich für mich richtig anfühlt und dem ich versuche, entgegen zu streben. Leben ist Lernen und Erfahrung. Beides sollte niemals aufhören.

So kam ein Projekt, was sich dem Thema Gesellschaft und deren Werte (das ja auch im Wort "Mehr-Wert" enthalten ist) widmet, wie gerufen. Es hat mich gleich inspiriert und im Herzen getroffen.

_ Wie hat sich dies ausgewirkt?

Nicht nur zu der Bildsprache explodierten sofort Farben und Stimmungen vor meinem inneren Auge - es regte mich mehr und mehr nachhaltig an: Mir kamen gleich hunderte Ideen. Es fing an zu arbeiten in mir. Das habe ich als ein gutes Zeichen gesehen.

Es kamen Visionen, wie man es weiterführen, übertragen könnte, anwenden, adaptieren, remixen sozusagen. Es einfach zu einer Welle bewegen - angeschubst von Valerie und einem kleinen feinen Team - größer werdend zu einer Gemeinschaft aus guten Vibes und somit erlebbaren Werten.

Dass sich die Worte um Menschen und Werte bereits bewegten und weiter bewegen, konnten wir immer wieder an Reaktionen sehen und spĂĽren.

Dies wiederum regt mich dazu an, nicht nachzulassen und mich weiterhin von Valeries Idee inspirieren zu lassen. Ihre Idee ist nämlich erstmal so simpel wie sie scheint - ein ganz schöner Paukenschlag wie ich finde. Es ist genau der richtige Ansatz.

_ Warum?

Konstruktivität schlägt Destruktivität. Genau das was fehlt. Es wäre toll, wenn wir wieder viel mehr Fokus auf diese Konstruktivität (Leben, Visionen, Vorstellungen, Wünsche, Bedürfnisse, Erfolge, neue Wege, Innovationen, Motivation - sprich: positive Vibes) legen würden und nicht wie hierzulande und auch im Rest der Welt auf die Destruktivität (Angst, Ratlosigkeit, Probleme, Hass, Dagegen, Auseinander, Entfernen, Misstrauen etc.) Dies ist ständige Negativität und killt am Ende jede Konstruktivität, denn es führt zu noch mehr Destruktivität in den Köpfen.

Das blockiert Weiterentwicklung und „Öffnung". Die sich selbst erfüllende Prophezeiung so zu sagen. Aber genau so kann es auch im Positiven funktionieren. Wir sollten diese also viel mehr feiern!

Innovationen wie vorausschauendes Denken brauchen Raum, sich entfalten zu können und gesunden „Nährboden", um wachsen zu können. Herausforderungen sind sicher genügend da, die sind uns bekannt. Nun braucht es viel Motivation, diese anzugehen.

_ Wie kann dies aus Ihrer Sicht funktionieren?

Das funktioniert nur mit Aufbauendem und ZusammenrĂĽckendem. Es braucht wieder mehr positive Ansprache und Fokus auf dem Menschen: dem, was er braucht und dem, was er wĂĽnscht. Seine Basis. Es braucht aber auch nicht nur die Ansprache und das Miteinander-Kommunizieren oder das Denken - es braucht auch die Konstrukteure, die Macher. Beide Seiten sind meines Erachtens bei uns auf der Welt vorhanden.

Wir haben so viel Potential das alles schaffen zu können. Wir sind von Natur aus soziale Wesen - zurück zu den Basiswerten heißt also auch wieder zurück zu unserer Natur. Das Sich-Entfernen davon ist so ziemlich auf der Spitze angekommen - nun wird es Zeit zurück zu finden.

_ Was bedeutet das fĂĽr Sie?

Das bedeutet für mich nicht Rückschritt (neue Technologien und Veränderung können wir nicht aufhalten), aber wir können sie positiv beeinflussen und in den Prozess sinnvoll integrieren. Uns zu liebe. Es ist Zeit für Bewusstsein.

_ Weshalb haben Sie im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative AUF EIN WORT „zu-trauen" ausgewählt?

Für das Wort "zu-trauen" (zutrauen und trauen) habe ich mich entschieden, weil es für mich der positive Ansatz ist, mit dem alles Große und Tolle beginnen kann. In dem Wort steckt eine Chance, und es impliziert eine Menge anderer Werte, die hierfür nötig sind: Vertrauen und Selbstvertrauen.

Aber auch Glaube und somit positive Kraft: Glaube an sich selbst oder wenn es darum geht, jemand anderem etwas zuzutrauen. An jemanden glauben. Und genauso auch der Mut fĂĽr beide Seiten, sich darin zu unterstĂĽtzen. Dies gilt ebenfalls auch fĂĽr sich selbst. Denn sicher kann der Mut einen auch mal verlassen. Ă„ngste und Unsicherheiten loszuwerden, steckt in trauen und zutrauen - es steckt also eine Entwicklung in dem Wort. Da haben wir es wieder - die Geschichte...

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