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"Auf ein Wort" von Dr. Ina Schmidt: "Denken"

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Die Gemeinschaftsinitiative AUF EIN WORT wurde von Valerie Niehaus, ihrer Schauspielkollegin Christina Hecke und der Fotografin Steffi Henn gegründet. Unterstützt wird sie u.a. von der Mediengestalterin Ruth Spiller. Ziel ist es, über sämtliche Kommunikationskanäle ganz Deutschland zu erreichen und das zu stärken, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält: das WIR.

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Logogestaltung: Ruth Spiller

Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen werden darum gebeten, die Initiative mit ihrem Wort zu unterstützen.

Das Wort von Dr. Ina Schmidt, Jahrgang 1973, ist DENKEN. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und promovierte über den Begriff des Lebens in der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. 2005 gründete sie die Initiative denkraeume, in der sie in Vorträgen, Workshops und Seminaren philosophische Themen und Begriffe für die heutige Lebenswelt verständlich macht.

Darüber hinaus ist sie Autorin verschiedener Bücher und freie Mitarbeiterin des Philosophiemagazins „Hohe Luft". 2010 publizierte sie das Buch „Macht Denken glücklich? Eine philosophische Betrachtung", zuletzt erschien 2014 „Auf die Freundschaft. Eine philosophische Begegnung oder wie aus Menschen Freunde werden."

Ina Schmidt ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für philosophische Praxis und arbeitet als Referentin für die modern life school in Hamburg sowie die Liechtenstein Academy. Sie gehört zu Deutschlands Gesichtern der Nachhaltigkeit, ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und drei gemeinsamen Kindern in Reinbek bei Hamburg.

Für den Herausgeberband „CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft", der 2017 bei SpringerGabler erscheint, schrieb Ina Schmidt den Beitrag „Was ist ein gutes Leben in einer digitalen Welt? Autonomes Handeln statt sozialer Techniken".

Damit schließt sich ein weiterer Kreis zu AUF EIN WORT, denn eines der Vorworte zum Digitalisierungsbuch schrieb Valerie Niehaus, deren „Wort" Empathie ist.

In ihrem Beitrag „Die Kunst des Denkens" bemerkt die Schauspielerin, dass sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen vor der Aufgabe steht, „fremde Verhaltensweisen zu begreifen, nach Motivationen zu suchen, die den unseren gegensätzlich sind. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Figuren, wir sind die Vertreter ihrer Schicksale, und sie sind auf unser Verständnis angewiesen - auf die Empathie, die im gesunden Denken (!) wachsen kann."

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Dr. Ina Schmidt: DENKEN

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Foto: Dr. Ina Schmidt

Wir können nicht nicht denken - wir tun es ständig und auf die unterschiedliche Weise, durch das Denken geben wir den Dingen Bedeutung, wie drehen und wenden sie, versuchen zu verstehen, zu erklären, lernen zu lieben, neugierig zu sein und zu wissen, wer wir sind.

Das Denken ist mit Platon ein inneres Gespräch der Seele mit sich selbst, ein inneres Ausprobieren und Überprüfen von Möglichkeiten, Begriffen, Gedanken und Überzeugungen. Schon hier brauchen wir Worte, um zu denken, und von da aus beginnt ein Gespräch mit der Welt, das diese Worte aussprechen und ins Verhältnis setzen lernt.

Deshalb ist Denken für mich ein so wichtiges Wort, mit dem wir immer wieder neu anfangen und in Beziehung zur Welt treten können - was so viel mehr ist als reines Analysieren oder rationales Theoretisieren.

Damit wird ein sinnliches und lebendiges Denken zu einer der wichtigsten Voraussetzung für ein gelingendes Leben, ein Leben, das wir gut heißen und in dem wir versuchen, glücklich zu sein.

Weitere Informationen:

Ina Schmidt in der Huffington Post


Durchstreichen und verändern! Warum wir denken neu lernen müssen

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