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Arbeit 4.0: höhere Flexibilität, neue Arbeitsmodelle und vernetztere Zusammenarbeit sind nur der Anfang

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JGI/Tom Grill via Getty Images
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Der Fachkräftemangel macht es für Unternehmen in unterschiedlichen Branchen schwer, neue Mitarbeiter zu finden - entweder weil die Zeichen auf Wachstum stehen oder weil ausscheidende Team-Mitglieder ersetzt werden sollen. Nach Aussagen von MINT - Zukunft schaffen, einem deutschen Portal für MINT-Initiativen, gab es im Januar 2016 eine Lücke von 135.000 Leuten, sprich: mehr als 100.000 Stellen, die nicht adäquat besetzt werden konnten - eine um satte 32 Prozent höhere Quote als im vergangenen Jahr . Ein Ende der Nachfrage ist nicht in Sicht - im Gegenteil: Durch neue Berufsbilder und die digitale Transformation, die jede Branche betrifft, wird sie sich noch erhöhen.

Die Sorge, in Zukunft keine qualifizierten Mitarbeiter in Technologie- oder Ingenieursberufen zu finden, treibt Unternehmen um. Organisationen sind aber keinesfalls hilflos, sondern sie können - und sollten - aktiv daran mitarbeiten, dass sich die gegenwärtige Situation ändert. Nur so agieren sie selbst weiterhin erfolgreich am Markt, egal, ob es sich um ein Technologieunternehmen handelt, das Software entwickelt, oder um einen Automobilhersteller, der neue Fahrzeugmodelle entwickelt. Diese Herausforderung kann nicht von einem Unternehmen alleine in Angriff genommen werden, sondern ist eine Aufgabe, bei der Organisationen, Regierungen und Schulen zusammenarbeiten müssen, denn nur dann ist der künftige wirtschaftliche Erfolg gewährleistet.

Doch was bedeutet diese Lücke konkret für Unternehmen, die Mitarbeiter suchen? Zunächst einmal wird sich die Art der Zusammenarbeit verändern - dies ist bereits seit einiger Zeit im Gange: Kollegen werden für bestimmte Projekte eingestellt und als Spezialisten immer dort angedockt, wo ihr Know-how benötigt wird. Gerade in der Automobilbranche, die sich in einem signifikanten Wandel befindet, ist eine Spezialexpertise enorm wichtig und gefragt. Gleichzeitig führt der härtere Wettbewerb sowie der Eintritt nicht-traditioneller Player in den Markt zu einer höheren Entwicklungsgeschwindigkeit.

Ein Grund für diese Beschleunigung: Die digitale Transformation hält auch in der Automobilindustrie Einzug und die digitale Welt wird auch im Fahrzeug immer relevanter. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die Mitarbeiter bzw. Unternehmen suchen beispielsweise Software-Entwickler ebenso wie Ingenieure oder Elektronik-Fachleute. Dieser Trend wird sich in der Automobilindustrie weiter fortsetzen und den Kampf um die besten Talente weiter verschärfen.

Nur Firmen, die ihren Mitarbeitern ein ansprechendes Umfeld, Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitsmodelle bieten, werden von der Generation der Millennials in Betracht gezogen - ein attraktives Gehalt ist eine Voraussetzung, aber eben nicht der wichtigste Entscheidungsgrund für einen Arbeitgeber.

Organisationen, die ihre Teams ständig aufs Neue (heraus-)fordern, ihnen Chancen zur Entwicklung geben, eine höhere Flexibilität und ein entsprechendes Arbeitsumfeld, werden auch künftig die Talente finden, die sie für ihr Unternehmenswachstum und ihren weiteren Geschäftserfolg benötigen.

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