Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Alexander Pohl  Headshot

Pegida München und die Polizei dreht durch - 26. September

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PEGIDA MUNIC
Getty
Drucken


Am 26.9. trafen sich die 50-55 Pegida-Demonstranten am Stachus. Man änderte sogar die eigentliche Route, um gegen die Non-Citizens am Sendlinger Tor zu hetzen und Unwahrheiten zu verbreiten. Die Polizei gab nach einer sehr guten Leistung ein sehr schlechtes Bild ab. Es gab Szenen von Gewalt und Willkür.

Aggressive Grundstimmung

Pegida-Chef Heinz Meyer war diese Woche besonders aggressiv. Er beschimpfte schon wieder Presseleute und die doppelt bis drei-Mal so vielen Gegendemonstranten.

Anfangs gab es eine Rede von einem „Tobi". Die Rede war grottenschlecht. „Tobi" wurde von vielen ausgelacht. Später sprach Heinz Meyer. Er wiederholte den Grund für den Hass gegen Muslime und besonders gegen Afghanen. Das ist im Video nachzuhören.

Dann ging der Marsch zum Sendlinger Tor los. Ein älterer Herr, vermutlich Rentner, hielt mir seine Fahne ins Gesicht. Ich sagte der Polizistin etwas, diese lachte mich aber nur aggressiv aus.

Polizeiwillkür

Als der Aufmarsch am Sendlinger Tor ankam, hielt Heinz Meyer eine Rede, in der er gegen die Geflüchteten am Sendlinger-Tor-Platz hetzte und Unwahrheiten verbreitete. Berichten zufolge gab es dort Gewaltszenen. Ein junger Mann wurde von einem Polizisten gewürgt und musste sich anschließend auch übergeben.

Auf dem Rückweg wurde eine junge Antifaschistin von einigen Beamten mitgenommen. Ihr wurde vorgeworfen, den Schal über der Nase gehabt zu haben. Sie sagte mir, sie habe eigentlich „den ganzen Abend" „Gesicht gezeigt".

Auf der anderen Straßenseite wollte ein Antifaschist eine Versammlung anmelden. Dem kamen die Beamten nicht nach. Er wurde mit Handschellen abgeführt. Später wurde von den Beamten festgestellt, dass er doch recht hatte. Den Menschen, die an dieser Versammlung teilnehmen wollten, wurde Nötigung vorgeworfen. Bei der Abschlusskundgebung wurden ca. 30 Leute von der Polizei eingekesselt. Darunter war auch eine Frau, die eine Behinderung hat. Die Polizisten wollten die Frau anfangs partout nicht aus dem Kessel befreien, obwohl sie mit der Situation nicht umgehen konnte. Sie wurde nach langem Bitten aus dem Kessel befreit. Anschließend wurden die Eingekesselten einzeln fotografiert und die Personalien festgestellt. Heinz Meyer hetzte in der Zwischenzeit gegen Europa und seine Menschen.

Nach einem Montag, in der die Polizei sehr gut gehandelt hatte, gab es einen miserablen Polizeieinsatz. Ein Antifaschist wurde gewürgt, die Polizei nahm einen Mann fest, der legitim eine Versammlung anmelden wollte, Menschen wurden gekesselt und bekamen eine Anzeige wegen Nötigung, obwohl sie legitim handelten. Dieser miserable Polizeieinsatz muss erklärt werden, denn es hat den Eindruck erweckt, dass die Beamten „drauf gegeiert" hätten „Leute festzunehmen", wie die junge Antifaschistin sagte.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.