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Ich bin hauptberuflich Tagesvater - 5 Gründe, warum ich es jedem Mann raten kann

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FATHER CHILD
lovro77 via Getty Images
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Auch 2017 sind soziale Berufe von Frauen dominiert. Gerade im Bereich Kindererziehung, also Lehrer, Erzieher und Kindertagespflege finden sich leider kaum Männer.

Im Gegenteil: Engagiert sich ein Mann in diesen Bereichen, erntet er oftmals schräge Blicke. Dabei gibt es so viele gute Gründe für einen Mann, beispielsweise als Tagesvater zu arbeiten, also mit Kindern zwischen 12 und 36 Monaten.

Du erlebst die Prägejahre deines eigenen Kindes

Nicht nur, dass du deutlich mehr Zeit mit deinem eigenen Kind verbringen kannst. Du kannst auch einen aktiven Part in der Erziehung übernehmen und du erlebst die Prägejahre, die, wie man sagt, bis zum 3. Lebensjahr gehen, live mit.

Das ist mehr, als manch ein Teilzeit-Papa von sich behaupten kann. Die meisten Männer erleben ihre Kinder allenfalls abends, eher nur am Wochenende. Als Tagesvater bist du direkt am Ort des Geschehens und erlebst die ganzen Geschichten, die andere Väter nur von ihren Frauen hören, selbst mit.

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Du arbeitest von zu Hause aus

Das ist viel mehr als nur Home-Office, denn anstatt nur am Computer zu sitzen und zu hoffen, dass die Kinder ruhig sind, arbeitest du direkt mit ihnen und das ist deine Arbeit. Auf diese Weise kannst du auch ganz anderen Hobbies nachgehen.

Du hast tolle Arbeitszeiten

Als Tagesvater fängst du eher früh an, kannst dafür aber guten Gewissens und wirklich auch wieder früh aufhören. Deine Arbeitszeiten sind also ungewöhnlich, aber absolut positiv. Um auf eine 40-Stunden-Woche zu kommen, kannst du beispielsweise Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr arbeiten. Danach hast du Feierabend.

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Eventuelle Büroarbeiten kannst du auch gut erledigen, wenn die Kinder Mittagsschlaf halten. So erledigst du deine Pflichten, hast aber zum Feierabend auch wirklich frei. Und das Beste: Sämtliche Wegezeiten entfallen, damit ist deine Bruttoarbeitszeit gleich deiner Nettoarbeitszeit und das auch noch ohne schlechtes Gewissen.

Du bekommst eine konstante Bezahlung

Der Hauptteil der Kindertagespflege wird vom Staat getragen, meistens von den Jugendämtern. Auf diese Weise hast du eine sehr hohe Ausfallsicherheit, was deine Bezahlung angeht. Andere Selbstständige müssen jeden Monat neu darauf hoffen, dass Kunden sie buchen.

Mehr zum Thema: Erzieherin klagt an: Ich erlebe jeden Tag, wie wenig Kinder in diesem Land wert sind

Du hast deine Verträge und solange diese nicht gekündigt werden, hast du deine Einnahmen. Außerdem erhältst du dein Geld im Voraus, zumindest wesentliche Teile davon.

Du bist selbstständig

Es handelt sich um eine Selbstständigkeit und damit bist du dein eigener Chef. Besser noch: Du arbeitest mit Kindern und ein ehrlicheres Feedback kannst du dir sonst nicht erhoffen. Keine nervigen Kollegen, kein anstrengender Chef. Stattdessen kleine Kinder, die dir direkte Rückmeldung geben, wie sie gerade finden, was du tust.

Mehr Infos findest du hier.

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