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Braucht der gesunde Schlaf eine gute Matratze?

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MATTRESS
STUDIO BOX via Getty Images
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"Neu ist immer besser!" Klingt wie ein plakativer Werbeslogan eines mittelm├Ą├čigen Matratzenvertreters. Doch es stimmt tats├Ąchlich. Das Schlaflabor der Charit├ę hat herausgefunden, dass ein Matratzenwechsel den Schlaf verbessern kann.

Aber nicht jede Matratze passt zu jedem Schlafbed├╝rfnis. Um die richtige Matratze zu finden, ist das Probeliegen unumg├Ąnglich, und das sollte laut den Experten durchaus ├╝ber mehrere Wochen in den eigenen vier W├Ąnden geschehen. Die Erkenntnis: Die eine, beste Matratze gibt es nicht, daf├╝r aber das richtige Probeliegen.

Schlaf ist ├╝berlebenswichtig

Schlaf macht sch├Ân, schlank und f├Ârdert die Konzentrationsf├Ąhigkeit. Kein Wunder, dass wir ein Drittel unseres Lebens mit geschlossenen Augen verbringen. Denn was gibt es Sch├Âneres, als an einem Samstag so richtig auszuschlafen? Vielleicht, das auch an einem Montag tun zu k├Ânnen. Eins steht jedoch fest: Wir brauchen Schlaf. Denn nicht nur unser Geist muss sich von der F├╝lle der Informationen des Tages erholen, sondern auch unser K├Ârper.

Beim Spaziergang durch eine belebte Innenstadt k├Ânnen pro Sekunde etwa 100 Megabyte an Informationen auf unser Gehirn einprasseln. Das w├Ąren in einer Minute knapp 6 Gigabyte, also die Datenmenge von etwa f├╝nf Spielfilmen. Ein Gl├╝ck nur, dass wir nicht alles abspeichern und zudem im Schlaf das Wichtige vom Unwichtigen trennen. Sonst w├Ąre der Speicher des Gehirns schnell voll - und unser Akku leer. Schlafen ist somit nicht nur erholsam, sondern auch ├╝berlebenswichtig.

Zwischen Traum und Realit├Ąt: gesunder Schlaf

Siebeneinhalb Stunden - das ist die optimale Schlafl├Ąnge, selbst bis ins hohe Alter hinein. Ganz im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung, wir br├Ąuchten im Alter weniger Schlaf. Doch gesunder Schlaf beginnt bereits mit dem Einschlafen. Laut Prof. Fietze sollten wir in einem Zeitfenster von 20 bis 30 Minuten eingeschlafen sein. Dauert es l├Ąnger, laufen wir Gefahr, wieder wach zu werden und nicht so schnell wieder zur Ruhe zu finden.

Aber nicht jedes unruhige Schlafverhalten bedeutet gleich eine dramatische Schlafst├Ârung und muss ernstgenommen werden. Problematisch wird es erst, wenn das Ein- oder Durchschlafen ├╝ber drei Monate hinweg schwerf├Ąllt. In diesem Fall sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Deutschen schlafen gerne hart

Je h├Ąrter die Matratze, desto besser schlafen wir - so lautet die ├ťberzeugung vieler Deutscher. Doch das ist ein Trugschluss. Nicht jeder sollte auf einer harten Unterlage schlafen. Hier gilt vor allem f├╝r sensible Schl├Ąfer: je ├Ąlter, desto weicher, je mehr Schmerzen, desto weicher und je leichter, desto weicher. Grunds├Ątzlich sind Matratzen mit unterschiedlichen H├Ąrtegraden ausgestattet. Allerdings k├Ânnen diese ganz sch├Ân verwirren, da es f├╝r den H├Ąrtegrad einer Matratze keine ISO-Norm gibt. Der H1 der einen Matratze k├Ânnte problemlos dem H4 der Matratze eines anderen Herstellers entsprechen.

Darum sollten sich Verbraucher nicht blind auf diese Angaben verlassen und immer nach dem f├╝r sie besten Schlafgef├╝hl suchen. "Jeder hat andere Schlafbed├╝rfnisse, und es ist wichtig, eine Matratze zu haben, die auf die pers├Ânlichen Schlafbed├╝rfnisse eingeht. Am Ende ist es nat├╝rlich immer subjektiv", so Vincent Brass von muun. Es geht um den richtigen Umgang mit dem Schlaf, dabei kann die Matratze nur der Ausgangspunkt sein. Denn: "Guter Schlaf ist mehr als die Matratze", so der Experte. Letztendlich erkennen Verbraucher eine gute Matratze ganz einfach an einem tiefen Schlaf. Und das kann nur jeder f├╝r sich selbst herausfinden.

Die kompletten Experteninterviews und eine Grafik zum Thema finden Sie hier.

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