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Rot-Grün trägt die Verantwortung für die Ausschreitungen: Herr Scholz, treten Sie zurück!

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SCHOLZ ZURUECKTRETEN
dpa
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Verstörende Bilder aus der Sternschanze in Hamburg gehen um die Welt. Zu sehen sind Geschäfte, die von Linksradikalen geplündert wurden, Spuren der Brände auf den Straßen und geräumten Barrikaden weilen noch an mehreren Punkten, ausgebrannte Autos und verängstigte Bürger. Was war da los, in der Nacht von Freitag auf Samstag?

Hintergrund ist der G-20 Gipfel in Hamburg. Aus diesem Anlass reisen bis zu 10.000 Gewaltbereite aus ganz Europa an, um ihre pure Lust an Gewalt austoben zu können. Zeitweise gibt es rechtsfreie Räume in ganz Hamburg, auch in noblen Vierteln.

Vermummte Linksradikale ziehen durch die Stadt und zünden wahllos Autos an, beschädigen Bushaltestellen, schlagen die Scheiben ein oder bauen Barrikaden auf den Straßen auf.

Mehr zum Thema: Alle wichtigen Informationen zum G20-Gipfel findet ihr in unserem Live-Blog

Die Polizei schätzt insgesamt bis zu 100.000 Demonstranten, wovon eben bis zu 10.000 aus der linksextremen Ecke die friedlichen Demonstrationen stören und sich unter die Menge mischen, um die Polizei anzugreifen.

Der "schwarze Block" marschiert los

Am ersten Abend des Treffens der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer eskaliert die Situation. Zunächst versucht der sogenannte "Schwarzer Block", einen unangemeldeten Marsch in Richtung Elbphilharmonie, wo am Nachmittag die Staatspräsidenten und Staatschefs der 9. Sinfonie von Beethoven lauschen.

Die Polizei ist darauf gut vorbereitet, so verlagern sich die Versammlungen vielmehr auf die Reeperbahn und Hafenstraße.

Von dort ziehen sich die Gewalttäter zurück und finden sich in der Sternschanze wieder, wo kaum eine Präsenz der Polizei herrscht, bis auf drei oder vier Streifenwagen.

Mehr zum Thema: Zu viele Journalisten und Politiker verharmlosen linke Gewalt - das ist fatal

Insgesamt sind während der Ereignisse rund 2000 Gewalttätige in der Schanze, wo sie Geschäfte plündern, großen Sachschaden errichten, Menschen bedrohen und Autos anzünden. Menschen mit Handys werden bedroht, Aufnahmen sind nur heimlich zu machen.

In dunklen Gassen kann man beobachten, wie sie Steine aus dem Boden ausschlagen, Straßenschilder herausreißen, sich in Gebäude zurückziehen und umziehen sowie mit Explosionen auf Straßen für eine Gefahr um die Passanten sorgen.

Mit Platten aus dem Boden verschanzen sich die Vermummten in den oberen Geschossen, um sie auf die Polizei werden zu können, die bis dahin noch gar nicht da ist.

Lediglich ein Hubschrauber versucht Aufnahmen zu machen, um die Lage zu erkunden. Nach etwa drei Stunden Verwüstungen fahren die Hundertschaften an, Wasserwerfer sind auch im Einsatz.

Fortan sind alle Straßen gesperrt, als plötzlich die Polizei in Stellung kommt. Die radikalen Linken werden nervös, sie werfen mit Steinen und positionieren sich.

Wie im Krieg!

Passanten brüllen, dass es wie im Krieg sei. Einer der Anwohner, der fassungslos die Geschehnisse beobachtet, sagt, dass er so etwas noch nie erlebt hat.

Hamburg hätte zwar einige Male Krawalle im größeren Ausmaß erlebt, beispielsweise zum 1. Mai jährlich, aber dieses Mal sei es eine andere Dimension. Spekulationen darüber, wie lange es wohl dauern würde, bis die Polizei wieder die Kontrolle bekommt, gehen weit auseinander.

Mehr zum Thema: Ein Video aus dem Inneren der geplünderten Rewe-Filiale zeigt den Zerstörungswahn der Randalierer

Sagen einige noch, dass die Polizei hier gleich ordentlich eingreifen würde, befürchten noch viele, dass es wohl die ganze Nacht dauern wird. Tatsächlich meldet die Polizei erst in Morgenstunden, dass die Situation wieder unter Kontrolle ist.

Währenddessen stürmt die Polizei auch Wohnungen, die von den Gewalttätern gestürmt und besetzt wurden.

Rot-Grün trägt Verantwortung

Den Nährboden dieser Krawalle hat insbesondere die linke Szene im Schanzenviertel geboten. Nicht zuletzt und symbolisch auch die illegale Besetzung der Roten Flora, welche seit 1989 geduldet wird.

Seither gab es immer wieder die Forderung, die Duldung dieser illegalen Besetzung zu beenden. Die SPD und Grüne Landesregierung in Hamburg unternehmen nichts dagegen. Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und seine Stellvertreterin Katharina Fegebank (Grüne) müssen jetzt handeln.

Konsequent wäre es, dass Lehren aus der Nacht gezogen werden und die Sicherheit der Menschen wieder gewährleistet ist. Schafft es Olaf Scholz nicht, diesen rechtsfreien Raum wieder in Ordnung zu bringen, muss er zurück treten und Neuwahlen anordnen.

Dafür ist nämlich der Schaden zu groß, um es auszusetzen.

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