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Der Mensch als Auslaufmodell - das könnte in 50 Jahren Wirklichkeit werden

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ROBOTS
ByczeStudio via Getty Images
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Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? FOCUS hat mit dem Schreibwettbewerb #focussiert um Zukunftsvisionen seiner Leser gebeten. Die HuffPost veröffentlicht einige Einsendungen.

Adrian Sobotta prognostiziert eine Welt mit mehr Sauberkeit, weniger Kriminalität und erfolgreicherer Medizin. Er sieht die Menschheit mit grundlegenden Fragestellungen konfrontiert: "Wir werden vor die Wahl gestellt, welche Prioritäten wir in der Zukunft setzen." Sobottas Szenario.

Geld - eines der Zahlungsmittel in der Geschichte der Menschheit. Jeder braucht es, wenige haben es und viele träumen davon. Es begann mit Naturalien, Waren oder Nutzgeld, und es erwiesen sich nützliche Dinge als brauchbares Handelsgut.

Heute jagen wir dem Geld hinterher, einem eigentlich wertlosen bedruckten Blatt Papier. Einige verdienen es im Schlaf, andere töten dafür.

So sieht die Welt in 50 Jahren aus

Die Entwicklungen in Technologie und Wissenschaft schreiten schnell voran. Jeder hat bereits einen Staubsaugerroboter, einen Fabrikroboter oder Werbung eines autonomen Vehikels im Fernsehen gesehen. In der Medizin wird an myoelektrischen Prothesen oder gar künstlichen Organen geforscht.

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Es gibt Müllroboter in Ozeanen, die das Meer säubern, und Hausroboter. Das Leben ist bereits bestimmt von nützlichen Robotern, die unser Leben vereinfachen. Doch was wären wir in einer Welt mit alleskönnenden Robotern, die unsere Arbeit übernehmen, und uns das Leben vereinfachen? Arbeitslos!

Ein Frankenstein aus Metall

Wenn die Technik vorangeschritten ist, werden Roboter mit einer künstlichen Intelligenz womöglich auf die gesamte Kommunikations-, bzw. Informationskette zu beherrschen und analysieren wissen. Der Planet wird sauberer. Die Kriminalität wird sinken. Krankheiten werden besser diagnostiziert und behandelt.

Die Infrastruktur wird durch Vernetzung flüssiger von Statten gehen, so wie das gesamte Leben. Wie liquide ist allerdings unser Geldbeutel? Die "Robotorisierung" wird auch vor der Kriegsmaschinerie keinen Halt machen. Wird die Menschheit von KI-Robotern abhängig sein?

Wie weit lässt man die Entwicklung der Technik zu, um nicht einen "Frankenstein aus Metall" zu erschaffen?

Mehr zum Thema: Das Bedingungslose Grundeinkommen gibt Menschen die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung

Lässt man dem Potential der Technik und Wissenschaft seinen freien Lauf der Dinge? Wie das Aufwachsen eines Kindes. Es ist nicht verwerflich, sich die Frage zu stellen, ob es in Zukunft die Geburt eines neugeborenen Menschen oder frisch gebauten Roboters ist.

Werden in der Wissenschaft Durchbrüche erzielt, sind organische Roboter nicht mehr weit her geholt.

In Zeiten von Robotern verschiebt sich der Wertemaßstab

Da niemand mehr arbeiten kann, verdient auch niemand Geld. Was wird also in Zeiten von Robotern als Wertmaßstab angesehen?

Wer wird die unersättliche Gier und Bedürfnisse der Menschen stillen? Werden Menschen ausschließlich als Mechaniker arbeiten und bezahlt, um Roboter zu reparieren?

Macht durch Reichtum

Exoten bezahlen viel Geld dafür, nach dem Tode auf Eis gelegt zu werden, mit der Hoffnung in der Zukunft fortschrittlich genug zu sein, um dem "Geist" einen Körper zu geben. Wird der Mensch Schritt für Schritt ein Auslaufmodell in der Welt der Roboter, oder werden Menschen den eigenen Körper durch Technik modifizieren?

Sicher ist, dass auch in der Zukunft Wertgegenstände von Nöten sind, um sich am Leben zu erhalten oder durch Reichtum eine Machtposition einzunehmen. Denn auch Technik kostet.

Es wartet noch harte Arbeit auf uns

Der Mensch strebt nach Perfektion, welche er durch Technologie und Fortschritt erreichen könnte. Der Mensch selbst wird allerdings niemals perfekt sein. Menschlichkeit opfern für perfekte Technologie? Werden wir Freiheit bekommen oder uns immer mehr in Abhängigkeit bewegen?

Mehr zum Thema: Warum sich der Mensch von der Maschine abhängig machen wird - und trotzdem die Oberhand behält

Wir werden vor die Wahl gestellt, welche Prioritäten wir in der Zukunft setzen. Ganz gleich welchen Weg wir einschlagen, es wartet noch harte Arbeit auf uns. Was kommt danach?

Dieser Beitrag ist Teil der Themenreihe "New Work". Alle aktuellen Beiträge dazu findet ihr hier.

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