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Du hättest nie gedacht, dass dieses Körperteil schwanger werden kann

05/11/2015 17:01 CET | Aktualisiert 05/11/2016 10:12 CET
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Als ich zum ersten Mal schwanger war, bereitete ich mich auf die Veränderungen vor, von denen ich wusste, dass sie auf mich zukommen würden. Ich rieb meinen Bauch mit Körperbutter ein, um Dehnungsstreifen zu verhindern und ich kaufte mir Preggie Pops, um meiner bevorstehender Übelkeit vorzubeugen.

Erwartet hatte ich einen Babybauch und ein paar Wochen Übelkeit. Aber ich lag falsch. Am Ende fühlte ich mich, als ob jeder Teil meines Körpers von einem Symptom der Schwangerschaft betroffen war und die meisten davon überraschten mich. Ich war schwanger - von Kopf bis zu meinen geschwollenen Füßen.

Das waren die fünf Teile meines Körpers, die mich am meisten überraschten:

1. Gehirn

Mein sonst so geistesgegenwärtiger Verstand verwandelte sich zu Brei. Ich suchte die Namen alltäglicher Gegenstände. Irgendwann nannte ich alles nur noch "Dingsbums" und "Wieauchimmerdasheißt".

2. Mund

Zu Beginn meiner Schwangerschaft entschloss ich mich, besser auf meine Zahnpflegeroutine zu achten. Zwei Mal am Tag Zähne putzen und Zahnseide verwenden, waren in dem Programm inbegriffen. Aber nach sechs Wochen löste schon der Gedanke, etwas klebriges in meinem Mund zu haben, einen Würgreiz in mir aus. Als ich endlich eine geeignete Zahnpflegeroutine für mich fand, setzte Zahnfleischbluten ein. Wenn ich Zahnseide benutzte, dann sah mein Mund hinterher aus wie ein Tatort.

3. Hände

Zur Halbzeit meiner ersten Schwangerschaft wachte ich mitten in der Nacht mit tauben Händen auf, die so stark schmerzten, dass ich nicht mehr klar denken konnte. Meine Hände fühlten sich an, als ob sie eingeschlafen waren. Doch auch Schütteln und Massieren konnten den Schmerz nicht lindern. Als ich meiner Frauenärztin davon erzählte, sagte sie mir, dass ich das Karpaltunnelsyndrom habe, das in einer Schwangerschaft häufig auftritt. Während der Nacht sollte ich Handgelenkstützen tragen. Mit diesen sah ich nicht nur aus wie ein Straßenkämpfer, sondern wachte nun nicht mehr nur mit schmerzenden Händen, sondern auch mit verschwitzten Handgelenken auf.

4. Hüfte

Ich dachte, hierfür wäre ich vorbereitet. Natürlich ist ein 17-Kilo Wassermelonen-Bauch eine zusätzliche Belastung für die Hüfte. Aber es war nicht nur das Gewicht, das den Schmerz in meinen Hüften verursachte, sondern auch das Hormon Relaxin. Relaxin macht das Bindegewebe locker, wodurch die Hüfte gestreckt und die Geburt später erleichtert wird. Ich schätze diese Vorplanung meines Körpers, aber mit wackeligen Hüften zu leben ist nicht sehr angenehm. Am schlimmsten sind aber die Schambeinschmerzen. Sobald sich Relaxin dazumischt, wird selbst Treppensteigen und auf dem Bett liegen unglaublich schmerzhaft.

5. Nase

Nach wenigen Wochen der Schwangerschaft bekam ich zum ersten Mal in meinem Leben Nasenbluten. Glücklicherweise wurde es nicht chronisch, aber die gleichen Hormone sorgten dafür, dass meine Nase verstopfte und ich anfing zu schnarchen. Wie ein Holzfäller. Zum Glück schlief mein Mann immer sehr tief und fest. Meine Zimmernachbarin während eines Mädelsausflugs nach Kalifornien war darüber hingegen weniger begeistert. Sie war gutmütig, aber neckte mich immer wegen des Lärms.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Carola Hoffmann aus dem Englischen übersetzt.

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