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10/12/2017 12:14 CET | Aktualisiert 10/12/2017 12:19 CET

Mutter eines Obdachlosen fleht: "Schenkt meinem Sohn kein Geld, Essen oder Kleidung - es tötet ihn"

  • Die Muter eines Obdachlosen hat einen emotionalen Appell

  • Sie sagt: Geld-, Essen- und Kleiderspenden helfen Obdachlosen nicht, sondern bringen sie um

  • Oben im Video: Was Menschen wirklich über Obdachlose denken - und deren bewegende Reaktionen

In der kalten Jahreszeit beginnt für Obdachlose ein Kampf ums Überleben. Die Mutter eines Obdachlosen fleht die Menschen an, ihren Sohn nicht in diesem Kampf zu unterstützen.

Sie sagte der Zeitung “Wales Online” in einem emotionalen Appell, dass gutgemeinte Geld-, Essens- und Kleiderspenden ihrer Meinung nach viele Obdachlose umbringen würden, anstatt sie zu retten. Auch ihren Sohn.

“Ihr denkt, ihr könntet den Menschen damit helfen. Doch in Wirklichkeit drängt ihr die Menschen in die Drogenabhängigkeit und bringt sie damit um”, erzählt die Mutter.

Mutter: "Ihr bringt sie damit um"

Ihr 22-jähriger Sohn sei selbst drogenabhängig und lebe in Cardiff auf der Straße. Deshalb wisse sie, wovon sie spreche. Sie veröffentliche ihren emotionalen Appell in der Hoffnung, dass die Menschen wachgerüttelt würden.

“Wenn ihr meinem Sohn Kleidung gebt, dann wird sie in ein paar Tage warm halten. Wenn ihr meinem Sohn Essen gebt, dann ist er für ein bis zwei Tage satt. Und wenn ihr meinem Sohn Geld gebt, dann wird er sich davon Drogen für die nächsten Tage kaufen.”

All das werde seine kurzfristigen Bedürfnisse stillen. Eine langfristige Lösung sei das aber nicht. Es sei ein Teufelskreis, der immer wieder bei den Drogen ende.

Mit 13 Jahren rauchte ihr Sohn das erste Mal Cannabis, von da an ging es bergab, erzählt die Mutter. “Seine Zeit als Jugendlicher war turbulent. An Weihnachten vor ein paar Jahren gab er dann zu, dass er heroinabhängig ist.”

Es gibt nur eine richtige Art zu helfen

Für die Mutter gibt es nur eine einzige Möglichkeit, drogenabhängigen Obdachlosen zu helfen: “Meldet euch bei Organisationen, die Obdachlosen helfen. Gebt die Kleidung und das Essen an diese Vereine, denn die versuchen, die Menschen von der Straße zu holen.”

Ihren emotionalen Appell beendet die Mutter mit einer Bitte: “Bitte sorgt dafür, dass mein Sohn nächstes Weihnachten nicht in seinem Grab liegt.”

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(jds)

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