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07/12/2017 09:36 CET | Aktualisiert 07/12/2017 10:37 CET

Wegen Donald Trump: Hamas-Anführer ruft zum bewaffneten Aufstand gegen Israel auf

Mohammed Salem / Reuters
Wegen Donald Trump: Hamas-Anführer ruft zum bewaffneten Aufstand gegen Israel auf

  • Die miltante Palästinensergruppe Hamas ruft zum Aufstand gegen Israel auf

  • Hamas-Anführer Haniyya verkündete am Donnerstag die dritte Intifada

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat auf die US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt reagiert. Die Hamas rief am Donnerstag zur dritten Intifada, also einem neuen militanten Aufstand gegen Israel, auf.

Am Freitag müsse die "Intifada zur Befreiung Jerusalems" beginnen, forderte der Chef der bisher im Gazastreifen herrschenden Organisation.

Bei der ersten Intifada zwischen 1987 und 1993 starben rund 2500 Menschen.

Bei der zweiten intifada zwischen 2000 und 2005 kamen fast 5000 Menschen ums Leben. Die Israelis zählen über 20.000 Anschläge, auf palästinensischer Seite starben rund 1000 Zivilisten.

Hamas-Anführer Ismail Haniyya sprach von einer "Kriegserklärung" Donald Trumps gegen die Palästinenser. Haniyya appellierte an die anderen arabischen Staaten sich dem Widerstand gegen die US-Entscheidung anzuschließen.

"Die Entscheidung markiert den Beginn einer Zeit der furchtbaren Veränderungen in der ganzen Region", sagte er in Gaza. Haniyya rief den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas dazu auf, das Ende des Friedensprozesses mit Israel zu erklären.

Palästina müsse nun jegliche Sicherheitszusammenarbeit mit Israel beenden. "Unser Volk ist in der Lage, die Revolution in Gang zu setzen“, sagte Hanija. "Jerusalem und Palästina werden arabisch und islamisch bleiben."

Aus Protest gegen Trumps Entscheidung begannen die Palästinenser am Donnerstagmorgen einen Generalstreik.

Im Westjordanland und im Gazastreifen sowie in Ost-Jerusalem blieben öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Banken geschlossen.

gaza

Ein Jugendlicher in Gaza-Stadt, Bild: Reuters.

Im Gazastreifen sowie in verschiedenen Städten des Westjordanlands kam es am Mittwochabend zu ersten Protesten. In Gaza verbrannten Demonstranten Bilder von Trump, US-Flaggen sowie Autoreifen.

Mehr zum Thema: Lallend und unkonzentriert: Trumps Jerusalem-Auftritt nährt einen unheimlichen Verdacht

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