LIFESTYLE
06/12/2017 11:33 CET | Aktualisiert 06/12/2017 11:39 CET

Ein Lehrer verteilt Arbeitsblätter an seine Schüler - er hätte sie sich besser vorher angesehen

  • Ein Lehrer in den USA hat ein Arbeitsblatt für seine Schüler aus dem Internet heruntergeladen

  • Offensichtlich ohne es vorher kontrolliert zu haben, teilte er es an seine Schüler aus

  • Einige der Fragen auf dem Blatt machen Eltern wütend

Lehrer haben es oft nicht leicht. Vergessene Turnbeutel, angeblich vom Hund gefressene Hausaufgaben oder unaufgefordertes dazwischen Quasseln - Gründe zum Kopfschütteln gibt es im Schulalltag zu genüge. Fangen dann auch noch die Eltern an zu nörgeln, zweifeln viele die eigene Berufswahl an.

In manchen Fällen regen sich die Eltern jedoch zurecht auf. Wie beispielsweise kürzlich an der Carter G. Woodson School in Virginia, USA. Aus unbekannten Gründen hat der Lehrer im Fach "Family & Consumer Sciences" ein Arbeitsblatt ausgeteilt, das er ganz offensichtlich vor dem Unterricht selbst nicht einmal angeschaut hatte.

Vermutlich aus Faulheit hatte er das "Familiy Quizz" zuvor einfach aus dem Internet heruntergeladen und seinen Schülern als Aufgabe gegeben.

"Wie nennt man die Freundin eines verheirateten Mannes?"

Das Quiz sollte Begriffe von verschiedenen Verwandtschafts-Konstellationen innerhalb einer Familie abfragen. Beispielsweise wie die Tochter des Onkels oder die Schwester des Vaters bezeichnet wird. Während die ersten Fragen auf dem Blatt noch recht harmlos waren, hatten es die letzten drei in sich.

Da sollten die Schüler die Antworten auf recht prekäre Fragen wissen: "Wie nennt man die Freundin eines verheirateten Mannes?, "Wie nennt man den Freund einer viel älteren Frau?" und "Wie nennt man die viel jüngere hübsche Freundin eines alten, reichen Mannes?".

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Die Eltern der betreffenden Kinder sind sich einig, dass solche Fragen nichts im Unterricht von 11-Jährigen zu suchen haben.

"Das ist total unangebracht. Solche Dinge sollten nicht in der Schule besprochen werden, sondern zuhause", regt sich eine Mutter auf Facebook auf. Eine andere schreibt: "Wieso zur Hölle müssen Sechstklässler solche Begriffe lernen und werden auch noch in einem Test dazu abgefragt?"

Arbeitsblatt muss an das Alter der Schüler angepasst sein

Auch der Urheber des Arbeitsblatt ist der Meinung, dass es unpassend für die Unterstufe ist. “Dieses Arbeitsblatt ist nicht für jüngere Schüler geeignet und kann an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden”, sagte er der britischen Zeitung "Daily Mail". Der Lehrer selbst hat sich nicht zu dem Vorfall geäußert.

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Es spricht nichts dagegen, sich als Lehrer ab und zu an Material aus dem Internet zu bedienen. Die Schüler bei Laune zu halten, fordert eine Menge Kreativität und Abwechslung.

Sich von Online-Vorlagen inspirieren zu lassen, ist daher absolut nachvollziehbar. Sich die Zeit und Mühe zu sparen, die Inhalten nicht zu kontrollieren, bevor sie auf die Tische der Schüler kommen, jedoch nicht.

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(lk)

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