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05/12/2017 20:16 CET | Aktualisiert 06/12/2017 08:38 CET

Zugunglück in NRW: Personenzug kracht in Güterzug - dutzende Verletzte

  • In Nordrhein-Westfalen ist ein Personenzug mit einem Güterzug zusammengestoßen

  • Nach derzeitigen Erkenntnissen sind 41 Menschen leicht und 6 schwerer verletzt

  • Oben im Video seht ihr erste Aufnahmen von der Unglücksstelle

In Meerbusch bei Neuss ist am Dienstagabend ein Personenzug mit einen Güterzug zusammengestoßen. Nach derzeitigen Stand gibt es 41 leicht verletzte, drei mittel und drei schwer verletzte Personen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 in einen stehenden Güterzug von DB Cargo gekracht. Warum der Zug auf den Schienen stand, ist noch unklar

Lokführer verhinderte wohl Schlimmeres

Laut einem Sprecher von National Express, dem Betreiber des Personenzugs, habe der Fahrer ein Hindernis auf der Strecke entdeckt und sofort eine Vollbremsung eingeleitet.

Der Fahrer habe dann den Führerstand verlassen. Das hat ihm wohl das Leben gerettet. Laut dem Zug-Betreiber warnte er die Fahrgäste und forderte sie auf, so schnell wie möglich den vorderen Zugteil zu verlassen. So habe der Lokführer Schlimmeres verhindert.

Bei dem Aufprall war der Mann verletzt worden. Er konnte gerettet werden, stand aber unter Schock.

Ein Reisender schildert gegenüber der "Rheinischen Post" den Moment des Zusammenstoßes: "Ich hörte plötzlich einen heftigen Knall, es wurde dunkel und ich wurde durch das Abteil geschleudert."

Mehr zum Thema: "Leute sind durch den Zug geflogen": Opfer schildern den Moment des Aufpralls beim Zugunglück in NRW

Rettung zunächst erschwert

Die Feuerwehr begann dann, die Fahrgäste aus dem Zug zu holen. Die Unfallstelle ist den Angaben zufolge im Bereich des Bahnhofs Meerbusch-Osterath.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden die Bergungsarbeiten zunächst von abgerissenen Fahrdrähten erschwert. Die Oberleitung war beim Aufprall heruntergerissen worden.

Rettungshubschrauber trafen bald ein, um Verletzte abzutransportieren, wie in einem Video eines "Bild"-Reporters zu sehen ist:

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Merkel dankt den Rettungskräften

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgte die Lage am Abend, wie Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter mitteilte. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte."

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wünschte den Verletzten eine "baldige Genesung".

Das Unglück weckt Erinnerungen an einen Zusammenstoß im bayerischen Bad Aibling. Im Februar 2016 waren dabei zwei Nahverkehrszüge zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, 89 Insassen wurden verletzt - einige von ihnen lebensgefährlich.

Mit Material der dpa.

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(jg)

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