POLITIK
05/12/2017 09:34 CET | Aktualisiert 05/12/2017 22:39 CET

Soldat erzählt Witz über Verteidigungsministerin von der Leyen - jetzt muss er 1500 Euro Strafe zahlen

  • Ein Bundeswehrsoldat ist zu einer Geldbuße verurteilt worden

  • Weil er sich ironisch über die Verteidigungsministerin äußerte

  • Oben im Video: Bundeswehr-Skandal: Kanzlerin Merkel verteidigt von der Leyen

Putschplan gegen Ursula von der Leyen. Unter dieser Überschrift machten vor einigen Monaten Berichte über einen Stabsoffizier die Runde, der angeblich zum Aufstand gegen die Verteidigungsministerin aufgerufen hatte.

Demnach soll der Soldat am 12. Mai bei einem Lehrgang gesagt haben: "Ich habe es so satt, dass 200.000 Soldaten unter Generalverdacht gestellt werden, wegen zwei Verrückten. Die Ministerin ist bei mir unten durch, das muss man ansprechen oder putschen."

Der Oberstleutnant hatte im Anschluss beteuert, es habe sich um eine “satirische Übertreibung” gehandelt. Seine Aussage sei für alle Anwesenden als Witz klar erkennbar gewesen und der ganze Saal habe anschließend gelacht.

Offensichlicht sehen das seine Vorgesetzten bis heute anders.

Kein Putschplan erkennbar

Denn der Militärgeheimdienst MAD nahm Ermittlungen auf. Der Vorwurf: "Sympathie für einen Putsch". Auch die Staatsanwaltschaft schaltete sich in den Fall ein.

Einen ernsthaften Putschplan konnten aber im Laufe der Ermittlungen weder der MAD noch die Staatsanwälte erkennen. Allerdings verdonnerten die Vorgesetzten des Oberstleutnants ihn zu einer Strafzahlung von 1500 Euro. Der Offizier will laut "Spiegel" dagegen klagen.

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