POLITIK
05/12/2017 12:40 CET | Aktualisiert 05/12/2017 19:45 CET

Chaos bei der FDP: Kubicki bringt Comeback von Jamaika ins Spiel - Lindner dementiert

Joachim Herrmann / Reuters
Erneute Wende FDP-Vize Kubicki bringt Comeback von Jamaika-Sondierungen ins Spiel

  • Wenige Wochen nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen bringt FDP-Vize Wolfgang Kubicki ein Comeback des Bündnisses ins Spiel

  • "Scheitert die GroKo, haben wir eine andere Lage", sagte er

  • FDP-Chef Lindner dementierte darauf sofort auf Twitter

Es ist die Wende der Wende der Wende: FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat ein Comeback der Jamaika-Verhandlungen ins Spiel gebracht. Zuvor hatten die Liberalen ein solches Szenario ausgeschlossen, nachdem sie die Sondierungen platzen ließen.

"Eines ist doch klar: Scheitert die GroKo, haben wir eine andere Lage", sagte Kubicki dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" kurz vor dem Beginn des SPD-Parteitags, der über die Aufnahme der Gespräche mit der Union entscheiden soll.

"Wir sind schließlich keine Dogmatiker"

Kubicki bezog sich dabei auf sich aufschaukelnde politische Forderungen bei der Union und der SPD im Vorfeld möglicher Gespräche.

"Selbstverständlich werden die Freien Demokraten im Licht der Entwicklung neue Bewertungen vornehmen. Wir sind schließlich keine Dogmatiker", sagte der FDP-Vize.

Der Vorstoß ist überraschend. Eigentlich hatten die Liberalen angekündigt, in die Opposition zu gehen - komme, was wolle.

So schloss FDP-Chef Christian Lindner mehrere Male ein Comeback von Jamaika aus. Ähnlich äußerte sich später Generalsekretärin Nicola Beer.

Auch nach dem Vorstoß von Kubicki bliebt Lindner bei seinem Nein.

Lindner schrieb auf dem Kurznachrichten Twitter: "Wolfgang ist wohl falsch verstanden worden. In dieser Wahlperiode ist Jamaika für niemanden mehr ein Thema".

Auch der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Marco Buschmann reagierte auf den Vorstoß.

"Jetzt spekulieren schon wieder alle über #Jamaika 2.0. Warten wir doch erst mal ab, was die GroKo-Sondierungen ergeben", schrieb Buschman auf Twitter:

Auch die Grünen richteten sich auf ihrem Parteitag auf die Opposition ein.

Kubicki selbst fühlte sich hinterher ebenfalls falsch verstanden. "Es ist schon erstaunlich, dass die Wiedergabe einer Binsenweisheit in diesen aufgeregten Zeiten zu Eil- und Falschmeldungen führt", schrieb der Politiker auf Facebook.

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(ben)

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