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05/12/2017 17:02 CET

Dustin Hoffman: Öffentlich bloßgestellt von John Oliver?

Dustin Hoffman musste sich bei einer Podiumsdiskussion den unangenehmen Fragen von John Oliver stellen

Als Dustin Hoffman (80, "Rain Man") am Montag zu Gast bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Jubiläumsvorstellung seines Films "Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt" geladen war, hatte er wohl eine friedliche Gesprächsrunde erwartet. Doch der Hollywood-Star hatte die Rechnung ohne Moderator John Oliver (40) gemacht, der durch das Event führte. Oliver konnte es nicht lassen, Hoffman auf die Vorwürfe der sexuellen Belästigung anzusprechen - wie unter anderem ein von der "Washington Post" veröffentlichtes Video zeigt.

"Es gibt da etwas, über das wir reden müssen... weil es in der Luft hängt", begann John Oliver die Diskussion mit Hoffman. Anfang November war dieser von der Autorin Anna Graham Hunter beschuldigt worden, dass er sie als 17-Jährige am Set des Films "Tod eines Handlungsreisenden" (1985) begrapscht und auf unangemessene Weise mit ihr über Sex gesprochen habe. Ihre Erfahrungen schilderte Graham über 30 Jahre später im Zuge der Weinstein-Affäre in einem eigenen Text für den "Hollywood Reporter".

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Überrumpelt und bloßgestellt?

Obwohl bei der Podiumsdiskussion auch Schauspieler Robert De Niro (74, "Taxi Driver"), Produzentin Jane Rosenthal (61) und Regisseur Barry Levinson (75) auf der Bühne saßen, drehte sich das einstündige Gespräch laut "Washington Post" zur Hälfte um die Vorwürfe gegen den inzwischen 80-Jährigen. Hoffman warf Oliver im Laufe des Gesprächs vor "ihn öffentlich bloßzustellen" und "überrumpelt" zu haben. Niemand habe ihn davor gewarnt, dass dieses Thema aufkommen werde.

John Oliver bezeichnete unter anderem Hoffmans Entschuldigung, die er nach dem Auftauchen der Vorwürfe veröffentlicht hatte, als ungenügend. Hoffman unterstrich daraufhin: "Ich weiß immer noch nicht, wer diese Frau ist. Ich habe sie nie getroffen. Und wenn ich sie getroffen habe, dann nur gemeinsam mit anderen Leuten."

Hoffman hatte auf den Artikel mit folgender Entschuldigung reagiert: "Ich habe den allergrößten Respekt vor Frauen und fühle mich schrecklich damit, dass irgendetwas, das ich vielleicht getan habe, sie in diese Situation gebracht haben könnte. Es tut mir leid. Das spiegelt nicht wider, wer ich bin." Eine Behauptung, die John Oliver unter anderem dazu veranlasste, das Ganze bei der Podiumsdiskussion anzusprechen. Eine Entscheidung, die die Stimmung nicht gerade besser machte. Während der restlichen Diskussion blieb das Verhältnis zwischen Hoffman und Oliver äußerst angespannt.

Neben Anna Graham Hunter hatte sich außerdem die Theaterautorin Wendy Riss Gatsiounis im November laut dem Klatschportal "Page Six" der "New York Post" mit der Behauptung zu Wort gemeldet, Hoffman habe sie zu einem früheren Zeitpunkt sexuell bedrängt. Dieser Vorfall ereignete sich demnach im Jahr 1991.

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