POLITIK
05/12/2017 18:24 CET | Aktualisiert 06/12/2017 07:28 CET

Medienbericht: AfD-Bundestagsfraktion soll zehntausende Euro für Brötchen verschwendet haben

Fabrizio Bensch / Reuters
AfD-Bundestagsfraktion (Archivbild)

  • Ärger in der AfD-Bundestagsfraktion: Ein Abgeordneter macht seinen Kollegen laut einem "Bild"-Bericht schwere Vorwürfe

  • Die Geschäftsführung der Fraktion habe beim Catering Geld verschwendet

Die "Bild"-Zeitung berichtet von einem absurden Streit der AfD-Fraktion im Bundestag. In einem Antrag des Abgeordneten Thomas Seitz würden dem Geschäftsführer der Fraktion, Hans-Joachim Berg, und Verwaltungsleiter Philip Runge vorgeworfen, beim Catering der Abgeordneten Geld verschwendet zu haben.

Das Catering während der Sitzungen stelle ein "schwelendes Problem" dar, zitiert die "Bild"-Zeitung den AfD-Politiker Seitz. "Hier sind bereits Rechnungen in der Größenordnung von mehreren 10.000 Euro aufgelaufen, obwohl zumindest unklar ist, ob diese Kosten von der Fraktion getragen werden dürfen."

Fraktionschef Alexander Gauland habe die Catering-Kosten als "völlig absurd" bezeichnet.

Seitz kritisiert die AfD-Geschäftsführung scharf

Die Liste der Vorwürfe geht noch weiter: Bei der Anschaffung von Computern und sonstigem Equipment sei versucht worden, "massiv zu betrügen".

"Zum einen war die vorgeschlagene Größenordnung massiv überdimensioniert und erinnere eher an CDU-Verhältnisse", klagt Seitz laut der "Bild"-Zeitung, zum anderen seien "zirka 20 Prozent bis 30 Prozent gegenüber regulären Marktpreisen überteuert" gewesen. Der Abgeordnete werfe seinen Parteikollegen vor, sich zu Lasten der Fraktion bereichern haben zu wollen.

Seitz kritisiere außerdem, dass bisher kaum ein Mitarbeiter der Fraktion einen Arbeitsvertrag habe.

Auch habe die AfD-Fraktionsführung es im Ältestenrat versäumt, einen stellvertretenden Vorsitzenden für den neu eingerichteten Hauptausschuss durchzusetzen, in dem bis zur Bildung der neuen Regierung wichtige Entscheidungen auf Bundestagsseite getroffen werden. Seitz spricht hier von einem klaren "Verrat der Interessen unserer Fraktion".

Zunächst hatte die AfD nach dem Einzug in den Bundestag damit Schlagzeilen gemacht, weil sich Abgeordnete über die Größe ihrer Büros beschwerten. Nun ist offenbar auch innerhalb der Fraktion Streit ausgebrochen.

Mehr zum Thema: Erste Plenarsitzungen zeigen: Die AfD stellt die Parteien vor ein Problem, mit dem die wenigsten gerechnet hatten

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(jg)

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