LIFESTYLE
04/12/2017 11:40 CET | Aktualisiert 04/12/2017 13:49 CET

Muslima zeichnet Weihnachts-Comic und spricht damit auch Christen aus der Seele

  • Irgendwie nervt Weihnachten. Und irgendwie ist es trotzdem schön

  • Eine Muslima hat einen Comic zum Thema gezeichnet - und dürfte damit vielen Christen aus der Seele sprechen

  • Im Video oben: Muslime gingen an Weihnachten in ein Restaurant - als sie die Rechnung bekamen, waren sie sprachlos

Alle Jahre wieder ... der gleiche Stress vor Weihnachten. Alle Jahre wieder ... nehmen sich Menschen vor: Diesmal feier ich einfach gar nicht.

Aber alle Jahre wieder ... ist es ja doch irgendwie schön. Die romantischen Filme, die Weihnachtspullis, die sogar die Autorität des Familienpartiarchen untergraben, die Lichter überall, das gute Essen ...

Ein Comic zeigt die Gefühlslage vieler Christen ziemlich gut. Nur wurde er von einer Muslima gezeichnet, die Weihnachten ebenfalls nicht feiern will, wenn auch aus anderen Gründen: der US-Amerikanerin Huda Fahmy aus Texas.

"Alle sind fröhlicher"

"Obwohl ich den Feiertag überhaupt nicht feiere, kann ich nicht anders, ich bin jedes Mal überwältigt von dieser Zeit im Jahr und ihrer Atmosphäre", sagt sie der HuffPost. "Alle sind netter, fröhlicher."

Fahmy ist in den USA geboren und aufgewachsen, trägt seit ihrem zehnten Lebensjahr Kopftuch. "Und immer habe ich mich in meinem Heimatland wie ein Fremder gefühlt. Man hat mich angestarrt, angeschrien, beschimpft, einmal hat sogar jemand ein Ei nach mir geworfen."

Eine ganz einfache, fröhliche Botschaft

Ihr Kopftuch aber will sie nicht ablegen. "Es hat eine tiefere Bedeutung für mich", sagt sie.

Aber sie will ihre Geschichte erzählen, in Worten oder eben in ihren Comics, die immer Frauen mit Kopftuch zeigen. "Ich will, dass andere Musliminnen meine Figur sehen und sie weniger fremd fühlen. Ich will, dass die Menschen das sehen und ihre Vorurteile über Muslime über den Haufen werfen."

Und so hat sie auch den Weihnachtscomic gezeichnet. Um zu zeigen, "dass wir nicht alle an das Gleiche glauben müssen oder dieselbe Religion ausüben müssen, um schöne, nette Gewohnheiten gegenseitig zu schätzen".

2017-09-04-1504512891-8209760-CopyofHuffPost.png Young Urban Muslims - das Sprachrohr für alle jungen Muslime, die keine Lust haben, dass immer nur über sie geredet wird.

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(tb)

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