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03/12/2017 09:01 CET | Aktualisiert 03/12/2017 11:07 CET

"Presseleute wegschaffen": AfD-Präsidium sorgt bei Parteitag für hässliche Szenen

  • Das Partei-Präsidium auf dem Bundesparteitag der AfD ist mit aggressiven Ansagen gegen Journalisten vorgegangen

  • Die Szene seht ihr oben im Video

Chaotisch und turbulent: So verlief am Samstag der Parteitag der AfD.

Nicht nur das Hin und Her bei der Wahl der neuen Doppelspitze aus Jörg Meuthen und Alexander Gauland bot ein chaotisches Bild. Auch die harten Ansagen des Parteitags-Präsidiums gegen die anwesenden Journalisten sorgten für hässliche Szenen.

"Ich darf die versammelte Presse bitten, sofort diesen Bereich hier zu räumen", sagte ein Sprecher des Präsidiums. Sein Kollege forderte dann das Sicherheitspersonal aggressiv auf, die "Presseleute da wegzuschaffen".

Offenbar blockierten die Journalisten den Mittelgang. "Haben Sie keinen Anstand?", schimpfte einer der Sprecher des Partei-Präsidiums.

Die AfD und die Presse

In der Vergangenheit hat der Umgang der AfD mit der Presse Kritik ausgelöst. Der Landesverband in Nordrhein-Westfalen etwa hatte im vergangenen Jahr zunächst geplant, Journalisten vom Landesparteitag gänzlich auszuschließen. Die Ankündigung löste heftige Proteste aus.

Beim Bundesparteitag in Hannover wurde dieses Mal der Reporter Marcus Bensmann der Investigativ-Plattform "Correctiv" nicht zugelassen. Begründung war Platzmangel.

Bensmann bezog dann außerhalb des Gebäudes, in dem der Parteitag stattfand, Stellung, wie auf Bildern auf Twitter zu sehen war. "Stern"-Journalist Wigbert Löer berichtete, in der Halle sei genügend Platz für mehr Journalisten gewesen.

Mehr zum Thema: AfD will illegal höchst private Daten von Journalisten sammeln - und liefert eine peinliche Ausrede

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