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02/12/2017 13:12 CET | Aktualisiert 02/12/2017 13:55 CET

Gauland verzichtet laut Medienbericht auf den AfD-Parteivorsitz - Meuthen und Pazderski Favoriten

Fabrizio Bensch / Reuters
Alexander Gauland verzichtet laut Medienbericht auf den AfD-Parteivorsitz

  • Alexander Gauland hat sich laut einem Bericht aus dem Rennen um den AfD-Parteivorsitz zurückgezogen

  • In Zukunft sollen demnach Jörg Meuthen und Georg Pazderski die Partei anführen

Alexander Gauland wird laut einem Bericht der "FAZ" nicht Vorsitzender der AfD werden. Stattdessen sollen Jörg Meuthen und Georg Pazderski die AfD in den nächsten beiden Jahren führen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Parteikreise. Gauland selbst wolle für den stellvertretenden Vorsitz kandidieren.

Pazderski habe demnach auf bestimmte Zuständigkeiten als zukünftiger Bundesvorsitzender verzichtet. Er ist bisher zuständig für die Bundesgeschäftsstelle in Berlin, soll diese Aufgabe aber abgeben. Meuthen, so schreibt die "FAZ", soll befürchtet haben, dass Pazderski sonst zu viel Einfluss in der Parteispitze haben könnte.

Meuthen selbst wird in das Europaparlament nach Brüssel wechseln.

Heftige Proteste gegen den AfD-Parteitag

Zum Auftakt des AfD-Bundesparteitags in Hannover hatte Meuthen die Delegierten zu einer "patriotischen Politik für Deutschland" aufgerufen. "Wir sind die einzigen in diesem Land, die das tun", sagte Meuthen am Samstag.

Meuthen warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in seiner Eröffnungsrede "politisches Zentralversagen" vor. Nach dem Einzug der AfD in den Bundestag als drittstärkste Kraft gehe es der Partei jetzt "nicht um die Futtertöpfe, sondern um unser Land".

Mehrere Hundertschaften der Polizei sicherten die Veranstaltung. Gegendemonstranten versuchten am Vormittag, den Weg der Delegierten in die Halle zu blockieren. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Es gab mehrere Verletzte.

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