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01/12/2017 11:22 CET | Aktualisiert 01/12/2017 12:36 CET

Medienbericht: SPD und Union wollen GroKo-Verhandlungen - Schulz dementiert

Axel Schmidt / Reuters
EIL: SPD und Union wollen Verhandlungen über eine Große Koalition aufnehmen

  • Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung haben sich Union und SPD auf GroKo-Sondierungen verständigt

  • Die Entscheidung sei bei dem Treffen mit Bundespräsident Walter Steinmeier am Donnerstagabend gefallen

  • SPD-Chef Martin Schulz und weitere Vertreter der Sozialdemokraten dementierten die Meldung

Gestern Abend waren die Parteichefs von CDU, CSU und SPD zum Gespräch bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier - offenbar ist dabei ein Entscheidung gefallen. Die "Bild" berichtet, Union und SPD hätten sich darauf verständigt, in Verhandlungen über eine Große Koalition einzutreten.

Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will sich die SPD-Spitze auf dem Bundesparteitag Ende kommender Woche grünes Licht für die Aufnahme von ergebnisoffenen Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung geben lassen.

Schon vor Weihnachten könnte es ein oder zwei Sondierungsrunden geben, habe es in der Schaltkonferenz von Angela Merkel am Freitag geheißen, schreibt die "Bild" weiter. Jedoch müsse dafür noch der SPD-Parteitag einer Aufnahme der Gespräche zustimmen.

Sozialdemokraten dämpfen die Erwartungen

Aus SPD-Kreisen war zu hören, es sei noch nichts entschieden. Es lägen weiterhin viele Optionen auf dem Tisch. Der Bericht der "Bild"-Zeitung wurde ausdrücklich zurückgewiesen - auch von SPD-Chef Martin Schulz. Der sagte über den Bericht der Boulevardzeitung: "So etwas ist inakzeptabel." Wer solche Falschmeldungen in Umlauf setze, „zerstört Vertrauen“.

Zuvor hatte sich die SPD weiter zurückhaltend gegeben.

Seine Partei werde sehr gründlich diskutieren, "in welcher Form eine Regierungsbildung stattfinden kann", sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Freitag vor einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. "Dazu brauchen wir Zeit. Das ist vollkommen klar."

Heil betonte: "Es ist eine verfahrene Situation, und man kann nicht in wenigen Tagen das kitten, was andere in zwei Monaten zerbrochen haben."

Mit Material der dpa

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