POLITIK
01/12/2017 08:56 CET

Medienbericht: Trump drängte auf Einstellung von Russland-Ermittlungen

Jonathan Ernst / Reuters
Medienbericht: Trump drängte auf Einstellung von Russland-Ermittlungen

  • Die Russland-Ermittlungen gegen Donald Trumps Beraterstab sind immer noch in vollem Gange

  • Jetzt zeigt ein Bericht der "New York Times": Der US-Präsident soll versucht haben, diese beenden zu lassen

  • Trump soll demnach mehrere republikanische Abgeordnete gebeten haben, die Ermittlungen einzustellen

US-Präsident Donald Trump hat im Sommer wiederholt republikanische Abgeordnete zur Einstellung der Senatsermittlungen zu Russland im Geheimdienstausschuss gedrängt. Dies berichtete am Donnerstagabend (Ortszeit) die “New York Times”.

Der Geheimdienstausschuss des Senats untersucht die Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf 2016 und eine mögliche Zusammenarbeit vor allem von Trumps Wahlkampflager mit Russland.

Unterdessen führt die US-Bundespolizei FBI ihre eigenen Ermittlungen durch, zudem untersuchen ein Ausschuss im Repräsentantenhaus und der Justizausschuss des Senats die Russland-Verbindungen.

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Regierungssprecher: “Trump handelte unbewusst unangemessen”

Der Ausschussvorsitzende Richard Burr sagte der “New York Times” zufolge, Trump habe seinen Wunsch ausgedrückt, dass die Untersuchungen so bald wie möglich beendet würden. Der Präsident habe auch andere Republikaner aufgefordert, die Ermittlungen im Senat zu einem schnellen Abschluss zu bringen, zitierte das Blatt Abgeordnete und Mitarbeiter.

Im Mai hatte der US-Präsident den damaligen Chef des FBI, James Comey, gefeuert. Während einer Anhörung vor dem Senatsausschuss im Juni sagte Comey aus, Trump hätte ihn gebeten, die Russland-Ermittlungen gegen seinen Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Darüber hinaus habe der Präsident ihn aufgefordert sich ihm gegenüber “loyal” zu zeigen.

Die demokratische Senatorin und ehemalige Ausschussvorsitzende Dianne Feinstein kritisierte Trumps Aussagen dem Bericht zufolge als unangemessen und sieht die Gewaltenteilung verletzt.

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Ein Sprecher des Weißen Hauses hingegen betonte, Trump habe nicht versucht, die Ausschussmitglieder ungehörig zu beeinflussen. Burr sagte, Trump sei vermutlich nicht bewusst, dass seine Einmischung nicht angemessen sei.

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(jg)

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