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30/11/2017 16:04 CET

Michelle Obama: Twitter-Lehrstunde für Donald Trump

Michelle Obama bei der Amtseinführung von Donald Trump

Twittern will gelernt sein! Das in etwa dürfte die subtile Message von Michelle Obama an Donald Trump gewesen sein. Die ehemalige First Lady hielt am Dienstag in Toronto, Kanada, auf einer Veranstaltung für Frauen und Mädchen eine Rede und konnte sich laut "New York Post" ein paar Breitseiten gegen den US-Präsidenten nicht verkneifen.

Zwar nannte sie Trump nie namentlich, dennoch dürfte er der Adressat gewesen sein, als Obama sagte: Es sei "nie eine gute Idee" den ersten Gedanken am Morgen in den sozialen Medien auszubreiten. Und es sei nie eine gute Idee "vom Bett aus zu twittern", was eine der Lieblingsbeschäftigungen des Präsidenten zu sein scheint - vorausgesetzt, dass er tatsächlich im Bett ist, wenn er um 3 Uhr morgens twittert. Außerdem sei es in einer effektiven Kommunikation wichtig, seine Tweets zu editieren und auf Rechtschreibung zu überprüfen, fuhr Obama fort.

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Trump teilt islamfeindliche Videos

Diese Tipps sollte sich der US-Präsident durchaus zu Herzen nehmen. Denn auch aktuell sorgt er wieder für Wirbel auf Twitter. Im Kurznachrichtendienst hat Trump über seinen privaten Account @realDonaldTrump drei islamfeindliche Videos der britischen Rechtspartei Britain First geteilt. Die britische Premierministerin Theresa May reagierte darauf und prangerte an, dass es "falsch" sei, die Inhalte einer antiislamischen Gruppierung zu verbreiten.

Trump feuerte umgehend zurück und riet May, sich nicht auf ihn zu konzentrieren, "konzentrieren Sie sich auf den zerstörerischen, radikalen, islamistischen Terrorismus, der im Vereinigten Königreich agiert. Wir kommen schon klar!" Dabei ist bei den Videos gar nicht eindeutig geklärt, was sie zeigen und wo sie aufgenommen wurden.

So zeigt ein Video unter anderem einen blonden Jungen auf Krücken, der von einem schwarzhaarigen Teenager verprügelt wird. Die Aufnahmen sollen aus den Niederlanden stammen. Der Titel des Videos lautet "Muslimischer Migrant verprügelt holländischen Jungen auf Krücken". Die Niederländische Botschaft reagierte unlängst und schrieb an Trump via Twitter, dass der Täter kein Migrant sei, sondern in den Niederlanden geboren und aufgewachsen. "Er hat die Strafe nach den Gesetzen der Niederlande bekommen und verbüßt."

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