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30/11/2017 09:16 CET | Aktualisiert 30/11/2017 09:16 CET

"Coco": Darum geht es im neuen Disney-Weihnachtsfilm

Miguel (r.) liebt die Musik

Traditionell zu Weihnachten bringt Disney einen Animationsfilm in die Kinos. In diesem Jahr heißt der Streifen "Coco - Lebendiger als das Leben!" und wird ab 30. November in Deutschland gezeigt. Während US-Präsident Donald Trump (71) zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten lassen will, bringt Disney nun dem Zuschauer die mexikanische Kultur näher - kunterbunt und mit südamerikanischen Rhythmen. "Coco" greift zudem einen Aspekt des Lebens auf, der jeden betrifft: den Tod. Und die Toten sollten nicht in Vergessenheit geraten.

Worum geht's?

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Miguel Rivera ist zwölf Jahre alt und lehnt sich ausgerechnet am "Día de los Muertos" gegen das Musikverbot auf, das in seiner Familie vor langer Zeit verhängt wurde. An diesem wichtigen, traditionellen Feiertag landet er schließlich durch einen Zufall im Reich der Toten. In dem bunten Kosmos voller schräger Figuren trifft Miguel nicht nur auf seine Ur-Ahnen, sondern auch auf Hector, der ihm helfen will, zurück in die Welt der Lebenden zu gelangen. Dabei decken die beiden ein unglaubliches Familiengeheimnis der Riveras auf, das für Komplikationen sorgt... Wird Miguel es rechtzeitig nach Hause schaffen?

Miguels Großmutter Abuelita hat klare Regeln in ihrer Familie aufgestellt

In Erinnerung an die Toten

"Coco" kann mit zwei Adjektiven beschrieben werden: bunt und laut. Doch in dem neuen Animationsabenteuer steckt so viel mehr. Wie üblich gibt es charmante Figuren, eingängige Lieder und schräge Charaktere wie Dante, einen Xolo Hund, auch Mexikanischer Nackthund genannt, der mit seiner Zunge zu kämpfen hat. Die Geschichte dreht sich jedoch um den "Día de los Muertos", den Tag der Toten, einen der wichtigsten mexikanischen Feiertage. An ihm wird in Mexiko traditionell der Verstorbenen gedacht - mit Festen und reichlich Essen. So viel ist sicher: Das Sterben gehört zum Leben dazu. Aber wie geht man mit dem Tod um?

Miguel sieht plötzlich seine toten Verwandten wieder...

Tod und Trauer sind kein leichtes Thema, viele Menschen sprechen nicht gerne darüber. Vielleicht passt es daher so gut, dass sich Disney dem Ganzen nun in Form eines Animationsfilms nähert. Nicht nur die mexikanische Kultur erhält so Einzug in die Kinosäle dieser Welt, sondern auch die Erinnerung an die Verstorbenen. Das Reich der Toten kommt - wie soll es bei Disney anders sein - kunterbunt und schräg daher. In dieser anderen Welt wird ebenso gelacht und getanzt wie unter den Lebenden - nur dass die Toten eben als Skelette in Erscheinung treten.

Bei all dem klassischen Disney-Spaß, schwingt eine wichtige Botschaft mit: Die Toten sollen nicht in Vergessenheit geraten. In dem man Geschichten über verstorbene Familienmitglieder erzählt, bleiben sie lebendig. In unserer Erinnerung und - zumindest ist es in "Coco" der Fall - auch im Reich der Toten. Ein niedlicher Aufruf gegen das Vergessen, gegen Tabus und ein Plädoyer für das Erinnern. Es kann nicht schaden, sich im Umgang mit dem Tod und den Verstorbenen, von den Mexikanern und Disney eine Scheibe abzuschneiden.

Fazit

Selten ist ein Animationsfilm so herrlich schräg und farbenfroh und gleichzeitig so tiefgründig in der Botschaft, die er vermittelt. "Coco" sollte sich kein Disney- oder Animationsfilmfan entgehen lassen. Wer dennoch extra Anreiz braucht: Vor "Coco" wird der neue Kurzfilm "Die Eiskönigin: Olaf taut auf" gezeigt. Ein Wiedersehen mit den geliebten Figuren Kristoff, Anna, Elsa, Olaf und Sven aus "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" ist somit garantiert.

Kristoff (v.l.), Anna, Elsa, Olaf und Sven im Kurzfilm "Die Eiskönigin: Olaf taut auf"

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