POLITIK
30/11/2017 09:43 CET

Gabriel will Hunderttausende junge Afrikaner in Europa ausbilden - das ist Merkels Reaktion

  • Jährlich mehrere Hunderttausend junge Afrikaner zur Ausbildung nach Europa holen

  • Das war ein Vorstoß von Außenminister Sigmar Gabriel

  • Oben im Video: So reagiert Bundeskanzlerin Angela Merkel

Jährlich mehrere Hunderttausend junge Afrikaner zur Ausbildung nach Europa holen: Diesem Vorstoß von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) skeptisch gegenüber.

"Ich bin da erstmal etwas zurückhaltender", sagte Merkel am Mittwoch am Rande des EU-Afrika-Gipfels in der Elfenbeinküste vor Journalisten.

"Ich denk' nicht gleich in Hunderttausenden"

Wenn man ins Auge fasse, mit einzelnen Ländern Abkommen zu schließen, müsse zunächst die Nachfrage abgewartet werden. "Ich denk' nicht gleich in Hunderttausenden."

Auf Zahlen wolle sie sich nämlich nicht festlegen. "Lassen Sie uns einfach mal starten, dann wäre schon viel gewonnen.“

Gabriel forderte aber Vorkenntnisse und die freiwillige Rückkehr

Gabriel hatte vor dem Gipfel in Abidjan in einem ARD-Interview vorgeschlagen, jedes Jahr "mehrere 100 000" junge Afrikaner zur Berufsausbildung nach Europa zu holen - sofern sie Vorkenntnisse haben und nach drei bis vier Jahren freiwillig zurückkehren.

"Wenn junge Leute in Afrika keine Chance auf eine gute Ausbildung haben und keine Chance, Unternehmen zu eröffnen oder in ihnen zu arbeiten, wird es in Afrika nicht zu Frieden und Stabilität kommen", so Gabriel.

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(ujo)

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