POLITIK
29/11/2017 10:50 CET

"Wäre ein Traum-Gegner": Ralf Stegner wünscht sich bei "Lanz" eine Kanzlerkandidatur von Jens Spahn

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"Wäre ein Traum-Gegner": Ralf Stegner wünscht sich bei "Lanz" eine Kanzlerkandidatur von Jens Spahn

  • Jens Spahn wird nachgesagt, Ambitionen auf das Bundeskanzleramt und die Nachfolge von Angela Merkel zu haben

  • Spahn selbst gibt sich in der Frage bisher offensiv zurückhaltend

  • Dabei erhält er sogar Unterstützung aus Reihen der Konkurrenz – so etwa von SPD-Politiker Ralf Stegner in der Sendung "Markus Lanz"

"Angela Merkel ist unsere Spitzenkandidatin gewesen", sagt Jens Spahn. Er meint: Vor der Bundestagswahl, die die Kanzlerin gewonnen hat. Markus Lanz hört: "Gewesen, aber wird sie es noch sein?" Und schon hat der ZDF-Moderator eine Diskussion über die Kanzlerschaftsambitionen von Jens Spahn vom Zaun gebrochen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Spahn Ambitionen auf die Nachfolge Angela Merkels hegt. Spahn ist verhältnismäßig jung, er ist mediengewandt, streng konservativ - und vor allem ehrgeizig.

Bei Lanz wiegelte Spahn aber erstmal ab. Über die nächste Wahl und eine etwaige CDU-Spitzenkandidatur mache er sich keine Gedanken. Dafür machten sich diese Moderator Lanz und der SPD-Politiker Ralf Stegner - und ausgerechnet letzterer sprach sich offen für eine Kanzlerkandidatur Jens Spahns aus.

Merkels Möchtegern-Nachfolger

"Hätten Sie das Zeug, Kanzler zu werden?", löcherte Lanz Spahn. Der brach ob dieser "klassischen Lanz-Frage" in nervöses Gelächter aus: "Wenn ich jetzt 'Nein' sag sitz ich in der Falle, wenn ich jetzt 'Ja' sage, sitz ich in der Falle."

Spahn wählte einen anderen Ausweg: "Ich lächle einfach nur."

Ein Lächeln, das im Anschluss Stegner aus Spahns Gesicht wischte. "Hätte er das Zeug zum Kanzler?", fragte Lanz den SPD-Mann. Und der überraschte: "Er wäre ein toller Kanzlerkandidat, ein Traum-Gegner für mich." Sollte heißen: Mit einem Mann wie Jens Spahn an der Spitze, wäre die Union für die SPD ein leichtes Ziel.

Mehr zum Thema: CDU-Politiker Spahn fordert Abschaffung der Rente mit 63 - die SPD kritisiert den Vorstoß

"So viel Einigkeit war selten am heutigen Abend", frohlockte Lanz. Spahn war das nach dem Lob von ungebetener Seite jedoch nicht anzusehen. Und auch Stegner ruderte am Mittwochmorgen zurück. Da twitterte er:

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(amr)

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