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27/11/2017 13:55 CET | Aktualisiert 27/11/2017 17:50 CET

Studie enthüllt: Wenn der Partner das tut, kommt fast jede Frau zum Orgasmus

  • Eine Studie zeigt, durch welche Bewegungen Frauen beim Sex am leichtesten zum Höhepunkt kommen

  • Außerdem bevorzugen es Frauen, wenn es bei einer Technik bleibt und sich die Bewegungen nicht ständig abwechseln

  • Im Video oben: So sehen normale Menschen beim Orgasmus aus

Der weibliche Orgasmus - für viele Männer ist er immer noch ein Mysterium. Dabei gibt es eine Bewegung, die die meisten Frauen zum Höhepunkt bringt. Das zeigt eine Studie, die im Juli im “Journal of Sex & Marital Therapy” erschienen ist und von Forschern der Indiana Universität und der Online-Plattform "OMGYes" durchgeführt wurde.

Laut der Umfrage ist die direkte, klitorale Stimulation beim Großteil der Frauen der Favorit - mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie dadurch während dem Sex zum Orgasmus kommen. Dabei bevorzugt der Großteil eine Auf-und-ab-Bewegung.

Über 1.000 Frauen wurden befragt

An der Online-Umfrage nahmen 1.055 Frauen zwischen 18 und 94 Jahren teil - 91 Prozent gaben an, heterosexuell zu sein, mehr als die Hälfte der Befragtenist verheiratet.

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36 Prozent der befragten Frauen gaben an, nur mit klitoraler Stimulation einen Orgasmus bekommen zu können. Weitere 36 Prozent brauchen diese offenbar nicht. Allerdings gaben die Frauen an, dass klitorale Stimulation dazu beitrage, dass sie schneller zum Orgasmus kommen.

Die Wissenschaftler führten auch intime Interviews

Die Forscher versuchten auch herauszufinden, welche Arten der Stimulation Frauen bevorzugen.

Dafür führte "OMGYes" Interviews mit rund 1.000 Frauen aus allen Regionen der USA.

“Insgesamt haben die Ergebnisse gezeigt, dass es beachtliche Unterschiede zwischen den Vorlieben der Frauen gibt”, heißt es in der veröffentlichten Studie. “Auch, wenn eine bestimmte Form der genitalen Stimulation bevorzugt wird, haben die meisten Frauen bestätigt, dass ein Umfang von verschiedenen Techniken hilfreich sein kann."

Diese Erkenntnis unterstreicht, wie wichtig die Kommunikation mit dem Partner ist, wenn es um weibliche Lust und sexuelle Befriedigung geht.

"OMGYes"-Video zu der Forschung über die weibliche Lust (deutsche Untertitel vorhanden):

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Die Fragen waren spezifisch, die Antworten eindeutig

Die Fragen an die Frauen waren sehr spezifisch:

  • Welches Maß an Druck bevorzugst du? (Die Antwortmöglichkeiten gingen von “sehr leichter Druck” bis “sehr hoher Druck”)
  • Welche Art der Bewegung magst du am liebsten? (“Seitlich hin und her, auf und ab, diagonal, kreisförmig, große Ovale, nur auf eine Stelle drücken, pulsierender Druck auf eine Stelle")
  • An welcher Stelle wirst du an deiner Vulva/ Vagina am liebsten berührt? (“Direkt an der Klitoris, auf der Haut um die Klitoris herum, versuchen die Klitoris nicht direkt zu berühren, die Klitoris ab und zu berühren, aber keinen Druck ausüben”)
  • Wie wirst du gerne berührt? ("Finger, Hände, Mund und so weiter").

Zwei Drittel der Befragten bevorzugen direkte, klitorale Stimulation - zusätzlich gaben sie an, dass sie auch Stimulation um den Bereich der Klitoris mögen.

63 Prozent der Frauen stehen auf Auf-und-ab-Bewegungen, 51 Prozent mögen kreisförmige Bewegungen.

Auch Therapeuten können aus der Studie lernen

Ein Großteil der Teilnehmerinnen bevorzugt es, wenn es bei einer Technik der Stimulation bleibt, und kein ständiger Wechsel stattfindet.

Die Forscher fanden auch heraus, dass die meisten Frauen leichten oder mittleren Druck auf die Klitoris bevorzugen, nur 16 Prozent der Befragten gaben an, jegliche Form des Drucks zu mögen.

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“Es kann für Frauen hilfreich sein, über diese verschiedenen Formen der Stimulation nachzudenken, wenn sie ihre sexuellen Vorlieben herausfinden wollen - sei es beim Masturbieren oder beim Sex mit dem Partner”, schreiben die Autoren der Studie.

“Auch für Therapeuten und Pädagogen können die Ergebnisse hilfreich sein - denn dadurch können sie Paaren gezielte Ratschläge geben. Das ist sinnvoller als nur den Tipp zu geben: “Findet heraus, was euch gefällt.””

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(ks)

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