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27/11/2017 22:59 CET | Aktualisiert 28/11/2017 08:25 CET

Attentat in NRW: Mann kritisiert Politik von CDU-Bürgermeister - und attackiert ihn mit einem Messer

dpa
Andreas Hollstein neben Bundeskanzlerin Angela Merkel

  • Der Bürgermeister von Altena ist bei einem Attentat verletzt worden

  • Der Angreifer soll zuvor die liberale Flüchtlingspolitik des CDU-Politikers kritisiert haben

Ein Mann hat den Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Altena mit einem Messer angegriffen.

Der Politiker Andreas Hollstein (CDU) sei dabei schwer verletzt worden, befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, berichtet unter anderem die Regionalzeitung "Westfalen-Post". Er werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt.

Der Angreifer sei 56 Jahre alt und zum Tatzeitpunkt alkoholisiert gewesen sein, berichtet die Zeitung weiter. Vor dem Angriff habe der Mann Hollstein gefragt: "Sind Sie der Bürgermeister?"

Laut Informationen des "Spiegels" habe der Angreifer den Bürgermeister lautstark wegen dessen liberalen Flüchtlingspolitik kritisiert. Altena ist dafür bekannt, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als die Stadt nach dem Verteilungsschlüssel eigentlich müsste.

Angriff mit 30 Zentimeter langer Klinge

Der Angreifer soll ein Messer mit einer 30 Zentimeter langen Klinge benutzt haben. Laut ersten Informationen der Landesregierung soll es sich bei ihm um einen Deutschen handeln.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich bestürzt über das Attentat. "Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Hollstein - und sehr erleichtert, dass er schon wieder bei seiner Familie sein kann", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag im Namen der Kanzlerin. "Dank auch an die, die ihm geholfen haben."

Der Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet verurteilte den Angriff scharf: "Diese Gewalt in unserem Land gegenüber ehrenamtlich Tätigen, gegen Bürgermeister, die sich um das Wohl ihrer Stadt kümmern, ist verabscheuungswürdig", sagte er. "Klar ist: in Nordrhein-Westfalen ist kein Platz für Hass und Gewalt. Die Vielfalt ist Kennzeichen unseres Landes."

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(amr)